20. März 2026, 7:52 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Meta beendet eine bisher optionale Sicherheitsfunktion bei Instagram. Dabei geht es um die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Direktnachrichten. Bislang konnten Nutzer diese Verschlüsselung bei Instagram freiwillig aktivieren.
Im Unterschied zu vielen anderen Messenger-Diensten war diese Absicherung bei Instagram nie standardmäßig eingeschaltet. Stattdessen mussten Nutzer sie bewusst auswählen. Laut Meta wurde dieses Angebot jedoch kaum genutzt.
Geringe Nutzung führt zum Aus der Funktion
Wie das Unternehmen mitteilt, wird die Verschlüsselung für Instagram-Nachrichten am 8. Mai 2026 komplett eingestellt. Grundlage dafür sei die geringe Nachfrage. Darüber berichtet das US-Magazin „The Verge“ unter Berufung auf Unternehmensangaben.
Mit dem Wegfall dieser Funktion kann Meta künftig auf Inhalte aus Chats von Instagram zugreifen. Das betrifft auch die mögliche Weitergabe an Ermittlungsbehörden. Der Konzern steht seit Jahren wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten in der Kritik. In der Vergangenheit gab es mehrere Datenskandale, bei denen persönliche Informationen an Dritte gelangten.
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Was mit bestehenden Chats passiert
Nutzer, die verschlüsselte Unterhaltungen auf Instagram gespeichert haben, sollen laut Bericht rechtzeitig Hinweise erhalten. Diese erklären, wie sich die Daten sichern lassen, bevor sie gelöscht werden. Voraussetzung dafür ist die aktuelle Version der Instagram-App.
Wer weiterhin verschlüsselt kommunizieren möchte, wird von Meta auf WhatsApp verwiesen. Der Messenger gehört ebenfalls zum Konzern und nutzt weiterhin Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Allerdings steht auch WhatsApp regelmäßig in der Kritik von Datenschützern.