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Stabilisierung

Die 6 besten Gimbals für Kamera und Smartphone

Kamera auf Gimbal
Gimbals können beim Filmen mit Kamera und Smartphone ganz schön hilfreich sein.Foto: Getty Images

Im Gimbal-Test zeigen sich die Stabilisatoren für Kameras, Smartphones und Co. von ihrer besten Seite. TECHBOOK hat die besten Geräte im Überblick.

Echte Film-Fans brauchen auch echtes Equipment für fabelhaft-inszenierte Kurzfilme, Sequenzen und Co. Insbesondere ein sogenanntes Gimbal ist essenziell fürs Repertoire und darf auf keinen Fall fehlen. Dabei sind die Geräte vielseitiger, als man zunächst denken mag: Die Kamera-Stabilisatoren gibt es für Spiegelreflexkameras, Action-Cams, aber auch für Handys und Smartphones. TECHBOOK hat die Welt der Gimbals unter die Lupe genommen und verrät, worauf es beim Kauf wirklich ankommt. Außerdem: Im Gimbal-Test gibt es unterschiedliche Modelle, die für Einsteiger und Profis gleichermaßen geeignet sind – sowohl für das kleine Portemonnaie als auch für die große Anschaffung.

Schon einmal versucht, wackelfrei mit Smartphone oder Kamera ein gutes Video zu produzieren? Es braucht nur ein paar Zitterer und schon ist die Aufnahme im Eimer. Die Lösung ist ein Gimbal, mit dem sich Kamerabilder beim Dreh stabilisieren lassen. Dabei wird eine kardanische Aufhängung oder ein Schwebestativ an die Cam oder das Smartphone angebracht. Das Resultat: Das Bild verwackelt nicht mehr und Filmsequenzen bekommen einen cineastischen Charakter.

Gimbals im Test: Welche Gimbals empfehlen die Testportale Stiftung Warentest oder Öko-Test?

Auf der Suche nach dem perfekten Gimbal für den Eigengebrauch sind Tests von großer Relevanz. Schließlich sind es Praxistests und Vergleiche, die wahre Schwächen und Stärken der einzelnen Produkte ausfindig machen. Stiftung Warentest oder Öko-Test halten sich bisher aus dem Gimbal-Game raus. Trotz vieler Tests zu Smartphones, Drohnen oder Kameras, verzichten beide großen Portale auf Gimbal-Tests. Wer also nach einem passenden Gimbal Ausschau hält, muss sich zumeist auf Rezensionen und Testberichte kleiner Portale oder Websites verlassen.

Das beste Gimbal für Systemkameras im Test: DJI RSC 2

Bei Idealo mit einer durchschnittlichen Testnote von 1,2 rangiert das Gimbal DJI RSC 2 im Vergleich ganz weit oben. Das Online-Magazin TechRadar aus den USA bewertet den Kamera-Stabilisator mit fünf von fünf Punkten. Das Gimbal überzeugt mit einer mobilen und faltbaren Bauweise, einem sehr guten OLED-Display und Smartphone-Features. Es ist im Allgemeinen geeignet für DSLR- und Systemkameras und kann fünf Hauptfunktionen abdecken: Zeitraffer, Portrait-Modus, 360-Grad-Videos, Panorama und Follow-Focus. Damit eignet es sich hervorragend für Filmemacher, die viel ausprobieren und von vielen Effekten Gebrauch machen wollen. Besonders positiv: Das Gimbal kann mit der DJI-Ronin-App synchronisiert und über Bluetooth ferngesteuert werden. Dank USB-Anschluss ist sogar das schnelle Aufladen über eine Powerbank möglich.

Auffällig: Der Transport des Gimbals wird dank Falt-Technologie stark vereinfacht. So kann der Stabilisator überall mit hingenommen werden. Dabei lässt sich oberhalb des Handgriffs der Kamera-Ausleger nach vorn bewegen. Diese Beweglichkeit ermöglicht im Vergleich auch verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich Bewegungsradien während des Filmens. So können dank flexibler Justierung Aufnahmen so bodennah gemacht werden, wie es ein Kameramann oder eine Kamerafrau nicht könnte.

