23. Mai 2026, 8:10 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
In den Frühlings- und Sommermonaten haben Hunde- und Katzenhalter neben den üblichen Aufgaben (z. B. Spaziergänge, Fellpflege und Futterroutinen) noch eine zusätzliche: die Vierbeiner regelmäßig nach Zecken absuchen. Denn die winzigen Parasiten können gefährliche Krankheiten übertragen – auf die Tiere und auch auf Menschen. Eine gründliche Kontrolle erfolgt mit den Händen und einem genauen Blick. Ergänzend kann eine praktische Funktion, über die so gut wie alle modernen Smartphones verfügen, die Zeckensuche deutlich erleichtern.
Die Idee ist so naheliegend wie schlau: Man nutzt einfach die integrierte Vergrößerungsfunktion des Smartphones. Über eine solche verfügen sowohl iOS- als meistens auch Android-Geräte. Sich diese technische Möglichkeit zunutze zu machen, kann speziell bei dunklem Fell helfen, Zecken zu finden.
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So funktioniert die Smartphone-Zeckensuche auf dem iPhone
Auf Deinem iPhone ist die nützliche Funktion serienmäßig installiert. Sie trägt aber nicht Zecken im Namen, sondern heißt allgemein „Lupe“, denn damit kann man natürlich auch andere Dinge aufspüren. Noch nie benutzt? Dann öffne sie einfach über die Suchfunktion des Geräts. Aus Versehen gelöscht? Kein Problem, die App steht im App Store zum Download bereit.
Die ursprünglich zur Unterstützung von Menschen mit Sehbeeinträchtigungen entwickelte Lupenfunktion ermöglicht neben dem simplen Heranzoomen auch angepasste Darstellungen über verschiedene Filter und Anzeigeoptionen. So können beispielsweise Graustufen, invertierte Farben oder sehr kontrastreiche Ansichten aktiviert werden, um Texte, Objekte oder kleine Details besser erkennbar zu machen.
Speziell für die Zeckensuche ist ein hoher Kontrast nützlich, da sich kleine, dunkle Zecken dadurch deutlicher vom Fell abheben. Bei schwarzen bzw. dunklen Hunden oder schlechten Lichtverhältnissen kann mehr Helligkeit helfen. Einige Farbfilter verstärken zudem die Unterschiede zwischen Haut und Fell, sodass kleine Erhebungen leichter auffallen. Praktisch ist auch die Option, das Bild kurz einzufrieren, um verdächtige Stellen genauer zu kontrollieren.
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Zecken mit einem Android-Smartphone suchen
Auch viele Android-Geräte bieten inzwischen eigene Lupenfunktionen, wobei die verfügbaren Funktionen vom jeweiligen Hersteller abhängen. Google setzt bei seinen Pixel-Smartphones beispielsweise auf die App „Magnifier“, mit der sich Zoom, Kontrast und Helligkeit individuell einstellen lassen. Einige Samsung-Geräte verfügen zudem über Modi mit verstärkter Konturenerkennung.
Sollte Dein Smartphone eine entsprechende Funktion vermissen, gibt es Apps für Deine Zwecke. Ein Beispiel ist der „Tick Detector – Zecken-Scanner“, der über einen Live-Negativfilter verfügt. Der dadurch erhöhte Kontrast hilft beim Aufspüren von Zecken, Flöhen und Ähnlichem.
Apps, die Zecken identifizieren und aufklären
Andere Apps können dabei helfen, gefundene Parasiten zu bestimmen, sprich Klarheit zu schaffen, wenn man unsicher ist, ob es sich tatsächlich um eine Zecke oder nur um ein anderes kleines Krabbeltier handelt. Dafür die Tiere fotografieren, die App gleicht das Bild dann mit ihrer Datenbank ab. Und natürlich gibt es Anwendungen, die über aktuelle Risikogebiete, typische Zeckenarten oder Krankheiten wie Borreliose und FSME informieren. Allesamt brauchbare Funktionen, um gesund durch die Zeckensaison zu kommen, ohne auf ausgedehnte Spaziergänge im Grünen verzichten zu müssen!