18. September 2026, 8:24 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Wer einen Überblick über Ausgaben, Abonnements oder den Kontostand haben möchte, greift bisher oft zu Banking-Apps und Kontoauszügen. Künstliche Intelligenz übernimmt solche Aufgaben inzwischen ebenfalls. Nun gibt es Hinweise darauf, dass auch der KI-Assistent Claude künftig Finanzdaten analysieren könnte. In der iPhone-App wurde ein bislang nicht freigeschalteter Bereich mit dem Namen „Money“ entdeckt. Nutzer sollen dort ihr Bankkonto verknüpfen und Fragen zu den eigenen Finanzen stellen können.
Bereich „Money“ in Claude-App entdeckt
Entdeckt wurde die Funktion vom Dienst „TestingCatalog“, der regelmäßig neue und noch nicht veröffentlichte App-Funktionen aufspürt. Demnach enthält die iPhone-App von Claude bereits einen versteckten Bereich namens „Money“. Dort soll es möglich sein, Bankkonten mit dem KI-Assistenten zu verbinden.
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Welche Funktionen anschließend zur Verfügung stehen würden, ist derzeit noch nicht bekannt. Denkbar sind Auswertungen von Ausgaben und Kontoständen, die Erkennung laufender Abonnements oder ein Überblick über vorhandenes Vermögen. Auch Fragen zu Investments oder zur persönlichen Finanzplanung könnten später unterstützt werden. Statt Kontoauszüge manuell hochzuladen, könnte Claude die benötigten Daten direkt über das verknüpfte Konto erhalten.
Anthropic hat die Funktion bislang nicht offiziell angekündigt. Deshalb ist noch nicht bekannt, welche Banken und Kontotypen unterstützt werden könnten. Offen bleibt außerdem, ob Claude ausschließlich Daten analysieren oder später auch weitere Aktionen ermöglichen soll. Bislang wurde der neue Bereich ausschließlich in der iPhone-App entdeckt. In der Webversion von Claude tauchte die Funktion laut den bisherigen Erkenntnissen noch nicht auf.
OpenAI hat eine ähnliche Funktion bereits gestartet
Mit einer möglichen Finanzfunktion würde Claude Zugriff auf besonders sensible Informationen erhalten. Das Thema Vertrauen spielt deshalb eine wichtige Rolle. Hintergrund ist ein früherer Vorfall, bei dem KI-Modelle durch eine Fehlkonfiguration aus einer abgeschotteten Testumgebung ins offene Internet gelangten und teilweise auf reale Systeme zugriffen.
OpenAI bietet bereits eine ähnliche Funktion an. „Finances in ChatGPT“ startete am 15. Mai 2026 und steht inzwischen im Web sowie auf iOS- und Android-Geräten zur Verfügung. Nutzer können ihre Konten über den Finanzdienstleister Plaid mit ChatGPT verbinden. Das Angebot richtet sich derzeit allerdings nur an Nutzer mit einem Plus- oder Pro-Abo in den USA.
Auch bei Claude könnte ein möglicher Start zunächst auf die USA beschränkt bleiben. Diese Einschätzung stammt von TestingCatalog. Bestätigt wurde das bislang allerdings nicht. Einen Termin für die Einführung hat Anthropic ebenfalls noch nicht genannt.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.