Maximale Belastbarkeit: 3 Kilogramm
Gewicht: 1,2 Kilogramm
Akkulaufzeit: Bis zu 14 Stunden
Anschlüsse: USB, Zubehörschuh
Features: Zeitraffer, Portrait-Modus, Follow-Focus, 360-Grad-Videos, Panorama
Zubehör: USB-Kabel, 1/4″ Kameraschraube, Objektivhalterung, Kamera-Riser, Kamera-Steuerungskabel, Klettverschlussriemen
Besonderheiten: App-kompatibel, faltbar

Vorteile:

  • Viele Effekte möglich
  • Faltbar
  • Lange Akkulaufzeit

Nachteile:

  • Nicht für Smartphones geeignet

Lesen Sie auch: Wie funktioniert ein Bildstabilisator in der Kamera? 

Gimbal fürs Handy: Smartphone-Gimbal von DJI bei Amazon im Test

Das chinesische Technologie-Unternehmen DJI stellt auch Gimbals fürs Smartphone her. Dazu gehört unter anderem Amazons Bestseller DJI OM4, ein handgeführtes Smartphone-Gimbal mit magnetischer Handyklemme zur Befestigung. Die Stabilisierung funktioniert hier über drei Achsen, sodass Verwackler keine Chance haben. Laut Hersteller ist selbst das Befestigen eines externen Objektivs möglich, ohne, dass das Gimbal in sich zusammenfällt.

Mit einem Filmeffekt wirbt DJI bei diesem Modell im Netz ganz besonders: dem „Hitchcock-Effekt“, auch als Dolly-Zoom, Vertigo-Effekt oder Travelling-Zoom bekannt. Hitchcock setzte die optische Täuschung zuerst im Film „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ ein. Dabei wird während einer Kamerafahrt vom Objekt weg oder zu ihm hin die Brennweite so sehr verändert, dass das Objekt nicht kleiner oder größer wird. Die Umgebung um es herum jedoch verzerrt sich. Genau dieser cinematische Effekt soll laut DJI mit dem Gimbal OM 4 möglich sein.

Damit aber nicht genug: Ein Feature namens ActiveTrack 3.0 ermöglicht das automatische Verfolgen von Motiven wie Menschen, Kindern und Tieren. Das mobile Gimbal lässt sich zusätzlich für schnelle Fotosessions ganz einfach in einen Selfie-Stick umwandeln – damit ist es ein Highlight auf Geburtstagen oder bei Parties aller Art.

Maximale Belastbarkeit: 290 Gramm
Gewicht: 390 Gramm
Akkulaufzeit: Bis zu 15 Stunden
Anschlüsse: USB
Features: Zeitraffer, Zeitlupe, Story-Modus, Hyperlapse, Panorama, Motionlapse
Besonderheiten: App-kompatibel, zusammenklappbar, Dolly-Zoom, mobil

Vorteile:

  • Viele Effekte möglich
  • Klappbar

Nachteile:

  • Nicht für Action-Cams geeignet

Lesen Sie auch: Die Smartphones mit den besten Kameras

Das beste Gimbal für die GoPro: Action-Cam-Filme mit FeiyuTech G5

Immer mehr Hobbyvideografen setzen bei besonderen Anlässen oder im Urlaub auf Action-Cams. Der große Unterschied zu regulären digitalen Kameras? Action-Cams sind explizit für actionreiche Sequenzen gebaut: Sie vertragen Stöße, Stürze, sind wetterfest und oft sogar wasserdicht. Dadurch eignen sie sich für rasante Abenteuer wie aufregende Autofahrten, Fallschirmsprünge oder Unterwasseraufnahmen. Besonders die GoPro Hero gehört derzeit zu den absoluten Klassikern der Action-Cams. Eine actionfeste Cam benötigt jedoch auch ein actionfestes Gimbal.

