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Klage eingereicht

Etwa 1500 WhatsApp-Mitarbeiter sollen Zugriff auf alle Nutzerdaten haben

WhatsApp-Logo auf einem Smartphone
Meta wurde jetzt wegen WhatsApp verklagt Foto: Getty Images
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Woon-Mo Sung
Redakteur

9. September 2025, 13:41 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Milliarden Menschen nutzen täglich WhatsApp. Der Messenger ist noch immer der Klassenprimus in seiner Sparte. Doch jetzt machen schwere Vorwürfe die Runde, da eine einstmals wichtige Person des Unternehmens WhatsApp verklagt hat.

Meta von ehemaligem Sicherheitschef wegen WhatsApp verklagt

Das berichtet jetzt unter anderem „CNBC“. Demnach habe der ehemalige Sicherheitschef des Messengers, Attaullah Baig, den verantwortlichen Konzern Meta (ehemals Facebook) wegen WhatsApp verklagt. Monate zuvor verlor er seine Stelle im Unternehmen und wirft ihm nun mehrere Vergehen vor.

Unter anderem heißt es in der Klageschrift, dass ungefähr 1500 Mitarbeiter uneingeschränkten Zugang zu allerlei Nutzerdaten haben sollen, darunter auch sensible Informationen. Dazu gehören IP-Adressen, Standort- und Kontaktdaten und sogar Profilbilder.

Das Problem sei sogar so akut, dass jeder dieser Mitarbeiter die Möglichkeit besitze, einen gewählten Beamten anhand seiner Standortdaten zu lokalisieren, während man mit dessen IP-Adresse andere Personen anschreibt, um dann auf diesem Wege deren Kontaktnummer in Erfahrung zu bringen. Dieser Umstand verstoße gegen Vereinbarungen mit der US-Wettbewerbsaufsicht FTC.

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100.000 WhatsApp-Hacks pro Tag

Baig betont in seiner Klage, dass es theoretisch sehr einfach wäre, dass einer dieser 1500 Mitarbeiter bei WhatsApp Nutzerdaten stiehlt. Dies wäre dann sogar möglich, ohne dass man es bemerken oder zurückverfolgen könnte.

Zusätzlich soll man bei Meta gegen Vorgaben der DSGVO verstoßen, da keine Liste aller gesammelten Nutzerdaten existiert, die das Unternehmen aber angeben müsse. Ferner gebe es weder die Möglichkeit, Zugriffe auf Nutzerdaten zu erkennen, noch Datenlecks zu registrieren. Ein Inventar der Daten-speichernden Systeme fehle ebenfalls. Obendrauf soll es täglich zu etwa 100.000 Übernahmen von WhatsApp-Konten durch Cyberkriminelle kommen, gegen die man aber bislang kaum etwas unternehme.

So reagiert Meta auf die Klage

Baig habe 2021 seine Tätigkeit bei Meta aufgenommen und hat in der Folge mehrfach die Sicherheitsbedenken intern vorgebracht. Auch soll er Gegenmaßnahmen vorgeschlagen haben, auf die man jedoch nicht eingegangen sei. Stattdessen habe man sich innerhalb des Unternehmens gegen ihn gestellt. Später sei er wegen angeblich schlechter Leistung entlassen worden. Nun hat er Meta wegen WhatsApp verklagt.

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Der Konzern hat mittlerweile zu den Anschuldigungen in einem Statement Stellung bezogen. Darin beschreibt man die Vorwürfe als „verzerrte Behauptungen“, die die „anhaltende harte Arbeit unseres Teams“ falsch darstellen würden. Bei Meta sei man stolz darauf, eine „starke Bilanz zur Sicherheit der Nutzer-Privatsphäre“ aufzubauen.

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