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Großes Update

Fritz!OS 7.20 bringt über 100 Neuerungen für Fritzbox und Co.

AVM Fritz!OS 7.20
Das Update auf das Fritz!OS 7.20 ist fertigFoto: AVM

Einmal im Jahr veröffentlicht der Berliner Router-Hersteller AVM ein großes Update für seine Fritz-Produkte. Ab sofort steht mit dem Fritz!OS 7.20 die neueste Firmware für die Fritzboxen, Fritz-Repeater und WLAN-Adapter zum Download bereit. Über 100 Neuerungen und Verbesserungen bringt die Software mit.

Die unterschiedlichen Labor-Updates, die AVM in den vergangenen Wochen und Monaten für diverse Fritz-Produkte bereit gestellt hat, haben bereits erste Hinweise auf das neue Fritz!OS gegeben. Mit den Fritz-Labors hat der Hersteller nämlich die wichtigsten neuen Funktionen vorab getestet. Nun ist es soweit und das große Update auf das Fritz!OS 7.20 ist fertig. Mit ihm verbessert AVM nicht nur WLAN-Mesh-Netzwerke und VPN-Verbindungen, der Hersteller führt auch neue Komfortfunktionen für das smarte Heimnetz, Telefonie und das Fritz!Fon ein.

Insgesamt soll sich die Performance der Fritzboxen durch das neue Fritz!OS 7.20 merklich erhöhen. Die bereits ausführlich im Fritz-Labor getestete Funktion „Performance Mesh Steering“ verbessert beispielsweise WLAN-Verbindungen von mobilen Endgeräten. Auch die verbesserte Autokanal-Wahl der Fritzbox trägt laut AVM zur WLAN-Stabilität bei. In Zeiten des Home Office verspricht der Hersteller außerdem deutlich schnellere und stabilere Verbindungen über VPN-Netzwerke. Ein weiteres neues Feature, das einige Nutzer lange erwartet haben, ist die ausgeweitete Unterstützung von DVB-C-Streaming. Mit dem Update auf das Fritz!OS 7.20 können nun auch Besitzer einer Fritzbox 6591 Cable und 6660 Cable frei empfangbare Kabel-TV-Sender zu Hause per WLAN übertragen.

Die wichtigsten Neuerungen von Fritz!OS 7.20 im Überblick

Anpassungen im Bereich Smart Home

Smart Home ist seit einiger Zeit ein wichtiges Feature für AVM. Zeitgleich zum Fritz!OS 7.20 veröffentlichte der Router-Hersteller daher auch seine Smart-Home-App für Android und iOS. Auch die Übersicht im Fritzbox-Menü wurde angepasst und ermöglicht es nun, Heimnetzgeräte noch besser und einfacher zu steuern. Gleichzeitig bekommen die Fritzboxen mit der neuen Firmware Unterstützung für zwei neue Geräte – die smarte LED-Lampe Fritz!DECT 500 und den Vierfach-Taster Fritz!DECT 440. Beide Geräte hat AVM auf der IFA 2019 erstmals gezeigt und mittlerweile auf den Markt gebracht:

Das taugen die neuen Smart-Home-Geräte von AVM

Fritzbox-Oberfläche wird internationaler

Auf der Fritzbox-Oberfläche http://fritz.box konnten Nutzer bislang bereits zwischen der deutschen und der englischen Menüsprache wählen. Ab sofort lassen sich jedoch noch weitere Sprachen auswählen. Mit dem Fritz!OS 7.20 können Nutzer auch Französisch, Italienisch, Polnisch, Niederländisch oder Spanisch als Sprache einstellen und aus insgesamt über 40 Länder auswählen, in denen sie die Fritzbox nutzen.

Mehr Sicherheit

Ein wichtiger Punkt beim Surfen im Internet und dem Einrichten von Heimnetzwerken ist die Sicherheit. Mit WPA3 steht dafür nun der Nachfolger des mittlerweile in die Jahre gekommenen Sicherheitsstandards WPA2 zur Verfügung. Die neue Version ist nicht nur abwärtskompatibel, sie bietet auch eine stärkere und individu­ellere Verschlüsselung für WLAN-Verbindungen.