Das Positive zuerst: Gimbals für Action-Cams sind im Preis im Vergleich deutlich erschwinglicher als solche für DLSR-Kameras oder sperrige Filmkameras. Empfehlenswert ist etwa das Gimbal G5 der Firma FeiyuTech. Das 3-Achsen-Gimbal bietet trotz kleinem Preis einiges: So ist maximales Schwenken und Kippen mit 360-Grad-Motor mit an Bord. Dank ergonomischem Handgriff liegt das kleine Gimbal gut in der Hand. Ein Manko: Es zeigt im Test seine Outdoortauglichkeit. Der Hersteller betont aber, dass es lediglich spritzwassergeschützt ist. Die Bauweise ermöglicht allerdings keine Wassertauchgänge. Das FeiyuTech-Gimbal ist kompatibel mit sämtlichen GoPro-Modellen. Hat es eine Actionkamera-ähnliche Abmessung, passt es laut Herstellerangaben auch in die Vorrichtung. Akkutechnisch hinkt das Gerät den großen Modellen für fulminante Filmkameras etwas hinter. Das Gimbal kommt auf etwa 8 Stunden Laufzeit.

Für wen aber ist das Gimbal für Actions-Cams geeignet? Wer auf YouTube unterwegs ist, weiß bereits die Antwort: Denn gerade Vlogger setzen auf die leichten Bild-Stabilisatoren für die GoPro (eine beliebte Kamera unter den YouTube-Creatoren). Wer Daily Routines abdreht und seinen Zuschauer täglich in den Alltag mitnimmt, profitiert zusätzlich vom Selfie-Modus.

Maximale Belastbarkeit: keine Angabe
Gewicht: 271 Gramm
Akkulaufzeit: Bis zu 8 Stunden
Anschlüsse: USB
Features: Zeitraffer, Portrait-Modus, Follow-Focus
Besonderheiten: App-kompatibel, spritzwassergeschützt

Vorteile:

  • Alle Action-Cams sind kompatibel
  • Selfie-Modus

Nachteile:

  • Nur spritzwassergeschützt
  • Kurze Akkulaufzeit

Günstigstes Handy-Gimbal von Artoful im Test auf Amazon

Auf der Suche nach dem günstigsten Gimbal für das Smartphone wird man bei Amazon recht schnell fündig. Ein Beispiel: Das Handy-Gimbal von Artoful. Der mobile Stabilisator kombiniert drei großartige Features in einem: So ist es zum einen ein Selfie-Stick, zum anderen ein Handyständer, aber zusätzlich auch ein Gimbal. Es funktioniert wie alle anderen Modelle auch – der niedrige Preis jedoch deutet schon darauf hin, dass hier nicht allzu viele Sonderfunktionen warten. Trotzdem: Die intelligente Anti-Shake-Funktion ermöglicht das Schießen von ruckelfreien Bildern oder den Dreh von Videoinhalten, die sehr flüssig aussehen. Mit dabei ist auch eine Fernbedienung zur Fernsteuerung innerhalb eines Radius von 10 Metern. Das ist vor allem für das Schießen von Gruppenfotos und -Videos im Selfie-Modus nützlich. Ein klarer Vorteil: Das Gimbal ist leicht und klein und damit schnell im Rucksack oder der Tragetasche verstaut.

Aber kann ein derart günstiges Gimbal für ein Handy auch im Test überzeugen? Die Rezensionen auf Amazon fallen gemischt aus: Die Kernfunktionen performen trotz des Preises solide, Wackler und Co. werden eliminiert, was zu smoothen Videoaufnahmen führt. Der erste Eindruck vieler Nutzer: Das Stativ wirkt etwas klapprig. Und auch die Bedienungsanleitung sei recht schwer verständlich. Die Fernbedienung erfülle ihren Zweck nur mäßig, könne sie zwar Fotos schießen und auch Videos starten, aber Pause- und Stopp-Funktionen fehlen komplett. Im Gegenzug dazu erläutern Käufer aber, dass das Gimbal gerade für Reisen und spontane Events top sei, da es leicht, mobil und schnell verstaut ist.

