8. Mai 2026, 15:47 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Lidl stellt seine Filialen in Deutschland neu auf und räumt einmal komplett um. Seit dem 7. Mai gilt in allen deutschen Märkten eine neue Struktur für Non-Food-Produkte. Anstelle unübersichtlicher Aktionsflächen setzt das Unternehmen auf feste Themenbereiche und digitale Ergänzungen.
Lidl gibt zu, dass sich Kunden zwar umgewöhnen müssen, langfristig sollen sie aber von einer besseren Übersicht und neuen Bestellmöglichkeiten direkt im Geschäft profitieren. Der Umbau erfolgte demnach in allen 3250 Filialen, in denen die bisherigen Verkaufsflächen grundlegend umgestaltet wurden. Künftig sind die Produkte in sechs feste Themenbereiche gegliedert, die farblich hervorgehoben und entlang der Hauptwege im Markt positioniert sind.
Thematische Ordnung für mehr Überblick
Die Bereiche orientieren sich an den etablierten Eigenmarken des Unternehmens:
- Parkside deckt Heimwerker- und Gartenbedarf ab,
- Silvercrest steht für Küchen- und Haushaltsprodukte,
- Crivit für Sportartikel,
- Livarno umfasst Wohn- und Einrichtungsgegenstände,
- Esmara sowie Lupilu beinhalten Mode und Produkte für Kinder und Babys.
Damit entfällt das bisher typische Konzept der ungeordneten Wühltische.
Umstellung bei Lidl bringt entscheidenden Vorteil für Kunden
Rewe plant große Änderungen im Markt – gleich zwei Tests laufen
Vorteile für Kunden und Mitarbeiter
Mit der neuen Anordnung möchte Lidl den Einkauf übersichtlicher gestalten. Kunden können gezielt die passenden Bereiche aufsuchen, anstatt sich durch wechselnde Angebote arbeiten zu müssen. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit bestehen, saisonale Schwerpunkte zu setzen: Gartenartikel erhalten im Frühjahr mehr Raum, Heimtextilien im Winter.
Auch intern bringt die Umstellung Veränderungen. Da die Waren künftig dauerhaft an festen Plätzen bleiben, reduziert sich der Aufwand für Umbauten erheblich. Das erleichtert die Arbeit in den Filialen und schafft mehr Zeit für andere Aufgaben.
Auch interessant: Zwei Neuerungen bei Lidl! Eine verärgert, eine andere wird Kunden freuen
Digitale Ergänzung im Markt
Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist die engere Verbindung von stationärem Handel und Online-Shop. Über QR-Codes an den Regalen gelangen Kunden direkt zu digitalen Angeboten. Ist ein Produkt vor Ort nicht verfügbar, kann es online bestellt werden.
Diese Verknüpfung soll sicherstellen, dass Kunden auch bei vergriffenen Artikeln Zugriff auf das Sortiment haben. Zudem können sie direkt prüfen, ob ein Produkt online erhältlich ist und es gegebenenfalls liefern lassen. Teilweise lassen sich dabei auch Versandkosten durch spezielle Angebote reduzieren.
Mit der Neuausrichtung verfolgt Lidl das Ziel, die klassische Discountstruktur mit Elementen eines Fachmarkts zu kombinieren und den Einkauf insgesamt klarer zu gestalten.