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Zwischen Entlastung und Mehrkosten

Diese Änderungen betreffen ab Mai Millionen Verbraucher

Frau in blauer Bluse sitzt vor dem Laptop
Zwischen Entlastung und Mehrkosten: Das bringt der Mai 2026 Foto: Getty Images
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

28. April 2026, 13:36 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Im Mai 2026 ändert sich einiges: Sprit könnte günstiger werden, neue Zuschüsse winken, doch Unternehmen drehen gleichzeitig auch an Preisen und Funktionen. TECHBOOK hat den Überblick zu den wichtigsten Neuerungen der Digital-Welt im Mai.

Die Bundesregierung plant Entlastungen bei Benzin und Diesel sowie weitere finanzielle Hilfen für Bürger. Während an der Zapfsäule und bei Förderungen Bewegung hineinkommt, stehen im Mai zugleich mehrere Änderungen bei Telekom, Microsoft, Google und Co. an, die sich direkt auf Alltag und Kosten vieler Verbraucher auswirken dürften.

Entlastung bei Kraftstoffen und geplante Prämien

Aufgrund gestiegener Energiepreise infolge des Irankonflikts plant die Bundesregierung zum 1. Mai 2026 eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel. Für zwei Monate sollen die Preise um rund 14 Cent netto je Liter sinken, was inklusive Mehrwertsteuer etwa 17 Cent brutto entspricht.

Die Maßnahme ist Teil eines Pakets der Koalition aus CDU/CSU und SPD, das auch eine steuer- und abgabenfreie Krisenprämie von bis zu 1000 Euro vorsieht. Diese Zahlung ist jedoch freiwillig und begründet keinen Anspruch für Beschäftigte. Der Gesetzentwurf wurde Mitte April in den Bundestag eingebracht, eine endgültige Entscheidung durch Bundestag und Bundesrat steht noch aus.

Branchenverbände weisen zudem darauf hin, dass sich die Entlastung an Tankstellen verzögert bemerkbar machen könnte, da vorhandene Bestände zunächst aufgebraucht werden müssen.

Mehr Einkommen und neue Förderung für Elektroautos

Fest beschlossen ist hingegen der Start eines neuen Online-Förderportals für Elektroautos. Privatpersonen können dort rückwirkend Zuschüsse für Fahrzeuge beantragen, die seit dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Die Förderung beträgt bis zu 6000 Euro und ist nach Einkommen gestaffelt. Haushalte mit niedrigeren und mittleren Einkommen erhalten höhere Zuschüsse, zusätzlich ist ein Bonus pro Kind geplant. Die genauen Einkommensgrenzen von Verbrauchern werden erst mit dem Start des Portals im Mai veröffentlicht.

Zweite Welle der Preiserhöhung bei der Telekom

Einige Verbraucher hat es schon im April getroffen, doch auch im Mai setzt die Telekom weitere Preiserhöhungen um. Betroffen sind zahlreiche ältere Festnetzverträge aus den Reihen MagentaZuhause und Call & Surf, die vor April 2023 abgeschlossen wurden. Deren Preis steigt um pauschal zwei Euro monatlich, ohne, dass sich an den Leistungen etwas ändert.

Als Grund nennt der Konzern gestiegene Kosten für Netzausbau, Betrieb und Service. Kunden werden per E-Mail informiert, müssen aber nicht aktiv zustimmen – ihre Verträge laufen automatisch zu den neuen Konditionen weiter. Allerdings haben Betroffene ein Sonderkündigungsrecht. Parallel versucht die Telekom teils, Kunden mit neuen Vertragsangeboten zum Wechsel zu bewegen, die kurzfristig günstiger wirken, langfristig aber teurer sein können. Auch Zusatzleistungen wie MultiSIM-Karten werden teurer.

Meta schafft bei Instagram optionale Sicherheitsfunktion ab

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Direktnachrichten bei Instagram wird zum 8. Mai 2026 vollständig eingestellt. Als Grund nennt Meta die geringe Nutzung des Features, das Nutzer bislang manuell aktivieren mussten. Künftig kann der Konzern damit auf Inhalte aus Chats zugreifen und diese unter Umständen auch an Behörden weitergeben. Genau diesen Schritt sehen Experten angesichts früherer Datenschutzskandale kritisch.