Maximale Belastbarkeit: keine Angabe
Gewicht: ca. 330 Gramm
Akkulaufzeit: keine Angabe
Anschlüsse: keine Angabe
Features: Selfie-Modus, Stabilisierung
Besonderheiten: besonders leicht, 3-in-Produkt

Vorteile:

  • Mit Fernbedienung
  • Sehr günstig
  • Kompakt

Nachteile:

  • Wenig Funktionen
  • Eher klapprig

Top-Bewertungen für das professionelle Gimbal Weebill 2 Standard von Zhiyun

Nicht jeder ist lediglich ein ambitionierter Amateur-Produzent, der seine ersten Schritte mit einer Handykamera startet. Wer bereits eine schwere Film- oder DSLR-Kamera sein Eigen nennen darf, kann sich an wirklich professionellen Gimbals für große Foto- und Videoproduktionen orientieren. Eine starke Bewertung bei Amazon sichert sich etwa das Gimbal von Zhiyun Weebill 2. Das englischsprachige Online-Magazin PCMag.com vergibt zudem die Testnote 2,0. Das Gimbal für Systemkameras wartet mit einigen Mega-Highlights und tollen Funktionen auf. Gerade die Fülle an Features dürfte kreative Köpfe begeistern. Diese Funktionen unterstützt das Weebill-2-Gimbal:

  • Zeitraffer
  • Portrait-Modus
  • Follow-Focus
  • Hyperlapse
  • Zoom
  • Go-Modus
  • Vortex-Modus
  • Panorama

Mit einer Belastbarkeit von bis zu drei Kilogramm passt auch eine schwere Foto- und Filmkamera wie eine Canon EOS-R6 oder Nikon Z6 II in die Installation. Das Gimbal an sich ist jedoch im Vergleich auch kein Leichtgewicht: Es wiegt stattliche 1,47 Kilogramm. Mit im Set des Stabilisators enthalten ist ein Tripod, also ein Dreifuß-Stativ für die Kamera. Der Hersteller Zhiyun gibt in der Produktbeschreibung an, neue Infineon-Chips und einen verbesserten Algorithmus als Vorgängermodelle zu verwenden, um schnellere Reaktionen und bessere Qualität der Filmsequenzen des Gimbals zu arrangieren. Sehr spannend: Zhiyun setzt im Vergleich zu anderen Basic-Modellen auf ein Touchdisplay mit 2,88 Zoll, das sogar ausgeklappt, gedreht und geneigt werden kann. Darüber lassen sich verschiedene Einstellungen managen. Das ist zum Herumprobieren besonders spaßig. Für das Smartphone gibt es zusätzlich eine App von Zhiyun Platz, in der noch mehr Features zur Wahl stehen.

Maximale Belastbarkeit: 3 Kilogramm
Gewicht: ca. 1,47 Kilogramm
Akkulaufzeit: keine Angabe
Anschlüsse: USB
Features: Panorama, Zeitraffer, Portrait-Modus, Follow Focus, Hyperlapse, Zoom, Vortex-Modus, GO Modus
Besonderheiten: App-kompatibel, viele Features, Fokusrad, Touch-Display, inklusive Tripod, im Set noch mehr Zubehör enthalten

Vorteile:

  • Viele Effekte und Funktionen
  • Touchdisplay

Nachteile:

  • Recht schwer

Lesen Sie auch: Die richtigen Einstellungen bei der Systemkamera

Mobiles Handheld-Gimbal von DJI im Vergleich für die schnellen Aufnahmen

Manchmal ist man kein Hobbyfilmer oder professioneller Videograf – aber im Urlaub oder auf Social Media soll die Content-Qualität stimmen. Für Vlogs, Selfies, Urlaubsfilme und Co. eignen sich mobile Gimbals am besten. Die Einhand-Modelle sind für den Alltag großartig, um schnell wackelfreie Videos und Fotos zu produzieren, die keine Nachbearbeitung benötigen. Gerade der platzsparende Effekt dank tragbarer Falttechnik macht die kleinen Modelle in den letzten Jahren so beliebt. Sie sind vor allem durch Instagram, TikTok und YouTube auf dem Vormarsch, da viele Menschen auf den sozialen Kanälen nun selbst Inhalte schaffen wie audiovisuelle Medien à la Videos, Filme und Co.

