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Der TECHBOOK-Test

Handy im Gefrierfach abkühlen? Das passiert wirklich mit einem iPhone

iPhone 7 mit Kühlpacks aus dem Gefrierfach
Das iPhone 7 inmitten von eiskalten Kühlpacks Foto: TECHBOOK
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Adrian Mühlroth
Redakteur

26. Juni 2026, 10:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn das Thermometer im Sommer auf über 30 Grad klettert, geraten auch Smartphones schnell an ihre Temperaturgrenzen. Kein Wunder also, dass manche auf die Idee kommen, ihr Handy im Kühl- oder sogar Gefrierfach herunterzukühlen. Doch hält ein iPhone das überhaupt aus? Apple nennt zwar eine Lagertemperatur von bis zu -20 Grad, macht jedoch keine Angaben dazu, wie lange das Gerät bei diesen Temperaturen gelagert werden kann. Das wollten wir genauer wissen.

Dass niedrige Temperaturen Smartphones zusetzen können, zeigt sich bereits im Winter. Dann kommt es nicht selten vor, dass sich ein iPhone im Freien einfach abschaltet. iOS-Geräte sind laut Apple nur für den Betrieb bei Temperaturen ab 0 Grad Celsius ausgelegt. Der Support schreibt dazu: „Die Verwendung […] unter sehr kalten Bedingungen außerhalb des Betriebsbereichs kann die Batterielaufzeit vorübergehend verkürzen und ein Abschalten des Geräts verursachen.“

Kann das iPhone die Lagerung im Gefrierfach überstehen?

Laut Apple kann das Smartphone bei Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius gelagert werden. Wie lange es diese Bedingungen schadlos übersteht, verrät der Hersteller jedoch nicht.

TECHBOOK macht deshalb den Test und legt ein iPhone 7 für zwei Wochen in das Gefrierfach. Die optimale Temperatur für ein Gefrierfach liegt bei etwa -18 Grad. Damit befindet sich das Gerät noch innerhalb des von Apple angegebenen Lagerbereichs.

Das iPhone 7, das wir für den Test verwenden, ist leider mit einem Passcode gesperrt, den wir nicht mehr herausfinden können. Im Prinzip ist das Gerät jedoch noch voll funktionsfähig, im jetzigen Zustand aber für uns nutzlos. Deshalb ist es ein hervorragender Kandidat für den Test im Eisfach.

Vor dem Einlagern haben wir das iPhone 7 so weit geprüft, wie es möglich ist. Es lässt sich ordnungsgemäß einschalten, Bildschirm und Touch funktionieren einwandfrei. Auch Lautsprecher, Taptic Engine und Home Button arbeiten fehlerfrei. Also: Ab ins Eisfach und zwei Wochen warten.

Nach zwei Wochen auf Eis wieder einschalten

Nachdem das iPhone zwei volle Wochen unter Toast, schockgefrorenen Kräutern und Eis-Packs verbracht hat, holen wir es zurück ans Tageslicht. Auf der Oberfläche haben sich Eiskristalle gebildet. Wir schalten das Gerät zunächst nicht ein, denn nach dem Aufenthalt im Gefrierfach liegt seine Temperatur noch deutlich unter der von Apple empfohlenen Betriebstemperatur.

Das iPhone 7 im Gefrierfach
Das iPhone 7 im Gefrierfach Foto: TECHBOOK

Erst nach dem vollständigen Auftauen wagen wir den Versuch – und siehe da: Das iPhone schaltet sich ohne Probleme wieder ein. Alles funktioniert wie zuvor: Touch, Display, Lautsprecher, Taptic Engine und Home Button. Lediglich der Akku hat sich fast vollständig entladen, obwohl wir das Gerät mit voller Ladung ins Gefrierfach gelegt hatten. Nach kurzer Zeit am Ladegerät zeigt sich jedoch auch hier kein Problem: Der Akku lädt wieder ganz normal.

Eiskristalle haben sich auf der Oberfläche gebildet
Eiskristalle haben sich auf der Oberfläche gebildet Foto: TECHBOOK
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iPhone im Gefrierfach? Kein Problem

Obwohl Apple eine Lagertemperatur von bis zu -20 Grad angibt, ist es bemerkenswert, dass ein iPhone zwei Wochen im Gefrierfach verbringen und anschließend weiterhin problemlos funktionieren kann.

Wer sein iPhone also versehentlich über Nacht in klirrender Kälte liegen lässt oder es aus irgendeinem Grund im Gefrierfach vergisst, muss sich in den meisten Fällen keine allzu großen Sorgen machen. Das Gerät dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin funktionieren.

Eine Einschränkung gibt es allerdings: Bei unserem Testgerät handelt es sich um ein iPhone 7 mit IP67-Zertifizierung. Die versiegelten Öffnungen schützen das Geräteinnere vor dem Eindringen von Wasser. Im Gefrierfach kann sich jedoch Kondenswasser bilden – auch bei unserem Test war das der Fall. Gelangt Feuchtigkeit ins Innere eines Smartphones, kann sie die Elektronik beschädigen.

Abschließender Warnhinweis

Auch wenn unser Test glimpflich ausgegangen ist, sollte man dieses Experiment nicht mit dem eigenen Smartphone nachmachen. Extreme Kälte kann Lithium-Ionen-Akkus vorübergehend in ihrer Leistungsfähigkeit einschränken und im ungünstigsten Fall dauerhaft schädigen – insbesondere dann, wenn das Gerät während oder unmittelbar nach dem Aufenthalt im Gefrierfach genutzt oder geladen wird. Hinzu kommt das Risiko von Kondenswasser: Beim Herausnehmen aus der Kälte schlägt sich Feuchtigkeit auf und unter Umständen auch im Inneren des Smartphones nieder. Gelangt sie an empfindliche Bauteile, kann sie Korrosion oder Kurzschlüsse verursachen.

Wer sein Handy an heißen Tagen abkühlen möchte, sollte es stattdessen ausschalten, die Hülle entfernen (sie kann die Wärmeabgabe erschweren), aus der direkten Sonne nehmen und bei Zimmertemperatur langsam herunterkühlen lassen – das ist deutlich schonender für die Technik.

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