25. September 2026, 8:57 Uhr |
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Mit dem „Muse Charm“ bringt Meta einen digitalen Begleiter auf den Markt, der künstliche Intelligenz in ein handliches Format packt. Das Konzept erinnert an das Tamagotchi, soll aber deutlich mehr können als ein virtuelles Haustier.
Ein KI-Charakter statt eines virtuellen Haustiers
Auf der Entwicklerkonferenz Connect hat Meta den „Muse Charm“ vorgestellt, ein kleines Gerät mit eigenem Bildschirm und integrierter KI. Im Mittelpunkt steht die digitale Figur „Muse“, die dauerhaft auf dem OLED-Touchscreen präsent ist und als persönlicher Begleiter fungieren soll.
Nutzer können die virtuelle Figur nach ihren Vorstellungen gestalten und verschiedene Merkmale wie Aussehen, Kleidung oder Stimme verändern. Das Gerät lässt sich am Handgelenk, an einer Tasche oder einfach in der Hosentasche tragen. Meta ordnet den „Muse Charm“ nicht den klassischen Wearables zu, sondern spricht von einem sogenannten „Holdable“ – einem Produkt, das bewusst immer wieder in die Hand genommen wird, um mit der KI zu kommunizieren. Eine besondere Funktion: Treffen zwei Besitzer des Geräts aufeinander, können ihre digitalen Charaktere miteinander in Kontakt treten und interagieren.
Obwohl der „Muse Charm“ nur wenig Platz benötigt, integriert Meta zahlreiche Funktionen. Zur Ausstattung gehören ein 5G-Modem, Kameras auf Vorder- und Rückseite, Mikrofone, Lautsprecher, ein USB-C-Anschluss sowie ein Fingerabdrucksensor. Die permanente Mobilfunkverbindung soll sicherstellen, dass die KI auch ohne WLAN jederzeit erreichbar bleibt.
Die Kameras dienen dabei nicht nur zur Aufnahme von Fotos und Videos. Sie liefern der KI Informationen über die Umgebung, damit „Muse“ Gegenstände identifizieren, Situationen einordnen und passende Hinweise geben kann. Telefonieren ist mit dem Gerät nicht möglich. Für die Inbetriebnahme benötigen Nutzer jedoch ein Android-Smartphone oder iPhone, über das die Einrichtung erfolgt und die Synchronisation mit der Muse-App läuft.
Vom Konzept zur Marktreife in Rekordzeit
Nach Angaben von Meta war der Marktstart ursprünglich erst für 2027 vorgesehen. Konzernchef Mark Zuckerberg soll jedoch auf eine deutlich schnellere Umsetzung gedrängt haben. Dadurch entstand das Produkt innerhalb von rund neun Monaten und erreichte wesentlich früher als geplant die Serienreife.
Unterstützung erhielt das Projekt von den ehemaligen Apple-Designern Alan Dye und Billy Sorrentino, die Ende 2025 zu Meta wechselten. Sie wirkten sowohl am Hardware-Design als auch an der Entwicklung der virtuellen Figur mit. Einen Verkaufspreis hat Meta bislang nicht genannt. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sich der „Muse Charm“ preislich in einer ähnlichen Größenordnung wie aktuelle Smartwatches bewegen wird.
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