10. September 2025, 18:13 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Apple hat auf seiner jüngsten Keynote ein neues iPhone-Modell vorgestellt: das iPhone Air. Damit reagiert das Unternehmen auf den Trend zu besonders dünnen Smartphones, den Samsung bereits im Mai 2025 mit dem Galaxy S25 Edge eingeläutet hatte – allerdings ohne Erfolg.
Das Galaxy S25 Edge erwies sich für Samsung bislang als Fehlgriff. Schlechte Verkaufszahlen und zurückhaltendes Kundenfeedback führten bereits zu einer Reduzierung der Produktionsmenge. Die Gründe reichen von technischer Kritik bis hin zur unglücklichen Positionierung innerhalb der Modellreihe. Mit dem iPhone Air verfolgt Apple nun einen ähnlichen Ansatz, setzt aber auf Verbesserungen in Verarbeitung und Akkuleistung, um mögliche Schwächen auszuschließen.
Schwächen des Samsung Galaxy S25 Edge
Im COMPUTER-BILD-Test (gehört wie TECHBOOK zu Axel Springer) offenbarte das Galaxy S25 Edge klare Defizite bei Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit. Trotz guter Hardware wirkte das extrem dünne Gehäuse weniger robust, was Zweifel an der Widerstandsfähigkeit aufwarf. Hinzu kam die strategische Entscheidung, das Edge-Modell anstelle des Plus-Modells zu etablieren. Dieses Segment war traditionell schwer zu vermarkten: teurer als das Basismodell, aber ohne die entscheidenden Premium-Funktionen des Ultra-Modells.
Das Ergebnis: Viele Kunden entschieden sich für das günstigere Basismodell oder gleich für das leistungsstärkere Ultra. Das Edge bot im Vergleich dazu kaum Mehrwert, außer seiner dünneren Bauweise.
Samsung kämpfte damit, dem mittleren Modell in seiner Produktpalette ein klares Profil zu geben. Wer ein solides Gerät wollte, griff zum Basismodell, wer das Beste suchte, zum Ultra. Das Edge blieb dazwischen ohne klare Zielgruppe. Genau dieser Umstand könnte auch Apple zum Verhängnis werden, wenn das iPhone Air keinen ausreichenden Mehrwert bietet.
Samsung Galaxy S25 Edge im Hands-on – ist dünner wirklich besser?
Dem iPhone Air geht die Luft aus
Apples Ansatz mit dem iPhone Air
Apple verspricht beim iPhone Air eine Verarbeitung aus Titan, lange Akkulaufzeit und eine Performance, die den stärkeren Modellen gleichkommen soll. Damit will der Konzern die Kritikpunkte vermeiden, die Samsung zum Verhängnis wurden.
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In puncto Alltagstauglichkeit hat Apple zudem Erfahrung: Selbst das iPhone 6 Plus wurde trotz des „Bendgate“-Skandals ein Erfolg. Damals hatten Nutzer berichtet, dass sich das Gerät unter Druck, etwa beim Tragen in der Hosentasche, leicht verbiegen ließ. Der Vorfall sorgte für breite Diskussionen, schadete dem Absatz des Modells jedoch nicht nachhaltig.
Technische Einschränkungen und Preisgestaltung
Allerdings bringt auch das iPhone Air Kompromisse mit sich. So ist das Gerät lediglich mit einer Kamera ausgestattet, die im Vergleich zum iPhone 17 deutliche Einbußen bei der Bildqualität bedeutet. Der kleinere Akku kann nicht mit der Laufzeit des Basismodells mithalten. Besonders auffällig ist zudem der Preis:
- iPhone Air mit 256 Gigabyte: 1199 Euro
- iPhone Air mit 512 Gigabyte: 1449 Euro
- iPhone Air mit 1 Terabyte: 1699 Euro
Zum Vergleich: Das iPhone 17 startet bei 949 Euro. Käufer zahlen somit rund 250 Euro mehr für ein dünneres Smartphone mit schwächerer Kamera und kürzerer Akkulaufzeit. Ob die schlanke Bauweise des iPhone Air ausreicht, um Kunden langfristig zu überzeugen, bleibt offen. Die Erfahrungen mit Samsungs Galaxy S25 Edge zeigen, dass der Markt für ultradünne Smartphones riskant ist. Apple setzt zwar auf eine optimierte Umsetzung, doch der höhere Preis und die Abstriche bei der Ausstattung könnten den Erfolg bremsen.

