Bitte nicht nachmachen! Dieser Handy-Trick kann teuer werden
Die schnelle Abkühlung im Kühlschrank kann Feuchtigkeit im Inneren eines Smartphones begünstigen Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski
14. August 2026, 16:33 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Steigen die Temperaturen auf 30 Grad oder mehr, geraten auch Smartphones an ihre Grenzen. Im Auto, am Strand oder während der Navigation in der Sonne können Geräte so heiß werden, dass sie Funktionen einschränken oder Warnmeldungen anzeigen. Genau für solche Situationen verbreitet sich auf TikTok derzeit ein vermeintlich einfacher Trick. Nutzer empfehlen, ein überhitztes Smartphone kurz in den Kühlschrank oder sogar ins Gefrierfach zu legen. Die schnelle Abkühlung klingt zwar praktisch, Fachleute warnen jedoch vor möglichen Schäden.
Nicht nur hohe Temperaturen können einem Smartphone zusetzen. Auch eine sehr schnelle Abkühlung kann problematisch werden. Wird ein warmes Smartphone in den Kühlschrank gelegt und später wieder herausgenommen, bildet sich Feuchtigkeit. Dabei kühlt zunächst die warme Luft im Inneren ab. Kommt das kalte Smartphone später wieder mit warmer Umgebungsluft in Kontakt, kann sich zusätzlich Kondenswasser bilden.
Kondenswasser kann Bauteile beschädigen
Wie schnell Feuchtigkeit entsteht, zeigt sich bei kalten Flaschen, die in warmer Luft innerhalb kurzer Zeit beschlagen. Im Inneren eines Smartphones kann Kondenswasser jedoch deutlich schwerwiegendere Folgen haben. Es kann Kurzschlüsse auslösen oder Bauteile durch Korrosion dauerhaft beschädigen.
Auch wasserdichte Geräte sind davor nicht automatisch geschützt. Die Abdichtung hilft nicht gegen Feuchtigkeit, die sich innerhalb des Geräts bildet. Zusätzlich belastet der plötzliche Temperaturwechsel weitere Komponenten. Im ungünstigsten Fall beschädigt der Temperaturschock den Bildschirm oder die Abdichtung verliert ihre Schutzfunktion.
Laut einem Bericht der „BBC“ zeigen sich die Folgen dieses Kühltricks bereits in zentralen Reparaturwerkstätten in Großbritannien. Dort liefern örtliche Reparaturläden inzwischen zahlreiche Smartphones und Tablets mit Feuchtigkeitsschäden ein, nachdem Nutzer die Geräte zuvor im Kühlschrank oder Gefrierfach gekühlt hatten.
Der Bericht nennt außerdem einen besonders schweren Vorfall. Während einer Hitzewelle explodierte in einem Betrieb ein eingeliefertes iPad. Der Akku des Geräts hatte sich zuvor aufgebläht.
So kühlt das Smartphone sicher ab
Wird das Smartphone zu heiß, soll es zunächst aus der direkten Sonne genommen werden. Zudem empfehlen Hersteller wie Apple und Google, das Gerät vorübergehend nicht weiter zu nutzen und geöffnete Apps zu schließen.
Außerdem sollte das Smartphone vom Ladekabel getrennt werden. Anschließend kann es an einem schattigen und gut belüfteten Ort langsam abkühlen. Sinnvoll ist es dabei, die Schutzhülle zu entfernen, damit die Wärme leichter entweichen kann. Auf eine schnelle Abkühlung im Kühlschrank oder Gefrierfach sollten Nutzer dagegen verzichten.
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