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Smartphone-Hersteller trennt sich von Tochter

Rückseite eines weißen Nothing-Smartphones in schräger Ansicht. Sichtbar sind drei große runde Kameramodule, ein kleiner Sensor sowie die für Nothing typische transparente Gestaltung mit geometrischen Elementen unter der Rückseite. Das Gerät liegt vor einem helltürkisen Hintergrund.
Nothing's Budget-Marke CMF soll künftig eigenständig arbeiten Foto: Getty Images
Sandra Bültermann

22. September 2026, 16:45 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Beim Smartphone-Hersteller Nothing stehen umfangreiche Veränderungen bevor. Unternehmensgründer und CEO Carl Pei hat angekündigt, die Tochtermarke CMF als eigenständiges Unternehmen aufzustellen. Hintergrund ist die angespannte Situation auf dem Speichermarkt, die den Hersteller nach eigenen Angaben zunehmend belastet.

Künftig sollen indische Anteilseigner die Mehrheit an CMF übernehmen. Nothing bleibt jedoch weiterhin beteiligt. Die Marke ist vor allem für günstige Smartphones und weitere Elektronikprodukte bekannt und hat insbesondere in Indien eine starke Position aufgebaut.

CMF soll schneller wachsen

Mit der Neuaufstellung verbindet Carl Pei weitreichende Ziele. CMF soll stärker von der hohen Nachfrage nach preiswerten Smartphones in Indien profitieren. Nach Angaben des Unternehmens existiert dort inzwischen eine komplette Lieferkette für Smartphones und kleinere Elektronikprodukte. Die Eigenständigkeit soll CMF mehr Handlungsspielraum verschaffen. Ziel ist es, schneller zu wachsen und mehr Geld in die Entwicklung neuer Produkte zu investieren. Pei sieht darin die Möglichkeit, die Marktposition der Marke deutlich auszubauen.

Langfristig verfolgt der Nothing-Chef ein ehrgeiziges Vorhaben. CMF soll eines Tages jährlich 100 Millionen Geräte verkaufen. Dadurch könnte das Unternehmen seinen Einfluss gegenüber Zulieferern stärken.

Größere Stückzahlen würden nach Einschätzung von Pei außerdem dabei helfen, die Arbeit an Software, Kameratechnik und KI-Funktionen voranzutreiben. Die Eigenständigkeit der Marke soll dafür die Grundlage schaffen.

Steigende Speicherpreise belasten das Geschäft

Die Ausgliederung erfolgt in einer schwierigen Marktphase. Bereits im Januar hatte Nothing auf deutlich gestiegene Preise für Speicherbausteine hingewiesen. Nach Angaben des Unternehmens wird es dadurch immer schwieriger, Smartphones im günstigen Preissegment anzubieten.

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Die Folgen waren bereits spürbar. Ein für dieses Jahr vorgesehenes CMF-Smartphone wurde gestrichen. Kurz darauf sorgten zudem Berichte über einen möglichen Rückzug von Nothing aus mehreren Ländern für Diskussionen. Das Unternehmen wies diese Meldungen allerdings zurück.

Ob die nun angekündigte Abspaltung weitere Veränderungen nach sich zieht, bleibt bislang unklar. Auch zum ersten neuen Gerät, das CMF als eigenständiges Unternehmen vorstellen wird, gibt es noch keine Informationen. Wann die Marke ihr nächstes Produkt präsentieren möchte, hat Carl Pei bislang nicht bekannt gegeben.

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