Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Microsoft News Update Windows Alle Themen
„Cloudneuerstellung“

Windows 11 kann sich bald ohne USB-Stick neu installieren

Windows-Laptop mit Blue Screen of Death
Wenn die Windows-Installation defekt ist, kann ein neues Cloud-Tool bei der Wiederherstellung helfen Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN | Caisa Rasmussen/TT
Artikel teilen
Adrian Mühlroth
Redakteur

8. Juli 2026, 15:38 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn Windows nicht mehr bootet, sind die Optionen begrenzt. Im Ernstfall ist bislang ein USB-Medium notwendig, um das System komplett neu aufzusetzen. Für Windows 11 hat Microsoft deshalb die Cloudneuerstellung angekündigt, die ein komplettes Systemabbild samt Treibern direkt aus den Update-Servern lädt. Damit ist der PC nach Abschluss der Neuerstellung wieder voll funktionsfähig.

Neue Wiederherstellungsoption

Auf dem Windows-Blog hat Microsoft neue Insider-Preview-Builds für Tester der Vorabversionen vorgestellt. Die spannendste Neuerung dabei ist das sogenannte „Cloud rebuilt“ (Cloudneuerstellung), das jetzt über den Experimental-Kanal ausgespielt wird. Dem Blogeintrag zufolge setzt die neue Funktion den „PC auf einen sauberen, funktionsfähigen Zustand“ zurück. Es handelt sich also um eine volle Neuinstallation, die auch dann möglich ist, wenn Windows 11 nicht mehr startet.

Die Wiederherstellung lädt nicht nur Windows selbst herunter, sondern auch die nötigen Gerätetreiber kommen über Windows Update auf den PC. Dadurch ist das Gerät nach der Neuinstallation direkt einsatzbereit – ein zusätzliches USB-Medium ist dafür nicht erforderlich.

Mehr zum Thema

Unterschied zu „Diesen PC zurücksetzen“

Windows 11 bietet bereits eine Cloud-Option für „Diesen PC zurücksetzen“. Diese Methode hilft jedoch vor allem dann, wenn Windows in Teilen noch funktionsfähig ist. Sie lädt zwar Windows in Teilen neu herunter, der Vorgang läuft jedoch weiterhin über die vorhandene Windows-Wiederherstellungssinfrastruktur und bietet die normalen Zurücksetzungsoptionen wie „Eigene Dateien beibehalten“ oder „Alles entfernen“.

Die Cloud-Option setzt voraus, dass das Dateisystem noch lesbar ist, da die Treiber für den Wiederherstellungsprozess aus der lokalen Installation stammen. Ist Windows zu stark beschädigt oder infiziert, kann der Prozess fehlschlagen oder eine unsaubere Wiederherstellung zur Folge haben.

Microsofts neue Cloudneuerstellung hingegen funktioniert auch dann, wenn Windows nicht mehr bootfähig ist und sich der normale Wiederherstellungsprozess nicht einleiten lässt. Ein wichtiger Unterschied betrifft Daten und Programme. Die neue Funktion bietet keine Option, Apps und Dateien zu behalten.

Auch interessant: Microsoft Solara – neue KI-Plattform kommt ohne klassische Apps

Zunächst nur für Tester

Ab sofort spielt Microsoft die Cloudneuerstellung in Build 26300.8772 der Windows 11 Insider Preview aus. Nutzer können den Prozess über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) initialisieren. Eine genaue Anleitung stellt das Unternehmen auf seiner Learn-Plattform bereit.

Diese weist explizit darauf hin, den PC nicht neuzustarten oder auszuschalten, während die Neuerstellung die Windows-Installation „vorbereitet, herunterlädt oder installiert“. Das könnte zur Folge haben, dass Windows nicht mehr in die Wiederherstellungsumgebung booten kann. In diesem Fall bleibt tatsächlich nur noch die Neuinstallation mit einem USB-Medium.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.