16. September 2026, 12:01 Uhr |
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Ein autonomes Taxi des Fahrdienstes Waymo alarmierte in San Francisco selbstständig die Polizei, als es offenbar eine Schusswaffe im Innenraum erkannte. Was für zwei Jugendliche als gewöhnliche Fahrt begann, endete wenige Minuten später mit einem Polizeieinsatz.
Deshalb schlug das Taxi Alarm
Selbstfahrende Autos sollen Passagiere sicher ans Ziel bringen. Im Fall eines Waymo-Robotaxis in San Francisco führte die Technologie jedoch direkt zu einem Polizeieinsatz. Zwei Jugendliche waren in der Nacht zum 3. September mit dem fahrerlosen Fahrzeug unterwegs, als das System eine mögliche Gefahrensituation erkannte.
Das Taxi stoppte daraufhin eigenständig am Straßenrand und informierte die Behörden. Kurz darauf trafen Polizeikräfte ein, welche laut Polizeibericht sofort eine Kontrolle durchführten. Laut Waymo wurde eine Schusswaffe im Fahrzeuginneren erkannt. Da Waffen gegen die Nutzungsbedingungen des Dienstes verstoßen, löste das Fahrzeug die Meldung aus.
Die Kontrolle bestätigte den Verdacht des Waymo-Robotaxis. Nach Angaben der Ermittler fanden die Beamten ein geladenes Sturmgewehr bei den Jugendlichen, und zwar eine sogenannte „Ghost Gun“, also eine Schusswaffe ohne Seriennummer.
Solche Waffen gelten in den USA als besonders problematisch, weil sie meist selbst zusammengebaut worden sind und sich nur schwer zurückverfolgen lassen. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte zudem Marihuana und Pfefferspray. Die beiden Minderjährigen wurden festgenommen und in eine Jugendhaftanstalt gebracht. Ihre Namen wurden nicht veröffentlicht, die Ermittlungen dauern an.
Der Vorfall zeigt, welche Rolle Sensoren und künstliche Intelligenz in modernen Robotaxis spielen. Die Fahrzeuge von Waymo verfügen über mehrere Kameras im Innenraum. Sie erkennen unter anderem Regelverstöße, helfen dabei, verlorene Gegenstände aufzuspüren, und dokumentieren mögliche Schäden.
Zusätzlich analysieren KI-Systeme die Aufnahmen auf ungewöhnliche oder potenziell gefährliche Situationen. Waymo lässt die Kamerabilder nicht dauerhaft von Mitarbeitern überwachen. Erkennen die Systeme jedoch Hinweise auf Straftaten oder Sicherheitsrisiken, gibt das Unternehmen relevante Daten an die Behörden weiter. Im aktuellen Fall führte genau dieses Zusammenspiel aus Kameras und KI dazu, dass eine vermeintlich gewöhnliche Taxifahrt einen Polizeieinsatz auslöste.
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