5. August 2026, 8:28 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Roboter werden immer häufiger für gefährliche Aufgaben entwickelt. Doch das Modell Threehalves (zu Deutsch: „drei Hälften“) hebt sich deutlich von der Konkurrenz ab. Der rund zwei Meter große Roboter besitzt vier Beine, einen humanoiden Oberkörper und einen Kopf, der an eine Ziege erinnert. Mit seinen leuchtenden Augen und den montierbaren Werkzeugen wirkt die Maschine eher wie eine Figur aus einem Videospiel als wie ein klassischer Industrieroboter.
Hinter dem Projekt steckt das kalifornische Start-up „Satyress“. Das Unternehmen entwickelt Threehalves für Einsätze in Umgebungen, die für Menschen zu gefährlich oder schwer zugänglich sind. Dazu zählen etwa Waldbrände, eingestürzte Gebäude, Schlammlawinen oder verseuchte Industrieanlagen.
Warum Threehalves auf vier Beinen unterwegs ist
Während viele moderne Roboter auf zwei Beinen laufen, setzt Satyress auf einen vierbeinigen Unterbau. Das soll für mehr Stabilität sorgen und dem System ermöglichen, sich auch in schwierigem Gelände fortzubewegen. Der humanoide Oberkörper bleibt dabei erhalten, weil er die Bedienung erleichtert und den Umgang mit Werkzeugen vertrauter machen soll.
Austauschbare Werkzeuge ohne KI-Einsatz
Eine Besonderheit von Threehalves sind seine Arme. Statt klassischer Hände nach menschlichem Vorbild nutzt die Maschine modulare Werkzeuganschlüsse. Dadurch lassen sich je nach Aufgabe unterschiedliche Geräte montieren. In bisherigen Präsentationen waren unter anderem Kettensägen, Bohrmaschinen und pneumatische Werkzeuge zu sehen. Der Roboter agiert dadurch eher als mobile Arbeitsplattform für Spezialaufgaben.
Trotz seines futuristischen Erscheinungsbildes arbeitet Threehalves nicht autonom. Die Maschine wird von einem Menschen ferngesteuert. Kameras am Kopf übertragen dabei die Sicht des Roboters an den Bediener. Nach Angaben von Satyress wurde dieses Konzept bewusst gewählt. Menschen sollen die Kontrolle behalten und agieren, als wären sie selbst vor Ort, während der Roboter die gefährliche Arbeit übernimmt. Dadurch lassen sich bekannte Werkzeuge nutzen, ohne dass komplexe KI-Systeme die Kontrolle übernehmen müssen.
Ungewöhnlich offener Umgang mit Risiken
So auffällig wie das Design des Roboters ist auch die Kommunikation des Unternehmens. Während andere Hersteller vor allem die Leistungsfähigkeit ihrer Systeme hervorheben, spricht Satyress offen über Gefahr. Auf der eigenen Website beschreibt das Unternehmen den Roboter sogar als gefährlicher, als er auf den ersten Blick wirkt.
Der Grund liegt auf der Hand. Eine mehrere Hundert Kilogramm schwere Maschine, die mit leistungsstarken Werkzeugen arbeitet, kann im Ernstfall zur Gefahr werden. Deshalb wurden verschiedene Sicherheitsmechanismen integriert, die den Roboter schnell außer Betrieb setzen können.
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Mehrere Notabschaltungen an Bord
Für Notfälle verfügt Threehalves über mehrere Sicherheitsstufen. Bestimmte Verriegelungen und Drucksysteme können die Bewegungsfähigkeit der Maschine einschränken oder vollständig deaktivieren.
Zusätzlich nutzt der Roboter Druckluftbehälter im Rumpfbereich. Wird das System beschädigt oder gezielt entlüftet, verliert die Maschine den notwendigen Betriebsdruck und kommt zum Stillstand. Damit soll verhindert werden, dass ein Defekt zu unkontrollierten Bewegungen führt.
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Noch kein Termin für die Markteinführung
Aktuell befindet sich Threehalves in der Entwicklung. Wann der Roboter auf den Markt kommt, zu welchem Preis und für welche Anwendungsbereiche genau, ist derzeit noch unbekannt.