Alles aus dem Smartphone holen

Diese versteckten Android-Funktionen sollten Sie kennen

Galaxy S6 Edge
Ihr Android-Smartphone kann noch viel mehr, als Sie denken
Foto: Getty Images

Splitscreen, Einhand-Modus für die Tastatur und Nutzer wechseln – Android steckt voller Funktionen. TECHBOOK zeigt neun Funktionen, die Sie kennen sollten.

Mein Gerät finden

Das Android-Betriebssystem hat ein integriertes Framework, das dafür sorgt, dass Daten zwischen Ihren Android-Geräten synchronisiert werden. Dieses Framework ermöglicht es auch, dass Sie die Position Ihrer Geräte verfolgen können, etwa bei Verlust oder Diebstahl. Der „Mein Gerät finden“ Dienst ist sowohl auf dem Smartphone oder Tablet als auch auf dem PC über den Browser verfügbar. Man kann damit seine Android-Geräte verfolgen, anklingeln, sperren und den Speicher löschen. Das alles kann aus der Ferne gesteuert werden.

Immer alle Geräte im Blick behalten mit der „Mein Gerät finden“ App
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Um diese Funktionen auf dem Smartphone nutzen zu können, muss erst die „Mein Gerät finden“ App aus dem Google Play Store geladen werden. Den Link dazu finden Sie hier: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.apps.adm.

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Haben Sie Ihr Smartphone verloren oder wurde es gestohlen, können Sie auf einem anderen Android-Gerät oder über den Browser auf der „Mein Gerät finden“ Seite den Standort herausfinden.

  • Klingeln lassen: Das Smartphone klingelt für fünf Minuten, auch wenn es auf lautlos geschaltet ist.
  • Gerät sichern: Das Gerät wird gesperrt und Ihr Google-Konto ausgeloggt. Sie haben die Option, eine Telefonnummer auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen. Trotz Sperre kann das Gerät weiterhin geortet werden.
  • Daten auf Gerät löschen: Alle Inhalte auf dem Gerät werden gelöscht. Es kann danach nicht mehr geortet werden.

Sind Sie ein wahrer Android-Kenner?

Smart Lock

Mit den Smart-Lock-Einstellungen, die in den Sicherheitseinstellungen von Android versteckt sind, können Sie festlegen, wann das Smartphone automatisch entsperrt wird. Zum Beispiel können Sie das eigene Zuhause als vertrauenswürdigen Ort angeben, wodurch die Gerätesperre automatisch deaktiviert ist, sobald Sie ihre Wohnung betreten. Das bedeutet, dass nicht ständig das Passwort oder der Fingerabdruck zum Entsperren des Geräts erforderlich ist, ein einfaches Wischen über den Bildschirm genügt. Für diese Funktion ist die Ortung per GPS erforderlich.

Auch vertrauenswürdige Geräte können zum Deaktivieren der Smartphonesperre benutzt werden. Solange Ihr Smartphone mit einem als vertrauenswürdig abgespeicherten Bluetooth-Gerät verbunden ist, bleibt die Sperre inaktiv. Entfernen Sie das Smartphone von dem Gerät, wird die Sperre wieder aktiviert. Das funktioniert genau so auch mit der Bluetooth-fähigen Audioanlage im Auto.

Die Smart-Lock-Optionen sind praktisch, wenn man nicht immer das Smartphone umständlich entsperren will
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Praktisch ist auch die Trageerkennung, die ebenfalls als Smart Lock verwendet werden kann. Ist die Erkennung aktiviert, bleibt das Smartphone entsperrt, solange Sie sich in Bewegung befinden. Legen Sie es auf dem Schreibtisch ab, wird die Bildschirmsperre wieder eingeschaltet.

Der „Hey Google“ Sprachbefehl, mit dem der Google Assistant aufgerufen wird, ist auch zum Entsperren des Smartphones geeignet. Diese Option muss jedoch zusätzlich in den Google-Assistant-Einstellungen aktiviert werden. Danach entsperrt sich das Smartphone einfach automatisch, wenn Sie den Google Assistant per Sprachbefehl öffnen.

Die Smart-Lock-Optionen befinden sich unter: Einstellungen>Sicherheit>Smart Lock.

