26. März 2026, 13:09 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Rewe experimentiert immer mal wieder mit neuen Konzepten, die den Einkauf positiv verändern sollen. Momentan testet das Unternehmen in ausgewählten Supermärkten gleich zwei Neuerungen. In Hannover startet ein Markt ohne klassisches Scannen an der Kasse, während Rewe in Euskirchen einen Abholservice direkt am Auto ausprobiert.
Ware bei Pick & Go nicht mehr einzeln scannen
Ganz neu ist der Test Pick & Go nicht. Doch nun hat Rewe in Hannover einen weiteren Testmarkt eröffnet, in dem Einkäufe ohne herkömmliches Scannen abgewickelt werden. Es handelt sich um den siebten Standort dieser Art in Deutschland. Auf einer Verkaufsfläche von rund 650 Quadratmetern steht ein vollständiges Sortiment zur Verfügung, einschließlich frischer Lebensmittel wie Backwaren, Salate und Sushi.
Das System funktioniert so, dass Kunden ihre Waren wie üblich auswählen und in einen Korb oder eine Tasche legen. Anschließend wird der Einkauf an einem Terminal automatisch erfasst und auf einem Bildschirm angezeigt. Kunden haben hier noch einmal die Möglichkeit, zu prüfen, ob das System alle Waren richtig erkannt hat. Ist dies der Fall, erfolgt die Bezahlung wahlweise bar oder mit Karte.
Grundlage für den automatischen Scan ist eine technische Infrastruktur aus Kameras und Sensoren, die Bewegungen im Markt registriert. Ein digitales und in Zusammenarbeit mit einem Technologieunternehmen entwickeltes Abbild des Geschäfts erkennt, welche Produkte Kunden den Regalen entnehmen oder welche sie zurücklegen. Die dabei erhobenen Daten verwendet Rewe laut eigener Aussage ausschließlich für den Bezahlvorgang.
Der Markt wird von etwa 25 Mitarbeitern betrieben und hat montags bis samstags geöffnet. Das Konzept soll Wartezeiten verringern und Arbeitsabläufe im Markt verändern.
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Drive-in bei Rewe – Abholung aus dem Auto heraus
Neben Pick & Go testet Rewe noch ein anderes Modell im nordrhein-westfälischen Euskirchen. Dort können Kunden ihre Einkäufe vorab online zusammenstellen und zu einem festgelegten Zeitpunkt direkt am Markt abholen, ohne ihn betreten zu müssen. Rewe nennt dies Drive & Go.
Die Bestellung erfolgt über die Rewe-App oder den Online-Shop. Zur vereinbarten Zeit fahren Kunden zu einer speziellen Abholspur, melden sich digital an und erhalten ihre Waren direkt ins Auto geladen. Die Übergabe erfolgt innerhalb weniger Minuten durch Mitarbeiter, so Rewe.
Für die Nutzung sind ein Kundenkonto und ein Smartphone erforderlich. Die Bezahlung erfolgt aktuell am Abholpunkt per EC-Karte, eine Ausweitung auf weitere digitale Zahlungsmethoden ist aber vorgesehen.
Preislich entspricht das Angebot dem stationären Einkauf. Für kleinere Bestellungen bis 70 Euro wird jedoch eine Gebühr von zwei Euro erhoben, wer mehr ausgibt, zahlt keine Extrakosten. Zusätzlich müssen Kunden beim ersten Einkauf ein Pfand für Transportbehälter auslegen, die man mehrfach nutzen kann. Der Testbetrieb ist auf zwölf Monate angelegt und soll auf weitere Standorte ausgeweitet werden.