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Diese Neuerungen für Verbraucher treten ab Oktober in Kraft

Auf Verbraucher kommen im Oktober einige Neuerungen zu
Auf Verbraucher kommen im Oktober einige Neuerungen zu Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

26. September 2025, 13:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Im Oktober 2025 ändern sich zahlreiche Vorschriften: Banken, Vermieter, Arztpraxen und Software-Nutzer stehen vor neuen Pflichten. TECHBOOK fasst zusammen, was ab Oktober für Verbraucher wichtig wird.

Es ist Herbst und somit das Jahresende eingeläutet. In den kommenden Wochen und Monaten treten zahlreiche neue Regeln und Gesetze in Kraft, über die wir zum Teil bereits berichtet haben und die Verbraucher im Alltag unmittelbar betreffen. So werden ab Oktober unter anderem Überweisungen in Echtzeit zur Pflicht, das Ende pauschaler Heizkostenabrechnungen bringt Änderungen für Mieter, und Ärzte müssen Diagnosen künftig digital dokumentieren. Auch für Windows-10-Nutzer läuft eine wichtige Frist ab.

Neue Regelung bei Heizkostenabrechnung

Die Möglichkeit, Heizkosten zentraler Wärmepumpen pauschal auf Mieter umzulegen, endet zum 30. September 2025. Ab Oktober gilt somit für Verbraucher: Jede Wohneinheit in Mehrfamilienhäusern mit zentraler Wärmepumpe muss mit Mess- und Zählertechnik ausgestattet sein. Nur so ist eine rechtssichere, verbrauchsabhängige Abrechnung möglich. Ohne entsprechende Erfassung dürfen Nutzer ihren Anteil um 15 Prozent kürzen. Die Regelung betrifft ausschließlich zentrale Anlagen; Einfamilienhäuser und dezentrale Heizsysteme sind davon ausgenommen.

ePA-Pflicht tritt in Kraft

Bei der Gesundheitsversorgung gibt es neue digitale Vorgaben: Ab dem 1. Oktober 2025 sind Ärzte gesetzlich verpflichtet, die elektronische Patientenakte (ePA) aktiv zu nutzen. Diagnosen, Therapien und verschriebene Medikamente müssen digital dokumentiert und zentral gespeichert werden. Für gesetzlich Versicherte bleibt die Nutzung der ePA weiterhin freiwillig – sie können der Einrichtung aktiv widersprechen oder den Zugang nachträglich sperren lassen. Ohne Einlesen der Gesundheitskarte ist kein Zugriff möglich.

Lesen Sie auch: Diese Neuerungen für Verbraucher traten im September in Kraft

Disney+ wird erneut teurer

Disney+ erhöht erneut die Preise – sowohl in den USA als auch in Deutschland. In den Vereinigten Staaten steigen die Tarife ab dem 21. Oktober 2025, unter anderem auf 11,99 US-Dollar pro Monat für die werbefinanzierte Version und 18,99 US-Dollar für Disney+ Premium. Auch Hulu und ESPN Select werden dort teurer, ebenso Kombi-Pakete mit Diensten wie HBO Max.

Für Deutschland bestätigte Disney die Preiserhöhung auf TECHBOOK-Nachfrage bereits ab dem 1. Oktober 2025, und damit sogar früher als in den USA. Neukunden zahlen dann 6,99 Euro für das Abo mit Werbung, 10,99 Euro für das Standard-Abo ohne Werbung und 15,99 Euro für Premium. Wer noch vor dem 27. September 2025 ein Abo abschließt, kann sich die aktuellen günstigeren Preise für die Laufzeit sichern.

Echtzeitüberweisungen und IBAN-Prüfung

Ab dem 9. Oktober 2025 müssen alle Banken Verbrauchern im Euroraum Echtzeitüberweisungen ohne Zusatzkosten anbieten, TECHBOOK berichtete. Diese sogenannten „Instant Payments“ sorgen dafür, dass Geldbeträge innerhalb von zehn Sekunden auf dem Empfängerkonto ankommen – unabhängig von Tageszeit oder Wochentag.

Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist der verpflichtende IBAN-Name-Abgleich. Dabei wird automatisch überprüft, ob der eingegebene Name zum angegebenen Konto passt. Eine farbige Ampel zeigt das Ergebnis: Grün steht für Übereinstimmung, Gelb für plausible Abweichungen, Rot für klare Fehler – bei Letzterem sollte die Überweisung geprüft werden.

Ende für Outlook Lite

Microsoft stellt den E-Mail-Client Outlook Lite für Android ein, der seit seinem Start im Juli 2022 vor allem auf günstigen Smartphones mit wenig Speicher und schwacher Leistung beliebt war. Trotz über zehn Millionen Downloads und Vorteilen wie schneller Ladezeit, geringem Akkuverbrauch und optimierter Performance wird die App ab dem 6. Oktober 2025 für Verbraucher nicht mehr im Google Play Store verfügbar sein.

Nutzer mit bestehender Installation können Outlook Lite zwar vorerst weiter verwenden, ein endgültiges Abschaltdatum steht jedoch noch aus. Microsoft nennt keine Gründe für das Aus und verweist indirekt auf den Umstieg zur regulären Outlook-App, die mehr Speicher und Energie benötigt, dafür aber zusätzliche Funktionen wie Kalenderintegration bietet.

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Fristende für Windows 10

Technisch endet im Oktober eine Ära. Microsoft stellt zum 14. Oktober 2025 den Support für Windows 10 ein. Das bedeutet das Ende von Sicherheitsupdates und technischen Weiterentwicklungen. Wer weiterhin mit dem veralteten System arbeitet, muss mit Risiken bei Datenschutz, Kompatibilität und Funktionalität rechnen – besonders in Bereichen wie Gaming, wo Plattformen wie Steam bereits erste Einschränkungen ankündigen.

Zeitumstellung

Wie jedes Jahr wird in der Nacht zum letzten Sonntag im Oktober die Uhrzeit umgestellt. Am 26. Oktober 2025 endet um 3 Uhr die Sommerzeit und Verbraucher müssen die Uhren auf 2 Uhr zurückstellen.

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