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IFA, Apple, Warntag, ...

Diese Neuerungen für Verbraucher treten im September in Kraft

Neben Messen und dem Apple-Event gibt es im September 2025 auch einige neue Regeln für Verbraucher
Neben Messen und dem Apple-Event gibt es im September 2025 auch einige neue Regeln für Verbraucher Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

28. August 2025, 15:44 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Der September bringt zahlreiche Neuerungen für Verbraucher, aber auch Messen und Veranstaltungen. Viele Übergangsfristen laufen ab, neue Vorschriften treten in Kraft und Preise steigen. Ein Überblick über alle relevanten Änderungen ab September 2025.

Mit dem Ende der Sommerpause im Bundestag startet auch ein Monat voller gesetzlicher Anpassungen und technischer Neuerungen. Besonders im Gesundheitsbereich stehen wichtige Fristen an. So wird etwa die elektronische Patientenakte für Ärzte verpflichtend, ebenso endet das Wärmepumpenprivileg. Auch im digitalen Alltag tut sich viel – von neuen Datenschutzregeln über Microsofts Vertragsänderungen bis hin zu Preiserhöhungen bei Spotify. Der bundesweite Warntag wird am 11. September ebenfalls wieder durchgeführt und soll die Bevölkerung auf Ernstfälle vorbereiten.

Telekom stellt Voicemail-Dienst ein

Die Deutsche Telekom stellt ihre Voicemail-App für iOS-Geräte ab September 2025 ersatzlos ein und verweist Verbraucher auf Apples integrierte Visual-Voicemail-Funktion. Während Android-Kunden die App mindestens bis Ende 2026 weiter nutzen können, verlieren iPhone-Nutzer gewohnte Funktionen wie das Weiterleiten oder gezielte Abhören von Nachrichten. In Foren stößt die Entscheidung auf Kritik, da die Apple-Lösung weniger Komfort bietet und auch Zusatzfunktionen für Festnetzkunden wegfallen. Bereits installierte iOS-Versionen bleiben vorerst nutzbar, ein Enddatum ist jedoch offen.

IFA in Berlin

Die IFA 2025 in Berlin öffnet Anfang September ihre Tore und präsentiert erneut Neuheiten aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Smart Home, Telekommunikation und Haushaltsgeräte. Hersteller aus aller Welt nutzen die Messe, um ihre Innovationen erstmals einem breiten Publikum vorzustellen – von KI-gestützten Fernsehern über vernetzte Haushaltsgeräte bis hin zu neuen Wearables. Neben großen Konzernen wie Samsung, LG oder Sony zeigen auch zahlreiche Start-ups ihre Entwicklungen. Damit bleibt die IFA eines der wichtigsten Schaufenster für technologische Trends in Europa, bei dem TECHBOOK wie immer live vor Ort unterwegs ist.

Neue iPhones kommen

Apple hat offiziell für den 9. September 2025 um 19 Uhr sein großes Jahres-Event im Apple Park angekündigt. Erwartet wird die Vorstellung der neuen iPhone-17-Reihe, darunter das besonders schlanke iPhone 17 Air, das die Plus-Serie ablöst. Während die Standardmodelle leicht wachsen, sollen die Pro-Versionen ein neues Unibody-Aluminiumgehäuse und größere Akkus erhalten. Zudem wird mit einer flacheren Apple Watch 11 mit neuen Gesundheitsfunktionen und einer Ultra 3 mit Satelliten-Notruf gerechnet. Auch die AirPods Pro 3 könnten erscheinen – ausgestattet mit Sensoren zur Messung von Herzfrequenz und Körpertemperatur.

Lesen Sie auch: Apple kündigt iPhone-Event für 9. September an – das erwarten wir

Bundesweiter Warntag am 11. September

Am 11. September um 11 Uhr ertönt bundesweit eine Probewarnung auf Smartphones, im Radio und Fernsehen. Ziel ist es, die Warninfrastruktur für den Ernstfall zu testen. Bereits 68 Millionen Mobilfunkgeräte könnten die Nachricht empfangen. Eine Entwarnung folgt gegen 11:45 Uhr. Der Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt.

Data Act bringt mehr Kontrolle über Gerätedaten

Ab dem 12. September 2025 tritt der EU-Data-Act verbindlich in Kraft, durch den Verbraucher umfassende Rechte beim Zugriff auf Daten von vernetzten Geräten erhalten. Dazu zählen etwa Smart-TVs, Haushaltsgeräte oder Fitnesstracker. Die Nutzung und Weitergabe dieser Daten darf nur nach Zustimmung erfolgen. Hersteller müssen zudem transparent machen, welche Daten erfasst werden. Noch offen ist das nationale Durchführungsgesetz, das unter anderem die zuständigen Behörden regeln soll.

Microsoft aktualisiert Nutzungsbedingungen

Zum 30. September 2025 ändern sich die Nutzungsbedingungen der Microsoft-Dienste für alle Verbraucher. Betroffen sind unter anderem Exportmöglichkeiten persönlicher Daten, die Verwendung von KI-Diensten und das Microsoft Rewards Programm. Die neuen Regelungen sollen mehr Transparenz für Nutzer schaffen.

AOL stellt Internet-Dienst ein

AOL beendet zum 30. September 2025 nach 34 Jahren seinen Dial-up-Internetzugang und stellt damit eine der ältesten Online-Technologien endgültig ein. Der Dienst, seit 1991 verfügbar und einst Synonym für den Massenstart ins World Wide Web, wird samt Dialer-Software und AOL Shield-Browser eingestellt. Während Dial-up in Europa längst keine Rolle mehr spielt, nutzten in den USA zuletzt noch Hunderttausende die Einwahltechnik. Mit dem Aus läuft nun auch in diesen Regionen eine Ära ab, auch wenn die Technologie teils noch als Notlösung oder in abgelegenen Gebieten diente.

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Elektronische Patientenakte wird für Ärzte Pflicht

Ab dem 1. Oktober 2025 müssen Ärzte und weitere Leistungserbringer die elektronische Patientenakte (ePA) verpflichtend nutzen. Die bis dahin geltende Übergangsfrist endet am 30. September. Alle medizinischen Informationen wie Diagnosen, Behandlungen oder Medikationen müssen digital hinterlegt und zentral zugänglich gemacht werden. Versicherte behalten weiterhin die Kontrolle über ihre Daten – Zugriff erhalten Ärzte nur nach Zustimmung über die elektronische Gesundheitskarte oder die ePA-App.

Verbrauchsabrechnung bei Wärmepumpen wird Pflicht

Bis zum 30. September müssen zudem zentrale Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern mit geeigneten Zählern zur Erfassung von Strom und Warmwasser ausgestattet sein. Das sogenannte Wärmepumpenprivileg entfällt. Ab Oktober gilt: Eine pauschale Abrechnung ist nicht mehr zulässig, der Verbrauch muss individuell berechnet werden.

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