2. März 2026, 15:17 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Der Mobile World Congress (MWC) 2026 findet vom 2. bis 5. März in Barcelona statt und zeigt, wohin sich Smartphones, Wearables und Netzwerktechnik entwickeln. Hersteller präsentieren neue Top-Modelle, KI-Funktionen und Visionen rund um 6G.
Honor Magic V6 will Falthandys alltagstauglicher machen
Vor Ort ist in diesem Jahr die Redaktion von COMPUTER BILD. Genau wie TECHBOOK gehört auch COMPUTER BILD zu Axel Springer.
Mit dem Magic V6 bringt Honor sein neues Foldable nach Europa und arbeitet gezielt an typischen Schwächen dieser Geräteklasse. Zusammengeklappt ist es 8,75 Millimeter dünn und wiegt 219 Gramm. Das Außendisplay lässt sich wie ein normales Smartphone nutzen, aufgeklappt wartet ein großer Bildschirm mit laut Hersteller um 44 Prozent reduzierter Knickfalte.
Dazu kommen Sturzschutz sowie IP68- und IP69-Zertifizierung, also Schutz gegen Staub und Wasser. Der 6600-mAh-Akku soll bis zu 24 Stunden durchhalten. Interessant ist vor allem die Software. Das Gerät kann als externer Monitor für PCs und Macs dienen und sogar mit einem iPhone inklusive Dateiübertragung und iCloud-Unterstützung zusammenarbeiten. Einen Preis nannte Honor noch nicht.
Xiaomi 17 und 17 Ultra setzen auf Leistung und Kamera
Xiaomi bringt mit dem 17 und 17 Ultra seine neue Top-Reihe nach Europa. Während die Geräte in China bereits erhältlich sind, feierte das Ultra-Modell auf dem MWC seine Premiere für den hiesigen Markt. Auffällig ist der Designwechsel: Statt gebogenem Display setzt Xiaomi nun auf eine flache, klarere Linienführung. Das 6,9-Zoll-Panel des 17 Ultra erreicht bis zu 120 Hertz, was für besonders flüssige Darstellung sorgt. Das kleinere 17 bietet ebenfalls ein sehr helles Display mit hoher Schärfe.
Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5, der beide Modelle in die Oberklasse katapultiert. Beim Kamerasystem kooperiert Xiaomi erneut mit Leica. Die Hauptkamera nutzt einen großen 1-Zoll-Sensor mit 50 Megapixeln, ergänzt durch ein 200-Megapixel-Teleobjektiv mit optischem Zoom sowie eine Ultraweitwinkelkamera. Als Software kommt HyperOS 3 auf Basis von Android 16 zum Einsatz und integriert verschiedene KI-Funktionen für Texte und Bilder. Preislich startet das Xiaomi 17 bei 1000 Euro, das 17 Ultra liegt bei 1400 Euro.
Leica Leitzphone bringt Kamera-Fokus
Mit dem Leitzphone bringt Leica erstmals ein eigenes Smartphone nach Europa. Technisch basiert es zwar auf dem Xiaomi 17 Ultra, beim Design und bei der Abstimmung setzt der Kameraspezialist jedoch eigene Akzente. Auffällig sind der geriffelte Aluminiumrahmen, die griffige Rückseite und die markante, runde Kameraeinheit mit rotem Logo.
Im Fokus steht das Triple-Kamerasystem mit 50-Megapixel-Hauptsensor im 1-Zoll-Format, einem 200-Megapixel-Periskop-Tele mit optischem Zoom und einer Ultraweitwinkelkamera. Videos sind bis 8K möglich, also in besonders hoher Auflösung. Ein frei belegbarer Einstellring erlaubt die direkte Kontrolle über Zoom, Fokus oder ISO-Wert, also die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Angetrieben wird das Gerät vom Snapdragon 8 Elite Gen 5, der Akku fasst 6200 mAh. Der Preis liegt bei 1999 Euro.
Fritz! präsentiert neue Router, Repeater und Wi-Fi-7-Technik
Diese Smartphone-Neuheiten kommen bald auf den Markt
FritzBox und FritzRepeater mit Wifi 7
Mit der FritzBox 6835 5G zeigt der Berliner Hersteller erstmals einen Mobilfunk-Router mit Wifi 7. Im Dualband-Betrieb sind laut Hersteller bis zu 3,5 Gigabit pro Sekunde möglich. Über 5G unterstützt das Gerät Stand-alone- und Non-Stand-alone-Netze mit bis zu 2 Gigabit pro Sekunde im Download und 900 Megabit pro Sekunde im Upload.
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Nano-SIM und eSIM werden unterstützt, die Stromversorgung erfolgt über USB-C. Dadurch lässt sich der Router im Notfall auch per Powerbank betreiben. Zusammen mit der 5G-Anbindung eignet sich das Modell damit als flexible Backup-Lösung bei Ausfällen von DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschlüssen. Zwei LAN-Ports mit 2,5 und 1 Gigabit stehen für kabelgebundene Geräte bereit. Im Unterschied zur älteren 6860 5G, die per Power over Ethernet mit Strom versorgt wird und noch Wifi 6 nutzt, setzt die 6835 5G vollständig auf den neuen Standard. Ein Preis steht noch nicht fest.
Neu ist außerdem der FritzRepeater 6700 Pro. Er funkt auf drei Frequenzbändern und unterstützt Wifi 7 inklusive des 6-GHz-Bands, das für zusätzliche Kapazität und weniger Störungen sorgt. Laut Hersteller sind theoretisch bis zu 18 Gigabit pro Sekunde möglich. Für kabelgebundene Geräte stehen ein 10-Gigabit- sowie ein 2,5-Gigabit-LAN-Port bereit, sodass sich der Repeater auch als schnelle LAN-Brücke einsetzen lässt. Einen Preis nannte der Hersteller bislang nicht.
Xiaomi Watch 5 setzt auf Wear OS und Akku
Mit der Watch 5 bringt Xiaomi eine neue Smartwatch mit Wear OS 6 von Google nach Deutschland. Das System integriert Google-Apps sowie den KI-Assistenten Gemini direkt auf der Uhr, sodass sich Nachrichten beantworten, Termine verwalten oder Suchanfragen starten lassen, ohne zum Smartphone zu greifen. WLAN ist ebenfalls an Bord, ein eigenes Mobilfunkmodul fehlt jedoch weiterhin.
Die Uhr kommt im runden 47-Millimeter-Design mit 1,54-Zoll-AMOLED-Display unter Saphirglas und Edelstahlgehäuse. NFC für kontaktloses Bezahlen mit Google Pay wird unterstützt. Dazu kommen umfangreiche Fitness- und Gesundheitsfunktionen inklusive GPS-Tracking und Schnellmessung per Knopfdruck. Der Akku fällt mit 930 mAh vergleichsweise groß aus und soll laut Hersteller bis zu sechs Tage im normalen Betrieb sowie bis zu 18 Tage im Energiesparmodus durchhalten. Die Watch 5 ist seit Ende Februar 2026 erhältlich und kostet rund 300 Euro.