22. April 2026, 17:46 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Der Deutsche Fußball-Bund erweitert sein Medienangebot und steigt in den Pay-TV-Markt ein. Unter dem Namen DFB.TV entsteht ein eigener Sender, der sich gezielt an Fußballinteressierte richtet. Trotz vieler bestehender TV- und Streaming-Dienste sieht der Verband offenbar weiteres Potenzial für zusätzliche Inhalte rund um den Sport.
Das neue Angebot soll auf mehreren Wegen erreichbar sein. Geplant ist die Verbreitung über Partner wie DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo. Zusätzlich bringt der Verband mit DFB.TV+ eine eigene App an den Start. Über sie lassen sich sowohl das lineare Programm verfolgen als auch Inhalte auf Abruf streamen.
Kosten und Konzept des Angebots
Inhaltlich setzt der Sender auf Wettbewerbe und Ligen, deren Übertragungsrechte bislang nicht vergeben wurden. Zum Start am 23. Mai können Nutzer bereits Live-Spiele vom Finaltag der Amateure sehen, ergänzt durch ein passendes Rahmenprogramm. Ebenso sind Übertragungen von Junioren-Nationalteams und der 2. Frauen-Bundesliga vorgesehen. Auch Zusammenfassungen wichtiger Wettbewerbe gehören zum Angebot, darunter der DFB-Pokal der Männer und Frauen, die 3. Liga sowie die Google Pixel Frauen-Bundesliga.
Für den Zugriff auf DFB.TV wird ein Abonnement benötigt. Der monatliche Preis liegt bei 5,99 Euro, alternativ kostet das Jahresabo 59,99 Euro. Der DFB setzt dabei auf Inhalte, die bislang nur eingeschränkt verfügbar waren. Das Angebot entsteht in Zusammenarbeit mit Sportainment.
Neben Live-Spielen stehen ergänzende Inhalte im Fokus. Dazu zählen etwa Pokalauslosungen oder Beiträge zur Geschichte des Verbands. Ziel ist es, den Zuschauern mehr Einblicke rund um den Fußball zu bieten.
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Berichte rund um die Weltmeisterschaft
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Während die Spiele selbst bei ARD, ZDF und Telekom laufen, berichtet DFB.TV zusätzlich aus dem „German House of Soccer“ in New York. Diese Einrichtung dient während des Turniers als Treffpunkt für Fans und Persönlichkeiten aus dem Fußball. Dort finden unter anderem Public Viewing, Show-Events und weitere Aktivitäten statt.
Wie sich das neue Angebot im Wettbewerb mit etablierten Anbietern entwickelt, bleibt offen. Der Markt für Fußballübertragungen gilt als stark umkämpft, und die Reaktionen anderer Plattformen stehen noch aus.