13. Juli 2026, 15:45 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Anfang 2027 tritt die neue EU-Batterieverordnung in Kraft, die für in Europa verkaufte Geräte einfach wechselbare Akkus vorschreibt. Die Hersteller arbeiten jetzt daran, ihre Produkte entsprechend umzumodeln – darunter auch Apple.
Bislang hat kaum ein namhafter Technikkonzern bestätigt, überarbeitete Geräte auf den Markt zu bringen. Eine prominente Ausnahme ist Nintendo, das bereits neue Revisionen seiner Hardware angekündigt hat, die den EU-Vorgaben entsprechen. So bekommt etwa die Switch 2 einen kleineren Akku und ein höheres Gewicht.
Apple hingegen hat sich bislang nicht zu Anpassungen seiner Produkte geäußert. Allerdings berichtet Mark Gurman von „Bloomberg“, dass zwei neue Apple Pencils in Arbeit seien, die den Akkutausch erleichtern sollen.
Neues Pro- und USB-C-Modell
Wie Gurman in seinem „Power On“-Newsletter schreibt, sollen die neuen Pencil-Modelle bereits nächstes Jahr erscheinen. Also Pünktlich zum Beginn der EU-Batterievordnung, die im Februar 2027 in Kraft tritt. Die Eingabestifte sollen zusammen mit neuen iPad-Pro-Modellen in der ersten Jahreshälfte erscheinen.
Internen Quellen zufolge ist ein neuer Einsteiger-Pencil unter dem Codenamen B582 in Arbeit. Es soll den aktuellen Apple Pencil (USB-C) ersetzen, der über einen USB-C-Port statt kabellos lädt. Das zweite Gerät ist als B632 in Entwicklung und soll der Nachfolger des Apple Pencil Pro sein. Das Pro-Modell unterstützt neben kabellosem Laden weitere Funktionen, die dem USB-C-Modell fehlen. Dazu gehören etwa Rotation, Drück-Geste, haptisches Feedback und die Integration in das „Wo ist?“-Netzwerk.
Apple stellt neuen Pencil vor, dem aber wichtige Funktionen fehlen
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Verkaufsstopp für Pencil 1. und 2. Generation?
Dass anscheinend nur zwei neue Apple-Pencil-Modelle in Arbeit sind, deutet darauf hin, dass Apple Pencil (1. Generation) und Apple Pencil (2. Generation) kurz vor dem Aus stehen. Apple hatte die 1. Generation mit dem USB-C-Modell ersetzt, das mit den meisten iPad-Modellen kompatibel ist. Der Apple Pencil Pro hingegen löste die 2. Generation ab, ist aber mit älteren iPad-Pro-, iPad-Air- und iPad-mini-Modellen nicht kompatibel.
Apple bietet die 1. und 2. Generation weiterhin zum Verkauf an, um auch die älteren iPads abzudecken. Apple Pencil 1. Generation reicht zurück bis zum iPad 6. Generation. Zwar ist der Pencil (USB-C) mit allen Modellen nutzbar, die auch die 2. Generation unterstützt. Allerdings bietet letzterer zusätzliche Funktionen wie kabelloses Laden, Doppeltippen und Drucksensitivität. Ohne Apple Pencil 2. Generation hätten Besitzer älterer iPad-Modelle keine Möglichkeit, auf diese Features zuzugreifen.
Sollte Apple die 1. und 2. Generation nicht ebenfalls überarbeiten, dürfen die Geräte ab dem Stichtag (18. Februar 2027) nicht mehr in der EU verkauft werden – was einer Produkteinstellung gleichkommt. Allerdings betrifft das nicht andere Länder, hier darf Apple die beiden unmodifizierten Modelle weiter verkaufen.
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Apple Pencil bislang Wegwerfprodukt
Laut Gurman arbeitet Apple mit Nachdruck daran, die neuen EU-Vorgaben für wechselbare Akkus zu erfüllen. Bei iPhones, iPads und vor allem MacBooks hat das Unternehmen große Fortschritte gemacht, die Reparaturen erheblich vereinfachen. Der Akku im neuen MacBook Neo etwa kommt ohne Kleber aus und ist stattdessen mit Schrauben fixiert.
Alle bisherigen Pencil-Modelle gehören jedoch wie AirPods zu den Apple-Geräten, die nur mit unverhältnismäßigem Aufwand oder schlichtweg gar nicht reparierbar sind.