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Datenfressern einen Riegel vorschieben

Viele Android-Apps bleiben auch nach dem Verlassen im Hintergrund noch aktiv. Sie verbrauchen daher auch dann mobile Daten und Strom, wenn Sie gar nicht aktiv sind. Vor allem bei Verträgen mit niedrigem Datenvolumen kann das ein Problem sein.

Verbraucht eine App zu viele Daten, kann die Hintergrundnutzung deaktiviert werden
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Zum Glück bietet Android weitreichende Einstellungsmöglichkeiten, was die Hintergrundaktivität angeht. Um zu sehen, welche App wie viel Datenvolumen im Hintergrund verbraucht, öffnen Sie die Datennutzungs-Übersicht und tippen Sie auf eine der angezeigten Apps. In der Übersicht wird Ihnen dann genau angezeigt, wie viel Datenvolumen die App insgesamt, im Vordergrund und im Hintergrund verbraucht hat. Direkt darunter ist eine Liste mit den App-Einstellungen. Hier können Sie einfach die Hintergrunddaten für die einzelne App deaktivieren, andere Apps bleiben davon unberührt. Aber Vorsicht, einige Apps funktionieren nicht mehr richtig, wenn Hintergrunddaten deaktiviert werden. Zum Beispiel können E-Mail-Apps wie etwa Gmail sowie WhatsApp und andere Messenger keine Nachrichten mehr empfangen, wenn sie nicht gerade geöffnet sind.

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Nur eine einzige App anzeigen

Wie iPhones haben auch Android-Smartphones die Möglichkeit, einzelne Apps auf dem Bildschirm zu fixieren. Das bedeutet, dass nur diese eine Apps angezeigt wird und keine anderen Funktionen zur Verfügung stehen. Die App kann weder geschlossen noch kann eine andere App geöffnet werden. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn man einem Kind das Smartphone zum Spielen geben möchte, aber verhindern will, dass es damit irgendetwas anderes macht.

Die Bildschirmfixierung muss unter Einstellungen>Sicherheit>Bildschirmfixierung aktiviert werden. Sie können außerdem einstellen, dass beim Beenden der Fixierung die PIN abgefragt werden soll. So können Sie sichergehen, dass Ihr Gerät für nichts anderes als eine bestimmte Apps benutzt wird. Die Bildschirmfixierungsoption ist nur verfügbar, wenn eine Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand vorhanden ist, da diese zum Freigeben der Sperre benötigt wird. Wer sein Smartphone als nur per Wischgesten bedient, muss erst die Navigationsleiste wieder aktivieren, sonst bleibt die Option ausgegraut.

Aus einer gepinnten App kommt man nicht ohne Weiteres wieder raus
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Ist die Bildschirmfixierung in den Einstellungen aktiviert worden, öffnen Sie die Übersicht über die zuletzt geöffneten Apps und tippen Sie auf der App, die Sie fixieren wollen, auf das Pin-Icon, das meist die Form einer Reißzwecke hat. Bei manchen Geräten ist das Icon in einem Untermenü versteckt, das über die drei vertikalen Punkte erreichbar ist.

Bildschirm zweiteilen

Mit der Splitscreen-Funktion können zwei Apps nebeneinander geöffnet werden, wie es zum Beispiel auf dem Apple iPad möglich ist. Android-Smartphones unterstützen diese Funktion standardmäßig ab Android-Version 7 (Nougat). Gerade auf neueren Geräten, die sehr langgezogene Bildschirme im 18:9-Format haben, kann es sehr praktisch sein, zwei Apps zu öffnen. So kann man nicht nur gleichzeitig chatten und einen Wikipedia-Artikel oder die News lesen. Die Funktion ist auch ein praktischer Trick, um die Youtube-Einschränkung zu umgehen, dass die Wiedergabe gestoppt wird, sobald man das Youtube-Fenster schließt. Einfach Youtube an die obere Bildschirmhälfte heften und den Trenn-Slider ganz nach oben schieben. So kann man gleichzeitig Musik hören und im Internet Browsen.

Die Splitscreen-Implementierung ist auf fast allen Android-Smartphones unterschiedlich. Zuerst müssen Sie in der Übersicht über die zuletzt geöffneten Apps die App suchen, die Sie in der geteilten Ansicht nach oben stellen wollen. Klicken Sie nun auf das „Bildschirm teilen“ Symbol, das meist die Form von zwei übereinander liegenden Balken hat. Oft ist das Symbol in einem Untermenü versteckt, das Sie über die drei vertikalen Punkte öffnen.

