Nvidia-Chef Jensen Huang sieht Europa vor einem KI-Boom. Bei der GTC 2026 in Berlin präsentierte er Milliardenpläne und neue Technik, musste seine Keynote aber auch wegen Protesten unterbrechen.
Nvidia setzt auf Europas KI-Wirtschaft
Europa hat nach Ansicht von Jensen Huang gute Chancen, zu einem wichtigen Zentrum für Künstliche Intelligenz zu werden. Bei seinem Auftritt im Berliner Tempodrom verwies der Nvidia-Chef auf die enge Verbindung seines Unternehmens zu Deutschland. Als Partner beziehungsweise Kunden nannte er unter anderem Audi, Mercedes und MediaMarkt.
Im Mittelpunkt stand Huangs Vision einer „KI-Economy“. Unternehmen sollen KI künftig nicht nur nutzen, sondern selbst Anwendungen und Produkte entwickeln. Rund zehn Milliarden US-Dollar sollen dafür investiert werden. Große Chancen sieht Huang etwa für Europas Chemieindustrie und Medizinforschung. Die Sorge vor KI als Jobkiller teilt er nicht. Vielmehr könne die Technologie neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen.
Mit dem Rubin DSX POD bietet Nvidia komplette KI-Rechenzentren in einem Container an
Wie die notwendige Infrastruktur aussehen könnte, demonstrierte Nvidia ebenfalls. Huang stellte den „Rubin DSX POD“ vor, ein vollständiges KI-Rechenzentrum im Containerformat. Unternehmen könnten damit leistungsfähige KI-Technik dort einsetzen, wo entsprechende Rechenkapazität gebraucht wird. Nvidia sieht dafür Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Industriezweigen.
Daneben zeigte Huang die praktischere Seite der Technik. Kleine Roboter bewegten sich über die Bühne und reagierten auf Sprachbefehle. Programmiert wurden sie mithilfe von „RTX Spark“-Notebooks, die Nvidia gemeinsam mit Microsoft entwickelt hat. Mit der Vorführung wollte Huang verdeutlichen, dass solche KI-Anwendungen künftig für mehr Unternehmen und Menschen in Europa zugänglich werden sollen.
Proteste unterbrechen die Nvidia-Keynote
Die Präsentation verlief allerdings nicht ohne Störung. Demonstranten unterbrachen Huang während seiner Keynote. Der Nvidia-Chef ging auf den Protest ein und kündigte an, später mit den Beteiligten sprechen zu wollen. Anschließend wurden die Demonstranten aus dem Saal geführt.
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