7. Mai 2026, 17:27 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Eine neue Betrugsmasche sorgt für besondere Verunsicherung bei PayPal‑Nutzern. Kriminelle greifen auf echte E-Mails des Bezahldienstes zurück und machen ihre Täuschung dadurch deutlich glaubwürdiger. Selbst erfahrene Nutzer könnten auf den Trick hereinfallen. Hinter den scheinbar legitimen Mails steckt jedoch eine gezielte PayPal-Falle, die auf sensible Daten abzielt.
Betrüger haben eine Methode entwickelt, bei der sie echte Zahlungsbestätigungen von PayPal ausnutzen. Laut einem Bericht von „Malwarebytes“ lösen sie den Versand dieser Mails selbst aus, indem sie einen minimalen Betrag von einem japanischen Yen überweisen, was etwa 0,55 Cent entspricht. Anschließend manipulieren sie den Betreff der E‑Mail. Dort wird suggeriert, dass eine hohe Zahlung bevorsteht oder ein Problem vorliegt.
Zusätzlich wird im Betreff eine Telefonnummer angegeben, die bei Rückfragen kontaktiert werden soll. Da die E-Mail selbst tatsächlich von PayPal stammt, wirkt sie besonders glaubwürdig und hebt sich von klassischen Phishing-Versuchen ab, die oft an gefälschten Absendern zu erkennen sind.
Fake-Support statt PayPal
Wer die angegebene Telefonnummer anruft, erreicht nicht den offiziellen PayPal-Kundendienst, sondern Betrüger. Diese geben sich als Mitarbeiter des Unternehmens aus und versuchen gezielt, an vertrauliche Informationen zu gelangen. Dazu zählen unter anderem Zugangsdaten oder andere sensible Angaben.
In einigen Fällen fordern die Täter sogar Zugriff auf den Computer der Opfer. Ziel ist es, Fernzugriff zu erhalten und weitere Daten auszuspähen. Dabei setzen die Betrüger auf psychologischen Druck: Sie erzeugen ein Gefühl von Dringlichkeit und Angst, um unüberlegte Handlungen zu provozieren.
Die Masche wurde zunächst in den USA beobachtet. Sie lässt sich jedoch ohne großen Aufwand auf andere Länder übertragen und entsprechend anpassen.
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So schützen Sie sich
Um sich vor dieser Betrugsform zu schützen, sollten Nutzer einige grundlegende Sicherheitsregeln beachten. Telefonnummern aus E-Mail-Betreffzeilen sollten grundsätzlich nicht angerufen werden. Stattdessen empfiehlt es sich, direkt im eigenen PayPal-Konto zu prüfen, ob tatsächlich ungewöhnliche Aktivitäten vorliegen.
Zudem sollte man keinen Fernzugriff auf private Geräte gewähren, insbesondere nicht auf Aufforderung unbekannter Anrufer. Generell gilt: Wenn Druck aufgebaut oder zur Eile gedrängt wird, ist besondere Vorsicht geboten. Misstrauen kann in solchen Situationen vor möglichen Schäden schützen.