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Nutzer wechseln

Ähnlich wie auf einem Windows-PC können auch auf Android-Smartphones mehrere Nutzerkonten eingerichtet werden. Obendrein hat Android einen eingebauten Gastmodus. Praktisch, wenn Sie Ihr Smartphone mal jemand anderem geben wollen, ohne dass später irgendwelche dubiosen Apps darauf installiert sind.

So sieht die Nutzerübersicht von Android aus
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Sie können einen neuen Nutzer einrichten oder das Gastkonto öffnen, indem Sie die Benachrichtigungsleiste so weit nach unten ziehen, dass die Schnellzugriffsübersicht angezeigt wird. Klicken Sie auf das Porträtsymbol, das entweder am oberen oder unteren rechten Rand zu finden ist. Wird ein neuer Nutzer angelegt, ist es so, als würde ein neues Gerät eingerichtet werden. Der neue Nutzer kann sich mit der eigenen E-Mail-Adresse anmelden und komplett andere Einstellungen als der Hauptnutzer haben. Die installierten Apps sind untereinander nicht geteilt, dass heißt, jeder Nutzer sieht nur seine eigenen installierten Apps. Das Gleiche gilt für den Smartphone-Speicher.

Gelöschte Benachrichtigungen wieder finden

Versehentlich eine Mitteilung aus der Benachrichtigungsleiste entfernt, die Sie jetzt nicht mehr finden? Kein Problem, denn Android führt Protokoll darüber, welche Nachrichten schon einmal über die Leiste gelaufen sind. Der einfachste Weg, sich die Benachrichtigungsliste anzuschauen, ist tatsächlich über ein Widget.

Nachricht weg? Kein Problem, im Benachrichtigungsprotokoll ist sie sicher noch.
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Drücken Sie für ein paar Sekunden auf eine beliebige freie Stelle auf dem Home Screen und wählen Sie Widgets aus. Scrollen Sie nach unten, bis Sie zu dem Widget „Einstellungen“ gelangen. Drücken und halten Sie und ziehen Sie das Widget auf den Home Screen, um es dort zu platzieren. Nun öffnet sich automatisch eine Übersicht über die Einstellungen, die direkt über das Widget geöffnet werden können. Wählen Sie die Option „Benachrichtigungsprotokoll“. Das Protokoll kann nun mit einem Tipp auf das Schnellstartsymbol geöffnet werden.

Benachrichtigungen priorisieren

Android bietet umfassende Einstellungsmöglichkeiten für Benachrichtigungen
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Ab Android-Version 8 (Oreo) gibt es eine praktische Funktion, die zwischen verschiedenen Benachrichtigungskanälen einer App unterscheidet. So wird etwa bei WhatsApp zwischen Gruppenbenachrichtigungen, Einzelbenachrichtigungen, App-Hinweisen, Fehlermeldungen, etc. unterschieden. Der Benutzer kann also darüber entscheiden, wie und ob er informiert werden will. So können sich bestimmte Benachrichtigungstypen entweder mit Ton und Pop-Up ankündigen, nur per Ton signalisieren oder sie können sogar komplett geblockt werden.

Android schneller machen (Entwickleroptionen)

Anders als iPhones geben Android-Smartphones dem Nutzer weitreichende Zugriffsrechte auf die Smartphone-Einstellungen. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, kann zudem die Entwickleroptionen freischalten, die noch mehr Einstellungsmöglichkeiten bereitstellen. In den Entwickleroptionen kann zum Beispiel die Dauer von System-Animationen verkürzt oder gänzlich deaktiviert werden, wodurch die Bedienung deutlich schneller wirkt. Auch kann bei besonders langsamen Android-Smartphones das Hintergrundprozesslimit reduziert werden, um die Leistung zu verbessern.

So aktiviert man die geheimen Entwickleroptionen bei Android

Wie Sie in die Entwickleroptionen gelangen und Ihrem Android-Smartphone einen Speed-Boost verpassen, erfahren Sie hier: Diese geheime Einstellung macht Android-Smartphones schneller.