27. August 2026, 15:32 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Mit Smartphones lassen sich mittlerweile hervorragende Bilder aufnehmen. Aufgrund der kompakten Bauart haben sie im Vergleich zur großen Fotokamera aber Einschränkungen. Insbesondere dann, wenn man besondere Ereignisse wie eine Mondfinsternis fotografisch festhalten möchte. Vorab sind daher einige Dinge zu beachten.
Am Freitag, den 28. August 2026, erwartet Himmelsbeobachter ein besonderes Schauspiel: eine tiefe partielle Mondfinsternis. Dabei schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond, sodass der Erdschatten einen Großteil der Mondscheibe bedeckt. Zwar handelt es sich nicht um eine totale Mondfinsternis, dennoch werden zeitweise mehr als 90 Prozent des Mondes verdunkelt sein. Dadurch kann der Erdtrabant in dunklen Kupfer-, Braun- oder Rottönen erscheinen und beinahe wie ein „Blutmond“ wirken.
Die partielle Phase beginnt in Deutschland gegen 4:33 Uhr MESZ, das Maximum der Finsternis wird um 6:12 Uhr MESZ erreicht. Allerdings steht der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits sehr tief über dem westlichen Horizont und geht vielerorts kurz danach unter. Wer das Himmelsspektakel beobachten möchte, sollte daher früh aufstehen und einen Standort mit freier Sicht nach Westen wählen. Trotz der schwierigen Bedingungen bietet die Mondfinsternis eine seltene Gelegenheit für eindrucksvolle Beobachtungen und außergewöhnliche Smartphone-Fotos.
Wer eine solche Mondfinsternis fotografieren möchte, kann auch mit einem Smartphone beeindruckende Bilder erzielen. Doch um gestochen scharfe und detailreiche Aufnahmen zu erhalten, sind einige Vorbereitungen notwendig. TECHBOOK erklärt, wie man sein Smartphone optimal einstellt und welche Hilfsmittel helfen, die Mondfinsternis in ihrer ganzen Pracht festzuhalten.
Übersicht
Der richtige Zeitpunkt und Standort
Eine Mondfinsternis ist ein besonderes Naturschauspiel, das nur selten zu sehen ist. Besonders beeindruckend ist das sogenannte „Blutmond“-Phänomen, bei dem der Mond in rötlichem Licht erscheint. Um die besten Fotos mit dem Smartphone zu machen, sollten Nutzer sich gut vorbereiten. Informiere Dich vorab über den genauen Verlauf der Mondfinsternis. Bei der partiellen Mondfinsternis am 28. August 2026 beginnt die sichtbare Verdunkelung gegen 4:33 Uhr morgens, der Höhepunkt folgt um 6:12 Uhr. Da der Mond kurz darauf untergeht, ist ein Standort mit freier Sicht zum westlichen Horizont besonders wichtig.
Das richtige Equipment
Auch wenn ein Smartphone allein ausreicht, um eine Mondfinsternis zu fotografieren, kann zusätzliches Zubehör die Bildqualität erheblich verbessern. Ein Stativ sorgt dafür, dass Aufnahmen nicht verwackeln, während ein externer Fernauslöser verhindert, dass Erschütterungen durch das Berühren des Displays das Bild beeinträchtigen. Wer den Mond näher heranholen und mehr Details sichtbar machen möchte, kann zudem auf einen Teleobjektiv-Aufsatz zurückgreifen. Diese gibt es bereits zu Preisen ab etwa 50 Euro in brauchbarer Qualität.
Auch auf die Kamera-App kommt es an. Bei Smartphones mit guter Kameraausstattung setzen Hersteller wie Apple, Samsung, Google oder Xiaomi bereits auf umfangreiche App-Features. Wichtig ist, dass die Apps aber auch manuelle Einstellungsmöglichkeiten erlauben. Das ist wichtig, um Parameter wie ISO-Wert, Belichtungszeit und Fokus individuell anzupassen.
Achte daher auf folgende Dinge:
- Stativ: Reduziert Verwacklungen und sorgt für scharfe Bilder.
- Fern- oder Selbstauslöser: Vermeidet Verwacklungen durch Berührung des Displays.
- Teleobjektiv-Aufsatz: Verstärkt die Vergrößerung des Mondes und erhöht die Detailgenauigkeit.
- Manuelle Kamera-App: Erlaubt detaillierte Einstellungen wie ISO, Verschlusszeit und Fokus.
Kameraeinstellungen optimieren
Wir bleiben bei den essenziellen Kamera-Einstellungen, um eine Mondfinsternis zu fotografieren. Ein niedriger ISO-Wert zwischen 100 und 200 hilft dabei, Bildrauschen zu vermeiden. Die Verschlusszeit sollte man je nach Helligkeit des Mondes anpassen und dabei Werte zwischen 1/100 Sekunde und 1 Sekunde ausprobieren. Stelle zudem den Fokus manuell auf unendlich um, um die Schärfe des Mondes zu optimieren. Auch der Weißabgleich lässt sich manuell einstellen, um die natürliche Farbgebung des Mondes korrekt wiederzugeben.
In der Regel sind Standard-Smartphone-Kameras nicht für Nachtaufnahmen optimiert, auch wenn Hersteller gern das Gegenteil versprechen. Oftmals werden Fotos bei Dunkelheit per Software nachgebessert und automatische Modi helfen ebenfalls, bessere Nachtaufnahmen zu erzielen. Bei einer Mondfinsternis stellt man das Smartphone jedoch vor besondere Hürden, weshalb die manuellen Einstellungen der Kamera-App so wichtig sind. Nutzer können so deutlich besser auf die Gegebenheiten vor Ort reagieren.
- ISO-Wert: Niedrig halten (z. B. 100-200), um Bildrauschen zu vermeiden.
- Verschlusszeit: Experimentiere zwischen 1/100 und 1 Sekunde, je nach Helligkeit.
- Fokus: Manuell auf unendlich stellen, um die Schärfe des Mondes zu optimieren.
- Weißabgleich: Manuell anpassen, um die natürliche Farbgebung des Mondes festzuhalten.
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Nachbearbeitung ist ein wichtiger Faktor
Um die besten Bilder zu erhalten, lohnt es sich, verschiedene Einstellungen zu testen. Eine Belichtungsreihe, bei der man mehrere Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten aufnimmt, hilft dabei, die optimalen Einstellungen zu finden. Falls das Smartphone es ermöglicht, im RAW-Format zu fotografieren, sollte man diese Funktion nutzen. Dadurch hat man später mehr Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung. Auch der HDR-Modus kann helfen, feine Details des Mondes besser sichtbar zu machen.
Die Nachbearbeitung kann entscheidend dazu beitragen, die Qualität eines Mondfotos zu verbessern. Mit Bildbearbeitungs-Apps wie Lightroom oder Snapseed kann man Helligkeit und Kontrast optimieren, Farben hervorheben und Bildrauschen reduzieren. So lassen sich oft auch aus unscheinbaren Aufnahmen beeindruckende Bilder erstellen.
Wichtige Tipps zusammengefasst
Um eine Mondfinsternis optimal fotografieren zu können, sollte man sich einen dunklen, offenen Standort wählen und sich rechtzeitig auf das Ereignis vorbereiten. Ein Stativ und ein Fernauslöser helfen dabei, Verwacklungen zu vermeiden. Nutze eine Kamera-App mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten und experimentiere mit ISO-Werten, Belichtungszeiten und Fokus. Falls Dein Smartphone RAW-Aufnahmen unterstützt, solltest Du diese Option nutzen, um mehr Spielraum für die Nachbearbeitung zu haben.