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Neues Feature

Was kann die „Dynamic Island”-Funktion beim iPhone 14 Pro?

„Dynamic Island“ versteckt einerseits Kamera und FaceID und zeigt zudem nützliche Informationen – ohne von der gerade geöffneten App abzulenken.
„Dynamic Island“ versteckt einerseits Kamera und FaceID und zeigt zudem nützliche Informationen – ohne von der gerade geöffneten App abzulenken.Foto: TECHBOOK via Apple.com

Bereits im Vorfeld des September-Events deutete alles darauf hin, dass das iPhone 14 Pro keine Notch mehr haben würde. Stattdessen setzt Apple nun auf eine „Pille“, in der Kamera und FaceID-Sensorik verbaut sind und gibt dem Ganzen einen Namen: „Dynamic Island“.

Jahrelang hat Apple kaum ein Wort über die kleine Einbuchtung am oberen Bildschirmrand verloren. Immerhin ist die Notch, in der wichtige Hardware wie Kamera sowie FaceID- und weitere Sensoren sitzen, im iPhone 13 um 20 Prozent verkleinert. Doch mit dem iPhone 14 Pro und dem 14 Pro Max geht Apple einen gänzlich neuen Weg und stellt „Dynamic Island“ in den Mittelpunkt. Was das neue iPhone-Feature kann und wie es funktioniert, verrät TECHBOOK.

iPhone-Pille

Apple hat die Größe der Selfie-Kamera und FaceID-Sensoren um 30 Prozent eingeschrumpft. Die Technik ist nun in einer Pille am oberen Bildschirmrand angeordnet. Die Pillenform ist jedoch nur ein Softwaretrick. Denn eigentlich sitzen hier FaceID und Kamera nebeneinander – dazwischen sind tatsächlich Bildschirmpixel. Diese sind jedoch einfach schwarz, sodass es aussieht, als handele es sich sich um eine zusammenhängende Fläche:

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Android-Hersteller sind schon vor Jahren auf kleinere Kamera-Notches umgestiegen. Viele Smartphones haben lediglich eine kreisrunde Aussparung im Display für die Selfie-Kamera. Annäherungs- und Lichtsensoren sind dabei im Bildschirmrand oder sogar unter dem Bildschirm versteckt. Der neueste Trend in der Android-Welt ist, auch die Selfie-Kamera unter dem Display zu verbauen. Diese Technologie ist aber noch in den Kinderschuhen und von schlechterer Bildqualität geplagt.

Keiner der Android-Hersteller ist bislang jedoch auf die Idee gekommen, einen unvermeidlichen Störfaktor – und das ist eine Notch nunmal – in die Bedienung des Smartphones zu integrieren. Das iPhone 14 Pro ist das erste, in dem die Notch nicht nur etwas von der Nutzeroberfläche wegnimmt. Die Pille fügt stattdessen neue Funktionalität hinzu.

„Dynamic Island“ macht die Pille smart

Apple ist sich sicher, dass die neue Pille ein Hit wird. Das lässt sich daran erkennen, dass sie einen eigenen Namen hat: „Dynamic Island“. Wie der Name schon sagt, ist die Pille mehr als nur eine statische Fläche. Apps, die „Dynamic Island“ unterstützen, wandern beim Schließen nach oben in die Pille. Je nachdem, welche Funktion die App hat, vergrößert sich die Fläche von „Dynamic Island“. So erscheinen dort etwa Album-Covers von Apple Music und Navigation von Apple Maps – selbst wenn diese Apps im Hintergrund laufen. Wie genau das aussieht, können Sie in Apples Ankündigungsvideo auf YouTube sehen:

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Mini-Multitasking

„Dynamic Island“ wird dadurch praktisch zu einem kleinen Multitasking-Schnellzugriff. Denn hält man die kleine Fläche gedrückt, vergrößert sie sich, um mehr Details und Steuerelemente anzuzeigen. Für Maps erscheinen etwa detaillierte Anweisungen wie der Spurassistent und für Music die Wiedergabesteuerung. Ein einfaches Tippen auf die Pille hingegen öffnet direkt die jeweilige App. Die zuletzt geöffnete App nimmt dabei den größten Teil der Pille ein. Weitere Apps im Hintergrund erscheinen daneben in einem Kreis.

So sieht es aus, wenn sich die „Dynamic Island“-Fläche vergrößert, um Steuerelemente anzuzeigen.
So sieht es aus, wenn sich die „Dynamic Island“-Fläche vergrößert, um Steuerelemente anzuzeigen.Foto: TECHBOOK via Apple.com

Weitere Funktionen von „Dynamic Island“

Auch Benachrichtigungen und kontextbasierte Informationen zeigt „Dynamic Island“ an. Etwa wenn man den Stummschalter umlegt, erscheint eine kleine Animation direkt in der Pille, anstatt wie bisher als freies Fenster auf dem Bildschirm. Auch die Animationen beim Entsperren per FaceID, beim Verbinden mit AirPods, beim Anstecken eines Ladegeräts und beim Start des Fokusmodus wandern dorthin.

In bestimmten Apps schaltet sich „Dynamic Island“ aus und es bleibt lediglich die eigentliche Pille mit Kamera und FaceID sichtbar. Das passiert beispielsweise bei der Videowiedergabe und in Mobile Games. In diesen Situationen reagiert die Fläche selbst beim Antippen nicht.

Welche Apps unterstützen „Dynamic Island“?

Zum Start sind die meisten vorinstallierten Apps auf dem iPhone 14 Pro für „Dynamic Island“ optimiert. Dazu zählen etwa Music, Maps, Timer und Wecker, FaceTime und Anrufe sowie Sprachmemos. Aber auch Drittentwickler können ihre Apps entsprechend anpassen, da Apple die Programmier-Schnittstelle geöffnet hat.

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