14. April 2026, 16:53 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
XChat setzt bei seinen Funktionen auf ein vertrautes Konzept. Die App orientiert sich an Diensten wie WhatsApp, Telegram und Signal. Geplant sind klassische Textnachrichten sowie Audio- und Videogespräche. Auch Gruppenchats sollen möglich sein.
Zudem sind weitere Funktionen – etwa selbstlöschende Nachrichten, Dateiversand und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – geplant. X betont außerdem, dass kein Tracking stattfinden und keine Werbung angezeigt werden soll. Nun ist XChat offiziell im App Store von Apple gelistet.Damit wird der Start der neuen Chat-App aus dem Umfeld des Kurznachrichtendienstes X greifbarer. Der Release der Anwendung ist für den 17. April 2026 exklusiv für iOS geplant.
Kritik an Verschlüsselung und Datenschutz
Trotz dieser Ankündigungen gibt es Zweifel an der Umsetzung. Bereits im Juni 2025 berichtete „The Register“ über Kritik von Sicherheitsexperten. Diese bemängeln unklare Angaben zur Verschlüsselung. Elon Musk sprach in diesem Zusammenhang von einer Bitcoin-ähnlichen Architektur, ohne dies genauer zu erklären. Fachleute sehen diese Beschreibung kritisch, da die Bitcoin-Blockchain selbst nicht verschlüsselt ist.
Auch beim Datenschutz gibt es offene Fragen. Laut App-Store-Eintrag kann die App Informationen wie Kontakte, Suchverläufe oder Standortdaten erfassen. Diese Daten könnten mit dem Nutzerkonto verknüpft werden. Das steht im Spannungsverhältnis zum Anspruch, kein Tracking zu nutzen.
Wettbewerb mit WhatsApp bleibt offen
Ob sich XChat im Markt durchsetzt, ist derzeit unklar. WhatsApp ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und stark verbreitet. Für viele Menschen gehört der Dienst fest zum Alltag. XChat bringt jedoch zwei mögliche Vorteile mit. Die App funktioniert ohne Rufnummer. Außerdem könnte die enge Verbindung zur Plattform X für schnelles Wachstum sorgen.
Ein weiterer Faktor könnte dem neuen Messenger helfen. In den USA läuft eine Sammelklage gegen Meta. Dabei geht es um den Vorwurf, dass Dritte Zugriff auf private WhatsApp-Chats gehabt haben sollen. Meta weist diese Vorwürfe zurück und verweist auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Auch interessant: Diese neue WhatsApp-Funktion sorgt für mehr Privatsphäre
Der Fall ist noch nicht entschieden. Dennoch könnte er das Vertrauen in WhatsApp schwächen und den regulatorischen Druck erhöhen. Für neue Anbieter wie XChat könnte sich daraus eine Chance ergeben, sich als sichere Alternative zu positionieren.