18. Mai 2026, 16:33 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Mit iOS 27 will Apple Siri grundlegend modernisieren und stärker als KI-Assistenten positionieren. Doch laut einem Bericht soll die neue Siri zunächst nur als Beta starten – ein Hinweis darauf, dass der Umbau noch nicht vollständig abgeschlossen ist.
Apple baut Siri komplett um
Siri gehört seit Jahren fest zum iPhone, wirkt im Alltag aber oft deutlich eingeschränkter als moderne KI-Chatbots. Einfache Aufgaben wie Timer, Wetterabfragen oder Erinnerungen funktionieren zwar zuverlässig, bei komplexeren Anfragen stößt Apples Sprachassistenz jedoch schnell an ihre Grenzen. Genau das soll sich mit iOS 27 ändern. Apple arbeitet offenbar an einer neuen Generation von Siri, die deutlich intelligenter reagieren und stärker wie ein KI-Assistent funktionieren soll.
Zum Start könnte die neue Siri allerdings noch unfertig wirken. Nach Informationen von Bloomberg plant Apple offenbar, die überarbeitete Version zunächst nur als Beta anzubieten. Der Konzern würde damit signalisieren, dass die neue Technik im Alltag weiter verbessert werden soll. Gleichzeitig verschafft sich Apple mehr Spielraum bei möglichen Fehlern oder ungenauen Antworten – ein wichtiger Punkt bei einer Funktion, die tief im iPhone-System verankert ist.
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KI-Siri soll deutlich mehr können
Apple geht beim Thema Künstliche Intelligenz ohnehin eher vorsichtig vor. Bereits bei den ersten Funktionen von Apple Intelligence kennzeichnete der Konzern zahlreiche Features zunächst als Beta. Bei Siri dürfte diese Zurückhaltung noch stärker ausfallen, weil die Sprachassistenz für viele Nutzerinnen und Nutzer deutlich wichtiger ist als einzelne KI-Extras.
Hinzu kommt offenbar ein technischer Kurswechsel: Für den KI-Unterbau der neuen Siri soll Apple laut Bericht teilweise auf Technologie von Google setzen. Das deutet darauf hin, dass Siri künftig nicht nur einzelne neue Funktionen erhält, sondern grundsätzlich auf einer moderneren KI-Basis arbeiten soll. Ziel ist offenbar ein Assistent, der natürlicher reagiert und komplexere Aufgaben besser versteht.
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Eigene Chat-App für Siri geplant
Der Bloomberg-Bericht nennt außerdem erste Details zur Bedienung. Demnach könnte Siri künftig stärker wie ein eigenständiger Chatbot auftreten. Geplant sei unter anderem eine App, in der Nutzer direkt mit Siri schreiben können. In den Einstellungen sollen sie außerdem festlegen können, ob ihre Chatverläufe nach 30 Tagen gelöscht oder dauerhaft gespeichert werden.
Apple dürfte damit erneut das Thema Datenschutz in den Mittelpunkt rücken. Der Konzern betont seit Jahren, dass Privatsphäre ein zentrales Verkaufsargument seiner Geräte sei. Offiziell vorstellen könnte Apple die neue Siri bereits am 8. Juni 2026 auf der Entwicklerkonferenz WWDC. Dort zeigt das Unternehmen traditionell die wichtigsten Software-Neuheiten für iPhone, iPad und Mac.