5. Mai 2026, 16:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Parkside hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Heimwerkersegment entwickelt. Die Marke steht für preisgünstige Werkzeuge, die dennoch solide Leistung versprechen. Mit einem breiten Sortiment und regelmäßig neuen Produkten ist Parkside vor allem für Hobby-Handwerker interessant. Doch wer steckt hinter der Marke – und wo entstehen die Geräte tatsächlich?
Parkside gehört zur Lidl Stiftung & Co. KG, die wie Kaufland Teil der Schwarz-Gruppe ist. Damit erklärt sich, warum die Produkte in den Filialen und Online-Shops beider Handelsketten erhältlich sind. Ursprünglich als Lidl-Eigenmarke gestartet, hat sich Parkside zu einer eigenständigen Marke entwickelt. Nach Unternehmensangaben sollen die Werkzeuge eine „technisch hochwertige und zugleich preiswerte Alternative“ zu Marken wie Bosch oder Makita bieten.
Übersicht
Sortiment und Zielgruppe von Parkside
Das Produktangebot von Parkside ist vielfältig: Es reicht von kleinen Handwerkzeugen und Elektrowerkzeugen über Gartenmaschinen bis hin zu Spezialgeräten wie Oberfräsen. Damit deckt die Marke nahezu alle typischen Heimwerkerbereiche ab.
Laut Parkside richten sich die Werkzeuge an alle, „die gerne zum Werkzeug greifen und im Haus oder Garten selbst reparieren, bauen oder gärtnern“. Die Geräte sollen sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Nutzer geeignet sein. Neben der Standardlinie bietet Parkside mit „Parkside Performance“ auch eine Produktreihe an, die als leistungsstärker beworben wird und sich an anspruchsvollere Anwender richtet.
Hersteller und Produktion
Wer die Parkside-Werkzeuge tatsächlich produziert, bleibt unklar. Offiziell gibt die Marke nur an, dass verschiedene Lieferanten beteiligt sind, die auf den Verpackungen genannt werden. Bei einem Akku-Handstaubsauger wurde etwa der Hersteller Grizzly identifiziert.
Hinweise deuten darauf hin, dass mehrere Zulieferer – darunter Grizzly Tools und möglicherweise Scheppach – Parkside-Geräte fertigen. Eine direkte Verbindung bestätigte bisher jedoch kein Unternehmen. Die Entwicklung, Produktauswahl und Qualitätssicherung liegen laut Parkside in eigener Verantwortung. Da viele Werkzeugkomponenten ohnehin aus Fernost stammen, dürfte dies auch bei Parkside der Fall sein.
Ähnlich geht die Lidl Stiftung & Co. KG übrigens auch bei ihrer Technik-Marke Silvercrest vor. Auch hier schweigt man sich darüber aus, wie genau das Herstellernetzwerk aufgebaut ist.
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Akku-Systeme und Kompatibilität
Wie viele andere Marken setzt Parkside stark auf akkubetriebene Geräte. Die Akkus sind derzeit ausschließlich mit den eigenen Geräten kompatibel. Allianzen wie zwischen Bosch und Gardena gibt es nicht. Da einige Werkzeuge wie bereits erwähnt offenbar von Herstellern wie Grizzly oder Scheppach stammen, könnte eine teilweise Kompatibilität bestehen – offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht.
So schneidet Parkside in Tests ab
Seit 2023 sind Parkside-Produkte nicht nur bei Lidl, sondern auch bei Kaufland im Sortiment. Darüber hinaus können sie online bestellt werden. Eine Marketingkampagne mit Arnold Schwarzenegger hat die Bekanntheit der Marke zusätzlich gesteigert.
In Tests und Nutzerbewertungen schneiden Parkside-Werkzeuge oft solide ab. Bei Untersuchungen von den Kollegen von myHOMEBOOK überzeugten unter anderem ein Akku-Schlagbohrschrauber, eine Stichsäge und ein Handstaubsauger durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch Stiftung Warentest bewertete die Akkus der Marke positiv.
Für den alltäglichen Gebrauch bieten Parkside-Geräte zuverlässige Ergebnisse zu einem günstigen Preis. Wer regelmäßig und professionell arbeitet, findet bei Marken wie Bosch oder Makita jedoch spezialisiertere Alternativen – zu deutlich höheren Kosten.