Autonome Fahrzeuge von Waymo sollen künftig Fahrgäste durch München befördern Foto: Gado via Getty Images
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TECHBOOK Redaktion
28. August 2026, 7:35 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Autonomes Fahren soll in Deutschland alltagstauglich werden. Ausgerechnet München könnte dabei eine Vorreiterrolle übernehmen.
Der Robotaxi-Anbieter Waymo bereitet seinen Markteintritt in München vor. Nach Unternehmensangaben sollen bereits Ende 2027 die ersten autonomen Fahrzeuge Fahrgäste durch die bayerische Landeshauptstadt chauffieren. Die Tochter des Alphabet-Konzerns bezeichnet den geplanten Start als wichtigen Schritt ihrer weltweiten Expansion.
Bis die Autos selbstständig Passagiere befördern, steht jedoch zunächst umfangreiche Vorarbeit an. In den kommenden Wochen sollen Fahrzeuge von Waymo mit einem Fahrer am Steuer durch München rollen. Dabei will das Unternehmen detaillierte Karten erstellen und seine Fahrprogramme an die besonderen Anforderungen des Münchner Stadtverkehrs anpassen.
Die Bundesregierung sieht in autonomen Fahrzeugen eine wichtige Zukunftstechnologie. Christian Hirte, Staatssekretär im Verkehrsministerium, erklärte, Deutschland solle weltweit eine führende Rolle beim autonomen Fahren und bei der Produktion entsprechender Fahrzeuge einnehmen. Auch die notwendigen rechtlichen Grundlagen seien bereits geschaffen worden.
Nach Ansicht von Hirte darf Europa die Technologie nicht nur einsetzen. Autonome Fahrsysteme sollen auch hier entwickelt werden. Der geplante Start von Waymo könnte deshalb nicht nur neue Mobilitätsangebote schaffen, sondern zugleich die Bedeutung Deutschlands als Entwicklungs- und Produktionsstandort stärken.
München könnte zum europäischen Vorreiter werden
In den USA sind fahrerlose Fahrzeuge von Waymo bereits in mehreren Städten unterwegs. Auch in Deutschland gibt es erste Projekte. So testet die Volkswagen-Tochter Moia ihr Robotaxi bereits in Hamburg. Weitere Städte sollen folgen. Mit dem Einstieg von Waymo nimmt der Wettbewerb jetzt zusätzlich Fahrt auf.
Der Digitalverband Bitkom begrüßt die Pläne. Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sieht München als möglichen europäischen Vorreiter für kommerzielle autonome Fahrdienste. Der Markteintritt sei ein starkes Signal für den Mobilitäts- und Technologiestandort Deutschland. Bis zur ersten Fahrt ohne Fahrer bleibt allerdings noch die angekündigte Test- und Vorbereitungsphase.
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