Ein Bestseller in diesem Bereich ist das Gimbal OM 5 von DJI mit Funktionen wie einem Story-Modus, Follow-Focus und für die Sozialen Medien relevante Selfie-Modus. Die Ausstattung ist für Nachwuchstalente top: Eine Kamera-Steuerung, eine magnetische Smartphone-Klemme und ein integrierter Verlängerungsstab machen das Filmen zu einem Kinderspiel. Hinzu kommt eine gute Masse an mitgeliefertem Zubehör: Eine Tasche, Handschlaufe, Smartphone-Halterung und ein Tripod erleichtern den Start in die Hobbyfilmer-Szene. Mobile Gimbals wie die von DJI sind für Jugendliche und Amateure geeignet, um sich mit der Gimbal-Technik zunächst vertraut zu machen. Preislich rangieren gerade DJI-Modelle im 100-Euro-Bereich. Das heißt: Wer gerne seinen Content etwas verfeinern möchte und auf qualitativ hochwertige Inhalte setzt, der kann sich mit einem mobile Gimbal schön austoben, ohne zu tief ins Portemonnaie zu greifen.

Maximale Belastbarkeit: 290 Gramm
Gewicht: 290 Gramm
Akkulaufzeit: keine Angabe
Anschlüsse: USB
Features: Zeitraffer, Panorama, Story-Modus, Follow-Focus, Selfie-Modus, ShotGuides
Besonderheiten: App-kompatibel, Bluetooth, faltbar, viel Zubehör, mobil

Vorteile:

  • Perfekt für Social-Media-Produktionen
  • Kompakt und praktisch

Nachteile:

  • Relativ günstig

Was genau ist ein Gimbal?

Das Wort Gimbal kommt aus dem Englischen und bedeutet sachgemäß „kardanische Aufhängung“. Es dient dabei der externen Bildstabilisierung bei Aufnahmen. Seine Funktion kurz und knapp: Dank der durchdachten Konstruktion gleichen Gimbals Bewegungen in verschiedene Himmelrichtungen aus, sodass ein aufgenommenes Video nicht verwackelt. Der Vorteil: In der Postproduktion müssen Filmsequenzen nicht mehr nachjustiert und durch Filter stabilisiert werden. Letzteres sieht im Endergebnis meist sowieso nicht ganz stimmig aus.

Gimbals sind erst in den vergangenen Jahren in der Hobbyfilmer-Szene angekommen, waren sie doch zunächst nur ein Gadget für Filmproduzenten, um etwa schwenkende Kamerafahrten möglich zu machen. Gerade unter YouTubern ist das Gimbal aber mittlerweile zum Must-have geworden, um Wackler beim Vloggen zu eliminieren. Der Clou nämlich: Sie sind nicht nur für hochkarätige Action-Cams, Spiegelreflexkameras oder teure Filmkameras verfügbar – es gibt auch zahlreiche Gimbals für Smartphones, ganz gleich ob Android oder iPhone.

Wozu braucht man ein Gimbal?

Ob ein Gimbal zum Filmen nötig ist, bleibt einem selbst überlassen. Wer eine ruhige Hand beim Filmen hat, dürfte sich über mögliche Wackler in Shots weniger aufregen, als diejenigen, die eher zittrig unterwegs sind. Generell gilt aber: Wer wirklich professionelle Videos produzieren möchte, in denen viel Bewegung ist – etwa beim Sport, im Auto oder auf dem Fahrrad – sollte sich einen Kauf überlegen. Denn durch den Einsatz des Bild-Stabilisators entstehen hochqualitative und sehr professionell wirkende Filmsequenzen, die sich von alltäglichen Aufnahmen durch eine Handy-Kamera deutlich abheben. Hobbyfilmer, Selbstständige und Videoproduzenten brauchen also in jedem Fall ein Gimbal, um Top-Ergebnisse zu erzielen.

