11. Februar 2026, 8:19 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Microsoft erweitert Teams um eine Funktion, die Wissen und Fähigkeiten innerhalb von Unternehmen transparenter machen soll. Künftig können Kompetenzen von Mitarbeitern direkt in deren Profil angezeigt werden. Ziel ist es, schneller passende Ansprechpartner für bestimmte Aufgaben zu finden – ohne lange Nachfragen oder Umwege.
Gerade in größeren Organisationen ist oft unklar, wer über welches Fachwissen verfügt. Fähigkeiten sind vorhanden, aber nicht sofort sichtbar. Die neue Teams-Funktion soll genau dieses Problem adressieren und den Austausch im Arbeitsalltag vereinfachen.
Fähigkeiten direkt im Teams-Profil
Microsoft plant, ausgewählte Kompetenzen künftig direkt in den Profilkarten von Teams anzuzeigen. Diese Karten erscheinen unter anderem in Chats, Meetings oder Kanälen. Dort können Informationen wie Kenntnisse in Programmiersprachen, Projektmanagement oder Design sichtbar werden. So lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Person für eine bestimmte Fragestellung geeignet ist.
Zusätzlich bindet Microsoft die Funktion an den KI-Assistenten Copilot an. Mitarbeiter können gezielt danach fragen, wer im Unternehmen über bestimmte Fähigkeiten verfügt, und erhalten entsprechende Vorschläge.
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Automatische Vorschläge aus dem Arbeitsalltag
Die Grundlage bildet das sogenannte „People Skills“-System in Microsoft 365. Kollegen können ihre Kompetenzen dort selbst eintragen oder von Microsoft vorgeschlagene Fähigkeiten bestätigen. Diese Vorschläge entstehen auf Basis der täglichen Arbeit in Microsoft 365, etwa durch Dokumente, Projekte oder Aufgaben, an denen eine Person beteiligt war.
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch LinkedIn. Das berufliche Netzwerk gehört seit 2016 zu Microsoft. Qualifikationen aus LinkedIn-Profilen lassen sich in das Teams-Profil übernehmen und stehen so direkt im Arbeitskontext zur Verfügung.
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Start zunächst auf dem Desktop
Laut der Microsoft-Roadmap soll die neue Skills-Anzeige im März 2026 starten. Zunächst plant Microsoft die Einführung für die Desktop-Versionen von Teams unter Windows und macOS. Ob und wann die Funktion auch in der Web-Version oder in den mobilen Apps verfügbar sein wird, ist bislang offen. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass Microsoft den Funktionsumfang nach einer Erprobungsphase schrittweise erweitert.