10. September 2026, 10:50 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Apple wagt mit dem iPhone Duo den Einstieg in die Welt der faltbaren Smartphones. Das Gerät kombiniert zwei Bildschirme in einem Gehäuse und soll zugleich als klassisches iPhone und als kompakter Tablet-Ersatz dienen. Bei einer Vorführung in Cupertino zeigte Apple zahlreiche Lösungen, mit denen bekannte Schwächen vieler Foldables reduziert werden sollen. Ganz ohne Kompromisse kommt das Modell allerdings nicht aus. TECHBOOK war live vor Ort.
Apple setzt auf neue Lösung gegen die sichtbare Falz
Eine der größten Herausforderungen faltbarer Smartphones ist die Falz in der Mitte des Displays. Apple verfolgt beim iPhone Duo dafür einen eigenen Ansatz. Das Display besitzt eine matte Oberfläche, wodurch Licht deutlich weniger reflektiert wird. Die Falz fällt dadurch optisch deutlich weniger auf.
Zusätzlich soll die Konstruktion dafür sorgen, dass sich der Bildschirm möglichst eben entfalten kann. Dafür kommen Stützrippen und Titanplatten zum Einsatz. Auch beim Darüberstreichen mit dem Finger bleibt die Vertiefung laut Test kaum spürbar. Eine kratzfeste Beschichtung schützt die Oberfläche vor Beschädigungen. Apple erlaubt darüber hinaus sogar die Nutzung des Apple Pencil (USB-C) auf dem Gerät.
Neues Bedienkonzept nutzt das breite Format
Anders als viele andere Hersteller hat Apple nicht nur neue Hardware entwickelt, sondern auch die Bedienung angepasst. Für iOS 27 entstand eine eigene Oberfläche, die speziell auf das breitere Format des iPhone Duo ausgelegt ist.
Mehrere Bedienelemente befinden sich am rechten Rand des Displays. Dort finden Nutzer Schnellzugriffe auf dem Sperrbildschirm, das App-Dock und die Suchfunktion. Auch die Frontkamera des Außendisplays ist in diesem Bereich untergebracht. Zusätzlich kombiniert ein Symbol Informationen zu Empfang, WLAN und Akkustand.
Beim Öffnen des Geräts unterstützt das iPhone Duo die gleichzeitige Nutzung von zwei Apps. Das 7,6 Zoll große Innendisplay lässt sich außerdem auch im Hochformat verwenden. Kompatible Anwendungen passen sich dabei automatisch an die jeweilige Ausrichtung an.
Unter-Display-Kamera und Kompromisse bei der Fotoausstattung
Apple integriert sowohl im Außendisplay als auch im Innendisplay eine Selfie-Kamera. Die Kamera im aufgeklappten Gerät sitzt dabei unter dem Display, damit möglichst viel Bildschirmfläche erhalten bleibt. Laut Test eignet sich die Lösung besonders für Gruppenanrufe.
Auf der Rückseite befindet sich eine Dual-Kamera. Sie besteht aus einer Hauptkamera und einer Ultraweitwinkelkamera mit jeweils 48 Megapixeln Auflösung. Ein zweifacher Zoom steht in Apples sogenannter „optischer Qualität“ zur Verfügung. Eine eigene Telefotokamera gibt es dagegen nicht.
Das Gehäuse misst im aufgeklappten Zustand lediglich 5,2 Millimeter. Damit übernimmt das iPhone Duo die Rolle des bislang dünnsten iPhones.
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Face ID fehlt im iPhone Duo
Nutzer müssen beim neuen Modell auf Face ID verzichten. Für die notwendige Sensorik steht im flachen Gehäuse kein Platz zur Verfügung. Stattdessen setzt Apple wieder auf Touch ID. Nach Angaben des Unternehmens ist diese Methode statistisch weniger sicher als Face ID.
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Auch die variable Blende, die Apple beim iPhone 18 Pro einsetzt, fehlt beim iPhone Duo. Ebenso gibt es keinen Steckplatz für physische SIM-Karten. Darüber hinaus verzichtet Apple auf den Action Button. Der Kameraauslöser bleibt dagegen erhalten.
Preise, Farben und Verkaufsstart
Das iPhone Duo erscheint in den Farben „Sternenweiß“ und „Nachthimmel“. In Deutschland beginnt der Preis bei 2299 Euro für die Version mit 256 Gigabyte Speicher. Für die Variante mit zwei Terabyte verlangt Apple 3799 Euro.
Vorbestellungen sind ab dem 16. Oktober um 14 Uhr möglich. Der reguläre Verkaufsstart erfolgt am 23. Oktober.