Handy-Gimbals im Test: Drei Kriterien für den Kauf

Bevor Sie ein Modell aussuchen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welches Gerät Ihre Ansprüche erfüllen kann. Dies sind die wichtigsten Kriterien, über die Sie vorab entscheiden sollten:

Der Einsatzzweck: Wer ein großes Aufnahmegerät hat, braucht ein passendes Gimbal dafür. Denn eine DSLR-Kamera beispielsweise ist wesentlich größer und schwerer als ein Smartphone – das Gewicht sollte auch das zugehörige Gimbal tragen können. Gimbals für Smartphones und Action-Cams sind meist deutlich kleiner und auch als Selfie-Stick nutzbar. Dank der kleinen Bauweise und ihrer Handlichkeit, sind sie schnell im Gepäck verstaut. Kleines Manko: Gimbals für das Smartphone haben eine kleinere Schwenkachse und einen geringeren Neigungswinkel als die größeren Modelle für Kameras.

Die Akkulaufzeit: Damit Sie richtig Spaß am Filmen haben können, sollten Sie in jedem Fall auf die Akkulaufzeit achten! Gimbals sind technisch betrieben und kommen mit Akku oder Batterien. Die meisten Gimbals werden mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet. Ein Blick auf die klassischen Modelle verrät: Eine Akkulaufzeit zwischen 6 und 12 Stunden ist normal. Wer richtig Power für große Projekte möchte, der setzt auf einen Stabilisator mit 18 Stunden Akkulaufzeit. Dann steht dem Blockbuster nichts mehr im Wege. Keine Steckdose beim Filmen in Sicht? Dann ist ein Gimbal mit USB-Anschluss die richtige Wahl. Schwächelt der Akku, können Sie ganz in Ruhe eine Powerbank zum Aufladen verwenden.

Die Handhabung: Ein professionelles Gimbal kann noch so toll sein – ist es unhandlich zu bedienen, werden Sie es in den Keller verfrachten und nie wieder anfassen. Achten Sie darauf, dass alle wichtigen Bedienelemente am Gerät bei Drehs gut zu erreichen sind. Ein ergonomischer Griff macht einen Filmtag sogar recht gemütlich – denn am Ende ist nichts schlimmer als ein Stabilisator, der unbequem in der Hand liegt. Nice-to-have ist eine zugehörige App zum Gimbal, mit der Sie das Gerät fernsteuern können, sofern erwünscht.

Gimbals für das Handy: Vorteile und Nachteile im Überblick

Grundsätzlich ist der Gebrauch eines Gimbals für einen Videodreh positiv. Neben den zahlreichen Pluspunkten, die ein solches Gerät mitbringt, verstecken sich aber auch kleine Nachteile, die beim Kauf berücksichtigt werden sollten:

Vorteile:

  • Starke und professionelle Shots durch wenig Verwackler möglich
  • Weniger Versuche, da keine ruinierten Shots durch Zittern – das spart Zeit
  • Keine Stabilisierung in der Postproduktion nötig
  • Extra-Effekte wie Timelapse oder Fokus bei speziellen Gimbal-Modellen
  • Leicht und kompakt im Gegensatz zu Steadycams
  • Einfache Handhabung
  • Niedriger Anschaffungspreis

Nachteile:

  • Nicht jeder Verwackler kann perfekt stabilisiert werden (zum Beispiel bei Mikrovibrationen)
  • Nur Rotationen werden stabilisiert
  • Bei fehlender Stromquelle kein Filmen nach Akkuaufbrauch möglich

Was kostet ein Gimbal?

Die Anschaffungskosten eines Gimbals könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Modelle für Smartphones für 30 Euro erhältlich sind, kann ein Gimbal für eine Filmkamera oder Drohne im Vergleich schon einmal über 1000 Euro kosten. Hier unterscheiden sich die Gadgets allerdings auch wesentlich hinsichtlich ihrer Funktionen. Günstige Modelle reichen aber zunächst vollkommen aus, um sich an ein Gimbal zu gewöhnen und kleine Hobbyfilmchen oder Aufnahmen für Instagram oder TikTok zu inszenieren, die nicht für die große Leinwand produziert sind. Professionelle Aufnahmen entstehen aber dann erst durch höherpreisige Modelle – das sollte jedem Käufer zu Beginn klar sein.

