22. Mai 2026, 18:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Auf Facebook tauchen immer wieder Anzeigen und Beiträge auf, die mit günstigen Angeboten Aufmerksamkeit erzeugen sollen. Aktuell nutzen Betrüger dabei den Namen von Aldi, um Nutzer auf gefälschte Seiten zu locken. Angeboten werden angebliche Fleischboxen zu einem Preis von weniger als 10 US-Dollar. Hinter dem vermeintlichen Schnäppchen steckt jedoch keine echte Aktion des Discounters. Stattdessen versuchen Kriminelle, an persönliche Daten und Zahlungsinformationen zu gelangen.
Die Beiträge wirken auf den ersten Blick glaubwürdig. Genau darauf zielt die Masche ab. Nutzer sollen möglichst schnell klicken, ohne das Angebot genauer zu hinterfragen. Wer auf die falschen Anzeigen hereinfällt, riskiert später ungewollte Abbuchungen oder Einkäufe über die eigenen Zahlungsdaten.
Geschichte soll Vertrauen schaffen
Laut dem Sicherheitsmagazin „Malwarebytes“ arbeiten die Betrüger mit einer erfundenen Geschichte, um Vertrauen aufzubauen. In den Beiträgen wird behauptet, ein Familienmitglied arbeite bei Aldi und habe von einer Sonderaktion erfahren. Angeblich würden überschüssige Fleischpakete besonders günstig verkauft. Teilweise heißt es außerdem, dass Menschen über 40 Jahre eines der Pakete für 10 US-Dollar erhalten könnten.
Der eigentliche Link befindet sich dabei nicht direkt im Facebook-Beitrag. Stattdessen taucht er erst in den Kommentaren auf. Nutzer lesen zunächst die Geschichte und werden anschließend weitergeleitet. Dadurch soll der Eindruck entstehen, das Angebot sei echt und stamme aus einem persönlichen Umfeld.
Gefälschte Aldi-Seite baut Druck auf
Wer den Link öffnet, landet zunächst bei einem Kurzlink und danach über mehrere Weiterleitungen auf einer Seite, die optisch an Aldi erinnert. Dort setzen die Betrüger die angebliche Aktion fort. Besucher sollen zuerst eine kurze Umfrage beantworten und danach die Fleischbox bestellen.
Gleichzeitig versuchen die Betreiber, Zeitdruck aufzubauen. Hinweise auf angeblich nur noch wenige verfügbare Pakete sollen Nutzer dazu bringen, schnell zu handeln. So bleibt oft keine Zeit mehr, die Seite kritisch zu prüfen oder nach möglichen Warnzeichen zu suchen.
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Zahlungsdaten stehen im Mittelpunkt
Am Ende fordert die gefälschte Seite persönliche Informationen wie Name, Adresse und Kontaktdaten. Zusätzlich sollen Nutzer Zahlungsinformationen eingeben. Als Begründung nennen die Betreiber lediglich eine kleine Liefergebühr.
Genau darum geht es den Betrügern. Sie wollen Kreditkarten- und andere Bezahldaten sammeln. Mit diesen Informationen können später weitere Abbuchungen ausgelöst oder Einkäufe durchgeführt werden. Gefälschte Fünf-Sterne-Bewertungen sollen zusätzlich Vertrauen schaffen und mögliche Zweifel beseitigen.
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Auch deutsche Nutzer sollten vorsichtig sein
Aktuell richtet sich die Masche vor allem an englischsprachige Nutzer. Trotzdem könnten ähnliche Betrugsversuche laut Artikel auch bald verstärkt bei deutschsprachigen Nutzern auftauchen. Deshalb sollten Angebote auf Facebook grundsätzlich kritisch geprüft werden. Besonders vorsichtig sollte man bei Links sein, die in Kommentaren von unbekannten Personen auftauchen.
Wer bereits persönliche Angaben oder Zahlungsdaten eingegeben hat, sollte schnell reagieren. Wichtig ist es, die Bank oder den Kreditkartenanbieter zu informieren, Kontobewegungen zu kontrollieren und die Karte bei Bedarf sperren zu lassen. Zusätzlich kann eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll sein, damit der Vorfall dokumentiert wird. Betroffene sollten außerdem den entsprechenden Facebook-Beitrag melden, um andere Nutzer zu warnen.