X warnt Nutzer künftig vor korrigierten Falschmeldungen
X erhält eine Warnfunktion, die Nutzer bei Falschmeldungen informiert (Symbolbild) Foto: TECHBOOK
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Rainer Schuldt
10. Juli 2026, 8:54 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Wer auf X mit einem später korrigierten Beitrag interagiert hat, soll künftig aktiv auf die Falschmeldung hingewiesen werden. Plattform-Eigentümer Elon Musk kündigt dafür eine neue Benachrichtigungsfunktion an. Viele Details sind allerdings noch offen.
X setzt auf deutlich sichtbare Warnungen
Die Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) plant eine neue Funktion, die Nutzer per Direktnachricht informiert, wenn ein Beitrag korrigiert wurde, den sie zuvor gelikt, geteilt oder kommentiert haben. Das kündigte Eigentümer Elon Musk an. Einen konkreten Termin für die Einführung der Funktion nannte er aber nicht.
Die Benachrichtigungen sollen auf dem bestehenden Community-Notes-System basieren. Dabei verfassen Nutzer zusätzliche Hinweise oder Korrekturen zu Beiträgen, die potenziell irreführende Informationen enthalten. Bislang erscheinen entsprechende Hinweise lediglich als Benachrichtigung innerhalb der App oder in der Webversion. Künftig sollen sie direkt im X-Chat zugestellt werden und dadurch deutlich schwerer zu übersehen sein.
Community Notes sollen schneller Wirkung entfalten
Mit der Neuerung reagiert X auf einen der größten Kritikpunkte am Community-Notes-System: Korrekturen erreichen viele Nutzer erst, nachdem sich ein irreführender Beitrag bereits weit verbreitet hat. Aktuell ist eine Community Note erst sichtbar, wenn andere Nutzer sie als hilfreich bewertet haben und sie mindestens 24 Stunden veröffentlicht war. Die Autoren des ursprünglichen Beitrags erhalten eine entsprechende Information bereits nach sechs Stunden.
Nach bisherigen Untersuchungen werden 85 bis 90 Prozent aller vorgeschlagenen Community Notes nie veröffentlicht. Nutzer erfahren deshalb oft nicht, dass ein Beitrag, den sie gesehen oder weiterverbreitet haben, später korrigiert wurde. Die geplanten Direktnachrichten könnten diese Informationslücke zumindest teilweise schließen. Noch unklar ist allerdings, wie genau die Funktion umgesetzt wird. X hat bislang nicht mitgeteilt, ob die Direktnachrichten standardmäßig aktiviert sein werden oder ob Nutzer sie deaktivieren können.
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