Wie benutzt man ein Gimbal beim Dreh?

Wie bei vielen kreativen Arbeiten rund ums Filmen und die Videoerstellung, heißt es auch im Umgang mit einem Gimbal: Üben, üben und nochmals üben. Machen Sie sich zu Beginn mit dem Gimbal und seinen Funktionsweisen vertraut, bevor ein großer Videodreh ansteht. Probieren Sie verschiedene Stilrichtungen aus, üben Sie Schwenks und Neigungen und lassen Sie sich überraschen, welche Bewegung später welchen Effekt hervorbringt. Anfangs ist es vor allem wichtig, dass Ihr Gimbal fest mit Ihrer Kamera verbunden ist. Falls Sie eine App zum Fernsteuern haben, können Sie bereits damit beginnen, einige Features auszuprobieren und sich mit den Funktionalitäten anzufreunden.

Empfehlenswert ist das Üben verschiedener Laufbewegungen, um spannende Shots zu ermöglichen. Wichtig: Trotz der Bildstabilisierung sollten Sie auf ruckartige Motions verzichten und keine Verwackler herausfordern, es sei denn Ihr Filmstil sieht dies vor. Tabu sind außerdem Sprünge, da vertikale Bewegungen nur mäßig gut ausgeglichen werden können. Eine kontinuierliche Höhe beim Filmen verleiht einen professionellen und flüssigen Hauch und sorgt für Harmonie im Bild.

Verzichten Sie zu Beginn auf einen manuellen Fokus. Warum? Gerade Hobbyfilmer unterschätzen den Schwierigkeitsgrad des manuellen Fokus bei Nutzung eines Gimbals. Die Nutzung von Unschärfen in Videos und Fotos mag vielleicht besonders effektiv sein, kann aber auf Dauer durchaus anstrengend aussehen, wenn man es übertreibt oder im Vornherein nicht besser weiß. Dafür gibt es glücklicherweise für Anfänger und Profis den Autofokus im Gimbal, der Objekte während der Videoaufnahmen dauerhaft in den Fokus rückt. Das erleichtert die Filmproduktion ungemein.

Steadicam vs. Gimbal im Vergleich: Was sind die Unterschiede?

Gimbals gibt es noch gar nicht so lange auf dem Markt. Aber welche Alternative gab es zuvor für die Bildstabilisation, wenn Filmproduzenten auf Zitterpartien und Verwackler verzichten wollten? In der Regel griff man in der Vergangenheit auf sogenannte Steadicams. Diese Kamera-Aufhängungen werden im Vergleich auf den Schultern von Kameramännern oder -frauen befestigt oder umgehängt. Durch die durchdachte Bauweise konnten Filmaufnahmen wackelfrei aufgenommen werden. Doch mit Steadycams gelingt es meist nicht, Dynamik durch einen aufregenden Schwenk darzustellen, denn Steadycams helfen nur bei frontalen Aufnahmen. Damit löst das Gimbal die Steadycam auf lange Sicht ab, da es deutlich flexiblere Shots und mehr Freiheiten bei Drehs möglich macht.

Filmen mit Gimbals: 5 Tipps und Tricks

Ganz gleich, ob ein Gimbal für ein Smartphone oder eine Action-Cam, oder ein Gimbal für eine Systemkamera – wer Besitzer eines Bild-Stabilisators ist, wird nicht sofort zum Profi-Produzenten. Hier heiß es: Übung macht den Meister! Trotzdem können Sie sich an einige Profi-Tipps halten, um bereits in den ersten Schritten Top-Filme zu produzieren und den Zuschauer zu beeindrucken. Welche Tipps und Tricks das sind? Hier die Top-5-Tricks:

Auf Bodenhöhe filmen

Jeder kann vor einem Objekt oder Menschen stehen und auf „Record“ drücken. Was aber, wenn Sie perspektivisch viel mehr aus Ihrem Film herausholen wollen? Versuchen Sie doch einmal, auf dem Boden oder in Bodennähe zu filmen. Dazu müssen Sie das Gimbal – logisch – einfach nur drehen, also kopfüber halten. In der Postproduktion aber bitte nicht vergessen, das Filmmaterial wieder um 180 Grad zu drehen, falls vorgesehen.

