11. März 2026, 16:51 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Seit einiger Zeit testet Amazon in verschiedenen Regionen die Möglichkeit, Bestellungen in bar bezahlen zu können. Das Angebot richtet sich an Kunden, die nicht per Kreditkarte zahlen möchten und Beträge lieber direkt begleichen. Vor allem in einem Land scheint die Barzahlung auf Interesse zu stoßen, denn hier führt Amazon sie jetzt flächendeckend ein.
Klassisches Bezahlen an mehr als 35.000 Standorten
Die Rede ist von Italien, wo Kunden erstmals landesweit Amazon-Bestellungen in bar bezahlen können. Bereits Ende 2021 hatte Amazon in Zusammenarbeit mit Western Union diese Zahlungsmöglichkeit eingeführt. Durch eine neue Kooperation mit PuntoLis wird das Netzwerk jedoch von 5000 auf mehr als 35.000 Zahlungspunkte erweitert – und zudem für alle Amazon.it-Kunden freigeschaltet.
PuntoLis ist ein italienisches Zahlungs- und Servicenetzwerk, über das man in lokalen Geschäften Rechnungen bezahlen, Überweisungen tätigen, Karten aufladen und weitere Finanzdienste nutzen kann. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem Kioske, Tabakläden, Bars und Annahmestellen.
Amazon hat in der Vergangenheit ähnliche Partnerschaften mit Western Union in den USA und anderen Ländern unter dem Namen PayCode erprobt. Ab April 2026 steht dieser Dienst allerdings nur noch in Kolumbien und den Philippinen zur Verfügung.
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So funktioniert die Barzahlung bei Amazon
Kunden gehen bei Bestellungen auf Amazon.it wie gewohnt vor, haben aber beim Checkout die Möglichkeit, die Option „Paga in Contanti nel Punto Vendita più vicino“ anstelle von Kreditkarten oder anderen Zahlungsarten auszuwählen. Dort erscheint außerdem direkt ein Link mit einer Liste der Zahlungsstellen in der Nähe.
Nach Bestätigung der Bestellung erhalten Kunden eine E-Mail mit einem Barcode und einem numerischen Code, in der auch die weiteren Schritte erläutert sind. Danach muss die Zahlung innerhalb von 72 Stunden an einem PuntoLis- oder Western-Union-Standort beglichen werden. Der Code wird dort vorgezeigt und der offene Betrag in bar beglichen.
Kunden erhalten eine Quittung in Papierform und Amazon informiert anschließend wie gewohnt per E-Mail über den Zahlungseingang und verschickt eine Versandbestätigung. Amazon storniert die Bestellung automatisch, wenn nach Ablauf der 72-Stunden-Frist keine Zahlung eingeht. In diesem Fall ist eine erneute Bestellung erforderlich.
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Nicht alle Produkte in bar bezahlbar
Ausgeschlossen sind unter anderem gebrauchte Warehouse-Artikel (Amazon seconda mano), digitale Inhalte wie E-Books oder MP3-Dateien sowie Goldmünzen. Auch Prime-Abonnements, Käufe per One-Click und Amazon-Geschenkgutscheine sind von der Barzahlung ausgenommen. Zusätzliche Gebühren fallen für die Nutzung des Dienstes nicht an.
Die Rücksendung eines in bar bezahlten Artikels ist zu den gewohnten Amazon-Konditionen möglich. Allerdings erfolgt die Rückerstattung in Form eines Geschenkgutscheins für Amazon.it und nicht in bar.
Noch ist die Barzahlung nicht überall verfügbar. In einem kurzen Test konnte TECHBOOK die Zahlungsart zwar als Standard festlegen, jedoch nicht beim Checkout auswählen. Das liegt laut Amazon daran, dass es die Funktion schrittweise ausspielt und erst in den kommenden Wochen alle Nutzer von Amazon.it darauf zugreifen können.