11. April 2026, 12:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Bald könnte der Messenger WhatsApp die bisher zwingende Telefonnummer für Chats überflüssig machen. Wer neue Kontakte kennenlernen möchte – sei es auf einer Party, im Job oder nach einem Online-Treffen –, muss bisher die eigene Rufnummer teilen. Gerade bei lockeren Bekanntschaften oder kurzlebigen Kontakten sorgt das oft für ein mulmiges Gefühl. WhatsApp löst dieses Problem mit einer Funktion, die seit Längerem in Arbeit ist.
Nutzername als neue Identifikation
Ende November 2025 wurde bekannt, dass WhatsApp frei wählbare Nutzernamen erwägt, die anstelle von Rufnummern zur Identifikation dienen sollen. Ziel ist, dass die Telefonnummer im Alltag nicht mehr nötig ist, um in Kontakt zu treten. Für die Kontoerstellung bleibt die Rufnummer allerdings weiterhin erforderlich. Der Nutzername soll vielmehr als Alternative dienen, um die eigene Telefonnummer im Alltag zu schützen. Jetzt bekommen laut WABetaInfo erste Nutzer in einem stark begrenzten Testlauf Zugriff auf die neue Funktion.
Schutz vor unerwünschten Kontakten
Die Nutzernamen bringen allerdings auch Risiken mit sich, denn Fremde könnten gezielter Kontakt aufnehmen oder Profile leichter finden. Darauf reagiert WhatsApp mit Sicherheitsmechanismen: Wer keine unerwünschten Anfragen erhalten möchte, kann einen zusätzlichen Code vergeben. Nur wer diesen Code und den Nutzernamen kennt, kann eine Unterhaltung starten. Das soll vor allem Spam und ungebetene Nachrichten verhindern.
So soll man sich seinen WhatsApp-Nutzernamen sichern können
WhatsApp erleichtert Suche nach unbekannten Nummern
Schrittweise Einführung geplant
Wann die Funktion für alle verfügbar wird, ist noch offen. Sicher ist nur: Der Rollout erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst erhält nur eine kleine Nutzergruppe Zugriff. Nach und nach sollen weitere Anwender die Funktion nutzen können. Da die Arbeiten schon mehrere Monate laufen, dürfte die breitere Einführung nicht mehr lange auf sich warten lassen.
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Kann ich die Funktion bereits nutzen?
Ob Dein Account schon dazugehört, zeigt sich in den Profileinstellungen. Taucht dort ein neues Feld für den Nutzernamen auf, lässt sich dieser sofort einrichten. Ansonsten heißt es weiter abwarten. Nutzernamen dürfen zwischen drei und 35 Zeichen lang sein und nur Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche enthalten.
Außerdem muss mindestens ein Buchstabe enthalten sein. Namen, die wie Internetadressen aussehen oder mit „www.“ beginnen, sind nicht erlaubt. Neue Namen dürfen zudem nicht bereits auf anderen Meta-Diensten wie Facebook oder Instagram genutzt werden. Eine Übernahme bestehender Namen ist nur mit Nachweis über das Account Center möglich.