Der richtige Laufstil

Einfach loswandern und dabei locker mit dem Gimbal filmen? Das wäre schön. Besser werden die Resultate, wenn Sie die Arme anwinkeln und beim Laufen leicht in die Hocke gehen, da so bereits wippende Laufbewegungen eliminiert werden. Wer normal läuft, der wankt nämlich gerne einmal. Das wird dann zwar im Nachgang vom Gimbal ausgebessert, noch weicher sieht der Effekt aber in der Hocke aus.

Fahrbarer Untersatz

Für richtig viel Action sorgt ein fahrbarer Untersatz beim Filmen mit Gimbal. Denkbar wäre hier das Filmen auf einem Fahrrad oder aus dem Auto (hier ist Vorsicht geboten!) oder aber auf einem Hoverboard. Die schnellen Kamerasequenzen sehen im Nachhinein schön dynamisch aus.

Planung ist das A und O

Sie sind nicht nur der Filmemacher, sondern gleichzeitig Regisseur! Planen Sie den Dreh vorher, um tolle Effekte einzuplanen. So können Sie mit einer durchdachten Szene und geplanten Bewegungen beispielsweise One-Shot-Videos drehen. Aber auch coole Übergänge sind möglich, wenn Sie vorher wissen, was genau Sie filmen wollen und wo Protagonisten und Co. ein- und auszugehen haben.

Ausprobieren

Nach dem Kauf sind Sie wahrscheinlich schon ganz wild auf erste Tests. Das ist auch gut so: Probieren Sie sich aus und finden Sie Ihren eigenen Filmstil und Ihre Herangehensweise an Video-Shootings. Sie werden sehen: Irgendwann entwickeln Sie eine Routine mit Ihrem Gimbal. Nach einigen Monaten wissen Sie, welche Features für Sie relevant und welche verzichtbar sind. Kreativität ist in der Filmindustrie das A und O. Ganz egal, ob es nur ein Urlaubsfilm ist oder ein Blockbuster werden soll – am Ende sollen Sie Spaß an allem haben.

Gimbal-Test: Tolle Modelle mit vielen Funktionen im Vergleich für Amateure und Profis

Da es wenige Gimbal-Tests im Netz gibt, überlegen Sie vor dem Kauf genau, was Ihnen ein Gimbal wert ist und wofür Sie es nutzen wollen. Testen Sie, wenn möglich, Modelle in Fachgeschäften oder bei Bekannten, um einen Vergleich zu ziehen oder sich beraten zu lassen. Ein Gimbal ist ein nützliches Tool für Hobby-Filmemacher oder professionelle Produzenten, um amateurhafte Aufnahmen gänzlich zu vermeiden. Gerade zittrige Hände oder wackelige Angelegenheiten können beim Filmen mächtig stören – da kann die Storyline noch so gut sein.

Der Vergleich der beliebtesten Gimbals zeigt: Gimbals gibt es in etlichen Varianten, für Smartphones, Handys, Action-Cams, Filmkameras oder aber auch für Drohnen. Die Preis-Range der Gimbals, die es online zu erwerben gibt, könnte größer nicht sein. Leichte Modelle für Smartphones sind optimal für den täglichen Gebrauch und finden gern auch mal Platz in einer Tragetasche. Schwere Gimbals für Filmkameras bringen da schon mehr auf die Waage, können aber gleichermaßen mit einer großen Vielzahl an spannenden Features glänzen. Die Gimbal-Welt ist groß – und für jeden ist das perfekte Modell dabei.

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