Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
News Sicherheit Alle Themen
Kommission hat große Pläne

EU-Altersverifikation im Internet soll doch früher kommen

Illustration von zwei Kindern vor gesichertem Smartphone.
Vor allem Kinder sollen im Internet mit der neuen Regelung besser geschützt werden Foto: Getty Images/fStop
Artikel teilen
Manuel Bauer

22. Mai 2026, 17:38 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Brüssel erhöht beim Thema Alterskontrolle im Internet den Druck auf die Mitgliedstaaten. Eine neue App zur Altersverifikation soll laut EU-Kommission bereits bis Ende 2026 verfügbar sein. Damit will die EU Minderjährige besser vor ungeeigneten Inhalten im Netz schützen. Die Anwendung soll es ermöglichen, das eigene Alter nachzuweisen, ohne persönliche Daten oder die eigene Identität preiszugeben.

In der Politik setzt sich seit einiger Zeit zunehmend die Ansicht durch, dass Alterskontrollen ein geeignetes Mittel gegen Gefahren im Internet darstellen. Künftig sollen deshalb zahlreiche Online-Angebote mit Zugangsbeschränkungen arbeiten. Dazu zählen soziale Netzwerke ebenso wie Pornoportale. Die EU verfolgt diesen Ansatz schon länger und treibt die Umsetzung nun deutlich schneller voran.

Technische Probleme sollen bis Ende 2026 behoben sein

Eine erste Lösung für die Altersprüfung hatte Brüssel bereits im April 2026 vorgestellt. Nach einer unabhängigen Prüfung musste die EU-Kommission allerdings technische Schwächen einräumen. Trotzdem hält Brüssel an einem schnellen Zeitplan fest.

In einer neuen Empfehlung fordert die EU-Kommission die Mitgliedstaaten nun dazu auf, die App bis Ende 2026 bereitzustellen. Bis dahin sollen die technischen Probleme behoben werden. Anschließend soll die Anwendung europaweit verteilt werden können.

Auch interessant: Ohne Altersnachweis kein Download! Apple zieht Kontrollen an

Die einzelnen EU-Länder dürfen selbst entscheiden, wie sie die Altersprüfung umsetzen. Möglich ist sowohl eine eigenständige App als auch die Integration in bereits bestehende Anwendungen. Als mögliche Lösung nennt die EU unter anderem die geplante Digital Identity Wallet. In dieser digitalen Brieftasche sollen später Ausweise, Führerscheine und weitere staatliche Dokumente gespeichert werden können.

Altersprüfung soll anonym funktionieren

Nach den bisherigen Plänen sollen Nutzer lediglich bestätigen, dass sie eine bestimmte Altersgrenze überschreiten. Persönliche Angaben sollen dafür nicht notwendig sein. Gleichzeitig soll die technische Grundlage in allen EU-Staaten identisch sein. Trotzdem soll sich das System an die jeweiligen nationalen Anforderungen anpassen lassen.

Zusätzlich plant die EU die Zertifizierung vertrauenswürdiger Drittanbieter. Über deren Dienste könnten Nutzer offizielle Altersnachweise erhalten. Sollte die Empfehlung der EU-Kommission umgesetzt werden und die Mitgliedstaaten gemeinsame Pläne ausarbeiten, könnte die Altersverifikation im Internet bereits 2027 in vielen Ländern flächendeckend verfügbar sein. Damit würden auch die geplanten Einschränkungen für soziale Netzwerke und andere Online-Dienste technisch möglich werden.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.