Neben der Unterstützung von WPA3 haben Fritzbox-Besitzer nun auch die Möglichkeit, spezielle Gerätesperren einzurichten, um den Internetzugang ausgewählter Geräte im Heimnetz mit einem Klick einfach aus- und einzuschalten. Durch die neue verschlüsselte Auflösung von Domain-Namen, die Funktion „DNS over TLS“, erhalten Anwender zudem mehr Schutz beim Surfen im Internet.

Telefonie und Fritz!Fon

Auch im Bereich Telefonie setzt AVM verstärkt auf Verschlüsselung. Mit Fritz!OS 7.20 wird die verschlüsselte Sprachübertragung nach den Standards TLS und SRTP beim Telefonieren unterstützt, beispielsweise an einem Telekom-Anschluss.

Die Bedienung der Fritz!Fons soll indes einfacher werden. Zum einen unterstützt das Fritz!Fon nun noch mehr Online-Telefonbücher für die einheitliche Verwaltung der Kontakte. Eine Synchronisierung ist beispielsweise mit Apple (iCloud), der Deutschen Telekom (Telekom Mail) sowie mit CardDAV-Anbietern möglich. Zum anderen erkennt das Telefon nun bereits während des Tippens die Rufnummer (sofern diese im Telefonbuch gespeichert ist) und schlägt passende Eingaben vor.

Klingeltöne und der Startbildschirm lassen sich bereits seit Langem anpassen. Hier haben Nutzer nun aber mehr Auswahl. Neun neue Klingeltöne und ein Startbildschirm für die Temperaturanzeige eines Smart-Home-Geräts von AVM stehen mit dem Update zur Verfügung.

Weitere neue Funktionen im Überblick

WLAN Mesh und Internet

  • Dank „Enhanced Open/Opportunistic Wireless Encryption“ (OWE) können Nutzer am WLAN-Gastzugang nun einen öffentlichen WLAN-Hotspot einrichten, bei dem die Daten sicher verschlüsselt übertragen werden. So können Anwender beispielsweise in Cafés oder Arztpraxen sicher einen öffentlichen WLAN-Hotspot nutzen, ohne dafür Zugangsdaten zu benötigen.
  • Besonders leistungsfähige Fritzbox-Modelle wie die Fritzbox 7590 oder 6591 Cable nutzen nun 160 MHz breite Funkkanäle, sodass Daten im 5-GHz-Band im Zusammenspiel mit kompatiblen WLAN-Endgeräten noch schneller transportiert werden.
  • Die Fritzbox-Modelle 7590, 7530 und 6890 LTE unterstützen „VDSL Long Reach“. Auch über größere Entfernungen zwischen Verteilerkasten und Fritzbox sind so hohe Downloadraten möglich, wenn der Netzanbieter diese neue Technik bereits unterstützt.

VPN

  • VPN-Verbindungen lassen sich auf bestimmte Heimnetzgeräte beschränken. Zudem gibt es nun die Möglichkeit, die Unterstützung von NetBIOS individuell für einzelne VPN-Verbindungen einzustellen.

Netzwerkspeicher

  • Durch die Unterstützung des Protokolls SMBv2 und v3 erhalten Anwender, die die Fritzbox als Netzwerkspeicher – Fritz!NAS – nutzen, eine verbesserte Performance bei Nutzung der Windows-Netzlaufwerk-Funktion für den Zugriff auf die USB-Speichermedien.

Update auf Fritz!OS 7.20 installieren

Zum Start steht die neue Firmware für die Fritzbox 7590 zur Verfügung. Die anderen Fritzbox-Modelle sollen das Update schrittweise in den kommenden Tagen und Wochen erhalten. Auch Geräteklassen wie die Fritz-Repeater, Powerline-Adapter und die Fritz!Fons bekommen die neue Software. Eine Liste der Geräte, für die das Update bereit steht, finden Sie hier:

Für diese Fritzboxen und anderen Geräte gibt es das  Fritz!OS 7.20

Die Installation erfolgt jeweils über die Einstellungen unter „System“ und „Update“. Sofern das Update nicht direkt angezeigt wird, können Nutzer über „Neues Fritz!OS suchen“ auch manuell prüfen, ob es zum Download bereit steht. Der Installationsvorgang dauert mitunter einige Minuten, in denen sich die Fritz-Geräte selbstständig neu starten.

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