31. März 2026, 11:51 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Mit dem Start in den April 2026 treten zahlreiche neue Regelungen in Kraft, die den Alltag und die Finanzen von Verbrauchern betreffen. Was konkret neu ist und worauf man sich einstellen muss, verrät der Überblick.
Im Laufe des April treten nicht nur neue EU-Regeln für einheitliche Ladeanschlüsse in Kraft, auch ein vollständig digitales Grenzsystem und Preisanpassungen prägen den Monat. Verbraucher müssen sich somit auf mehrere Neuerungen einstellen, die zunehmend auch den digitalen Alltag betreffen.
Übersicht
Preissteigerung bei der Telekom
Für Kunden älterer DSL-Verträge steigen ab April 2026 die Kosten. Die Telekom erhöht bei Tarifen, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, die Preise um monatlich zwei Euro. Damit möchte das Unternehmen nach eigener Aussage die gestiegenen Kosten für Betrieb und Nutzung des Netzes sowie Servicedienstleistungen auffangen.
Ebenfalls teurer wird die MultiSIM. Hier steigen die Preise von monatlich 4,95 Euro auf 6,95 Euro. Von der Anpassung sind sowohl Neukunden als auch bestehende Verträge betroffen. Bei der MultiSIM handelt es sich nicht um einen eigenständigen Mobilfunkvertrag mit eigener Rufnummer, sondern um eine zusätzliche SIM-Karte oder ein eSIM-Profil, das zum bestehenden Anschluss gehört. Rufnummer, Datenvolumen und viele Tarifbestandteile werden gemeinsam genutzt und über eine Rechnung abgerechnet.
Neues Spritzpreisgesetz tritt in Kraft
Ab dem 1. April soll ein neues Gesetz für stabilere Spritpreise sorgen. Tankstellen dürfen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich, um 12 Uhr, erhöhen. Preissenkungen bleiben hingegen jederzeit möglich. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro.
Die Bundesregierung hat das Spritpreisgesetz auf den Weg gebracht, um starke und kurzfristige Preisschwankungen an Tankstellen zu begrenzen und für mehr Transparenz bei Verbrauchern zu sorgen. Doch Kritiker befürchten, dass sich Preise stärker angleichen könnten oder Tankstellen Preiserhöhungen gezielt bündeln, wodurch Einsparpotenziale für Verbraucher geringer ausfallen könnten.
Befreiung vom Rundfunkbeitrag
Zum Start des Sommersemesters am 1. April 2026 können tausende Studienanfänger eine finanzielle Entlastung beantragen. Beziehen sie BAföG und wohnen nicht mehr bei ihren Eltern, haben sie die Möglichkeit, sich vom Rundfunkbeitrag befreien zu lassen. Schätzungen zufolge betrifft das rund 9000 neue Studenten, die erstmals einen entsprechenden Antrag stellen können.
Entscheidend für die Befreiung ist allein der Bezug der Ausbildungsförderung, nicht deren Höhe. Den Antrag müssen Studenten aktiv stellen und bis zum Vorliegen des BAföG-Bescheids ist der Beitrag zunächst weiterzuzahlen. Zu viel gezahlte Beträge werden aber im Nachhinein erstattet. Auch Studenten aus anderen EU-Staaten können sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Zahlung befreien lassen, wenn sie vergleichbare Förderleistungen erhalten.
Rundfunkbeitrag – diese Gruppe zahlt jetzt nichts mehr
So kann man sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen
USB-C-Pflicht bei Laptops
Ab dem 28. April müssen alle neu verkauften Laptops über einen USB-C-Anschluss verfügen. Der einheitliche Standard für das Laden und die Datenübertragung ist bereits bei Smartphones und Tablets vorgeschrieben. Für Geräte mit höherem Energiebedarf gilt, dass sie den Anschluss zumindest zusätzlich integrieren müssen.
Ziel der Regelung ist es, die Vielzahl unterschiedlicher Ladegeräte zu reduzieren und damit den Alltag für Nutzer zu vereinfachen. Gleichzeitig soll weniger Elektroschrott entstehen, da man vorhandene Ladegeräte weiterverwenden kann und nicht für jedes neue Gerät ein eigenes Netzteil benötigt.
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Änderungen bei Reisen
Auch für Reisende hält der April Änderungen bereit. Für Nicht-EU-Bürger wird die Einreise in die Europäische Union künftig vollständig digital erfasst. Das sogenannte elektronische Ein- und Ausreisesystem ersetzt den bisherigen Stempel im Reisepass. Künftig werden Grenzübertritte somit zentral gespeichert und verwaltet, wodurch die Kontrolle von Aufenthaltsdauern automatisiert erfolgen soll. Damit das System funktioniert, müssen Reisende biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder abgeben.
Die Regelung hat man bereits im Oktober 2025 eingeführt und zunächst schrittweise umgesetzt. Mit dem Ende der Übergangsphase im April soll es aber fortan an allen Grenzübergangsstellen vollständig genutzt werden.
Beim Lufthansa-Bonusprogramm „Miles & More“ endet die Zusammenarbeit mit der Deutschen Kreditbank. Die bisherigen Kreditkarten verlieren spätestens am 30. April 2026 ihre Gültigkeit. Kunden müssen zur Deutschen Bank wechseln und einen neuen Antrag stellen, um weiterhin Meilen sammeln zu können.