Nutzer verschlüsselter Unterhaltungen sollen vorab Hinweise zur Datensicherung erhalten. Wer weiterhin verschlüsselt kommunizieren möchte, wird auf den ebenfalls zu Meta gehörenden Messenger WhatsApp verwiesen.

Großes Google-Event im Mai

Google lädt am 19. und 20. Mai 2026 zur Entwicklerkonferenz I/O – und stellt dabei vor allem eines in den Mittelpunkt: künstliche Intelligenz. Im Fokus stehen neue Funktionen rund um Googles KI-Modelle wie Gemini, darunter intelligente Agenten und Tools, die Entwicklern beim Erstellen der nächsten Generation von KI-Anwendungen helfen sollen. Daneben dürfte auch Android 17 eine wichtige Rolle spielen, etwa mit Verbesserungen bei Sicherheit, Performance und neuen Schnittstellen.

Weitere Themen reichen von Web-Technologien über Google Cloud bis hin zu Flutter und Chrome, wobei die Verzahnung von KI mit bestehenden Entwicklungsprozessen zentral ist. Klassische Hardware-Neuheiten sind dagegen eher nicht zu erwarten.

DFB startet eigenes Fußball-Abo

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) startet mit DFB.TV einen eigenen Pay-TV-Sender und baut damit sein Medienangebot weiter aus. Das ab 23. Mai verfügbare Abo-Angebot kostet 5,99 Euro im Monat und setzt inhaltlich vor allem auf bislang wenig gezeigte Wettbewerbe wie Amateurfußball, Junioren-Nationalteams und die 2. Frauen-Bundesliga. Ergänzt wird das Programm durch Zusammenfassungen großer Turniere, Hintergrundberichte sowie exklusive Inhalte etwa rund um die Weltmeisterschaft.

Abrufbar ist DFB.TV über Partnerplattformen wie DAZN, Vodafone oder Zattoo sowie über die eigene App DFB.TV+. Trotz eines bereits stark umkämpften Marktes für Fußballübertragungen will der Verband damit neue Zielgruppen erreichen und zusätzliche Einblicke in den deutschen Fußball bieten.

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Outlook-App wird eingestellt

Microsoft stellt den E-Mail-Client Outlook Lite für Android ein. Die auf leistungsschwache Smartphones zugeschnittene App wird zum 25. Mai 2026 vollständig abgeschaltet und ist ab dann nicht mehr nutzbar. Outlook Lite, das seit 2022 vor allem mit geringem Speicherbedarf, schnellem Start und niedrigem Akkuverbrauch punktete, erreichte mehr als zehn Millionen Downloads. Bereits seit Oktober 2025 ist die App nicht mehr im Play Store verfügbar. Gründe für das Aus nennt Microsoft nicht. Nutzer sollen stattdessen auf die umfangreichere Outlook-Mobile-App wechseln, die allerdings höhere Anforderungen an Speicher, Prozessor und Akku stellt.

Auch interessant: Das waren die Änderungen im April

Microsoft ändert Umgang mit gelöschten Dateien in OneDrive

Ebenfalls für Microsoft und mit Start im Mai gilt die neue OneDrive-Regelung für Verbraucher. Inhalte, die zwischen Cloud und Gerät synchronisiert sind, landen künftig ausschließlich im OneDrive-Papierkorb und nicht mehr zusätzlich im lokalen Papierkorb des Computers. Damit entfällt die bisher übliche doppelte Ablage, die vielen Nutzern als zusätzliche Absicherung diente.

Lokal gespeicherte oder ausschließlich online abgelegte Dateien sind von der Änderung nicht betroffen und werden weiterhin wie gewohnt gelöscht. Microsoft begründet den Schritt mit einer verbesserten Performance und klareren Synchronisationslogik. Der Roll-out soll bis Ende Mai für Windows- und macOS-Nutzer abgeschlossen sein.


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