Große OLED-Fernseher könnten bald endlich günstiger werden
Die neue OLED-Technologie von LG Display macht die Herstellung günstiger Foto: Getty Images
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Przemyslaw Szymanski
21. August 2026, 17:37 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
OLED-Fernseher zählen für viele zu den attraktivsten TV-Geräten auf dem Markt. Mit zunehmender Bildschirmgröße steigen jedoch auch die Kosten deutlich. Besonders Modelle ab 77 Zoll können schnell mehrere Tausend Euro kosten. Ein wichtiger Grund dafür liegt in der komplexen Fertigung großer Displays. Genau an diesem Punkt setzt LG Display mit einer neuen Technologie namens FLiPP an. Das Verfahren soll die Herstellung vereinfachen und damit die Grundlage für günstigere große OLED-Bildschirme schaffen.
FLiPP verzichtet auf Metallmasken
Nach Angaben von LG Display benötigt FLiPP keine feinen Metallmasken mehr, die bisher bei der OLED-Produktion eingesetzt werden. Diese Masken funktionieren wie Schablonen und sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Farben an den vorgesehenen Stellen aufgetragen werden.
Bei großen Displays bringt das jedoch Herausforderungen mit sich. Die Masken müssen ebenfalls wachsen, können sich verformen und benötigen Anpassungen für verschiedene Bildschirmgrößen. Dadurch steigt der Aufwand in der Fertigung, was sich letztlich auch auf die Kosten auswirkt.
So funktioniert das neue Verfahren
Mit FLiPP verfolgt LG Display einen anderen Ansatz. Das organische Material für Rot, Grün und Blau wird schrittweise auf die Fläche aufgebracht. Anschließend wird durch UV-Licht überschüssiges Material entfernt. Eine große Metallschablone ist dadurch nicht mehr erforderlich.
Zusätzlich soll sich das Ausgangsmaterial effizienter nutzen lassen. Bei Laptop-Displays vergleichbarer Größe können laut LG Display bis zu 64 Prozent mehr Displays aus dem Ausgangsglas gewonnen werden. Dadurch entsteht weniger Verschnitt, was die Produktionskosten reduzieren könnte.
Neben einer einfacheren Fertigung nennt LG Display weitere Vorteile der Technologie. Im Vergleich zu OLED-Panels mit Metallmasken soll FLiPP unter gleichen Bedingungen bis zu 1,6-mal mehr Helligkeit erreichen. Außerdem verspricht das Unternehmen eine 2,4-mal längere Lebensdauer sowie 13 Prozent weniger Stromverbrauch.
Möglich werden diese Werte laut LG Display durch größere leuchtende Farbflächen. Sie können mehr Licht erzeugen und dadurch die Leistung des Displays verbessern.
Einsatz vorerst in kleineren Displays
Besonders interessant ist FLiPP für große Bildschirme. Laut LG Display eignet sich das Verfahren für Displays mit Größen zwischen 1 und 100 Zoll. Zunächst soll die Technologie allerdings bei IT-Geräten wie Monitoren und Tablets eingesetzt werden.
Später könnten auch große Fernseher von dem Verfahren profitieren. Wann erste TV-Modelle mit FLiPP erscheinen, hat LG Display bislang nicht bekannt gegeben. Auch Angaben zu möglichen Preisen liegen derzeit noch nicht vor.
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