16. März 2026, 14:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Smartphones kommen meist von bekannten Tech-Konzernen wie Apple, Samsung oder Google. Doch es gibt immer wieder Geräte, deren Markenname eigentlich für etwas ganz anderes steht.
Von Batterieherstellern über Autobauer bis zu Gitarrenverstärkern – einige Unternehmen sind eigentlich für etwas ganz anderes bekannt, haben sich aber ebenfalls auf dem Handy-Markt versucht. Die Entstehungsgeschichten sind dabei so unterschiedlich wie die Produkte selbst.
Energizer baute ein Smartphone mit 18.000-mAh-Akku
Energizer kennt man vor allem von Batterien. Der Markenname gehört zur Eveready Battery Company, wird für Smartphones jedoch vom französischen Unternehmen Avenir Telecom genutzt. Neben Zubehör brachte die Firma auch einfache Handys und Android-Smartphones auf den Markt. Für Aufmerksamkeit sorgte 2019 das Energizer P18K Pop mit einem riesigen 18.000-mAh-Akku. Das Gerät war extrem dick und sollte mehrere Tage durchhalten, kam letztlich aber nie in den Handel.
Polestar-Smartphone als Ergänzung zum E-Auto
Der Elektroautohersteller Polestar bietet in China ein eigenes Smartphone an. Entwickelt wird es von Meizu, einem Unternehmen aus dem Geely-Konzern, zu dem auch Polestar und Volvo gehören. Das Gerät lässt sich optional zum Polestar 4 bestellen und soll besonders eng mit dem Fahrzeug verzahnt sein. Ziel ist eine nahtlose Verbindung zwischen Auto und Smartphone. In Europa ist das Modell bislang nicht erhältlich.
Porsche Design veredelt Huawei-Modelle
Porsche Design ist längst mehr als nur eine Designabteilung für Sportwagen. Das Unternehmen kooperierte unter anderem mit Huawei und brachte Sondermodelle wie das Mate 20 RS Porsche Design auf den Markt. Die Geräte boten edle Materialien wie Leder auf der Rückseite und ein angepasstes Design. Technisch basierten sie weitgehend auf bestehenden Huawei-Modellen, wurden jedoch optisch und teilweise auch bei der Ausstattung aufgewertet.
Marshall setzte auf Musik-Fokus
Marshall ist für Gitarrenverstärker und Lautsprecher bekannt. 2015 erschien mit dem Marshall London ein Android-Smartphone, das klar auf Musikfans zielte. Es bot Stereo-Frontlautsprecher, zwei Kopfhöreranschlüsse und ein eigenes Lautstärkerad. Abseits der Audio-Ausstattung bewegte sich die Technik im Mittelfeld. Das Gerät blieb ein Nischenprodukt.
Razer brachte Gaming ins Smartphone
Razer startete als Hersteller von Gaming-Zubehör und übernahm 2017 das Startup Nextbit. Kurz darauf erschien das erste Razer Phone. Mit 120-Hertz-Display und leistungsstarker Hardware richtete sich das Smartphone gezielt an Gamer. Hertz beschreibt die Bildwiederholrate des Displays. Ein höherer Wert sorgt für flüssigere Bewegungen. Razer wollte damit sein Gaming-Ökosystem sinnvoll erweitern.
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CAT steht für Outdoor-Handys
Caterpillar ist vor allem für Baumaschinen bekannt. Unter der Marke CAT gibt es jedoch auch robuste Outdoor-Smartphones. Die Geräte verfügen über dicke Gehäuse, sind nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt und teilweise mit Wärmebildkameras ausgestattet. Entwickelt werden die Smartphones von Partnerunternehmen, CAT stellt die Marke und das Image für den harten Einsatz.
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Warum Marken immer wieder Smartphones ausprobieren
So unterschiedlich die Beispiele sind, das Motiv dahinter ähnelt sich oft. Ein eigenes Smartphone stärkt das Markenimage, spricht bestehende Fans an und erweitert das Ökosystem. Für Autobauer geht es um die Vernetzung mit dem Fahrzeug, für Musik- oder Gaming-Marken um eine logische Ergänzung ihres Kerngeschäfts. Wirklich erfolgreich sind solche Experimente selten.