Leak enthüllt Metas ambitionierte Pläne für KI-Brillen und -Anhänger
Neben neuen Smart Glasses testet Meta offenbar auch einen KI-Anhänger mit integrierter Kamera Foto: AFP via Getty Images
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Sandra Bültermann
7. Juni 2026, 8:03 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Meta will seine Aktivitäten rund um künstliche Intelligenz und Wearables deutlich ausbauen. Nach den ersten KI-Brillen arbeitet der Konzern offenbar bereits an weiteren Geräten. Ein geleaktes internes Memo deutet darauf hin, dass die Produktstrategie künftig deutlich breiter aufgestellt sein soll. Neben neuer Hardware spielen dabei auch kostenpflichtige KI-Dienste eine wichtige Rolle.
Fokus auf neue KI-Brillen
Laut dem Memo, über das „The Information“ berichtet, plant Meta für die kommenden Jahre mehrere neue Brillenmodelle. Bereits im Juni 2026 soll demnach die KI-Brille mit dem Codenamen „Modelo“ erscheinen. Im Herbst könnten mit „Luna“ und „RBM2 Refresh“ zwei weitere Varianten folgen. Für das Jahresende ist offenbar außerdem das Modell „Mojito VIP“ vorgesehen.
Zusätzlich testet Meta weitere Prototypen. Dazu zählen die Geräte „Artemis“ und „SSG“. „Artemis“ wird als möglicher Kandidat für die erste echte AR-Brille des Unternehmens gehandelt. Das Modell „SSG“ soll die Umgebung dauerhaft erfassen und analysieren können. Außerdem ist laut Bericht eine eingeschränkte Form der Gesichtserkennung vorgesehen.
KI-Anhänger befindet sich in Entwicklung
Nicht nur bei Brillen arbeitet Meta an neuen Produkten. Dem Bericht zufolge befindet sich auch ein KI-Anhänger in internen Tests. Eine Vorstellung des Geräts könnte bereits 2027 erfolgen.
Bislang sind nur wenige Informationen bekannt. Hinweise gibt es lediglich auf eine integrierte Kamera. Weitere Details zu Technik oder Design wurden nicht genannt. Interessant ist dabei die Vorgeschichte: Meta übernahm bereits 2025 das Start-up Limitless, das ebenfalls an einem KI-Anhänger gearbeitet hatte. Möglicherweise fließt dieses Know-how nun in das aktuelle Projekt ein.
Hinter den Plänen steckt offenbar auch wirtschaftlicher Druck. Die Meta-Sparte Reality Labs, die unter anderem für Smart Glasses, VR-Headsets und die zugehörige Software verantwortlich ist, verzeichnet seit Jahren Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe.
Trotz hoher Investitionen konnte das Unternehmen im Markt für VR-Geräte und Wearables bislang keinen entscheidenden Durchbruch erzielen. Deshalb richtet Meta seine Strategie neu aus. KI-Brillen sollen künftig eine zentrale Rolle als Plattform für KI-Assistenten übernehmen.
Für die zweite Jahreshälfte hat sich der Konzern ehrgeizige Ziele gesetzt. Laut dem internen Memo sollen rund zehn Millionen Geräte verkauft werden. Im Vorjahr lagen die Verkäufe von KI-Brillen insgesamt bei etwa sieben Millionen Stück. Das Wachstum soll durch zusätzliche Modelle und neue Märkte erreicht werden.
Meta setzt auf KI-Abonnements
Neben dem Hardwaregeschäft möchte Meta künftig stärker mit Software Geld verdienen. Dabei spielen kostenpflichtige KI-Angebote eine wichtige Rolle.
In dem Memo schreibt Alex Himel, Metas Vice President of Wearables: „Um ein nachhaltiges Geschäft aufzubauen, das nicht allein von Hardwaremargen abhängt, müssen wir die Softwaredienste monetarisieren, die unsere Geräte von der Konkurrenz abheben.“
Der Konzern setzt darauf, dass mehr Nutzer die eigenen KI-Modelle verwenden und regelmäßig für entsprechende Dienste bezahlen. Bis zum Jahresende strebt Meta laut dem Schreiben 6,8 Millionen monatlich aktive Nutzer seiner Wearables an.
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