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Kraftvoller Klang

Amazon Echo Studio (2025) im Test – neuer Look, besserer Klang

Der Echo Studio (2025) im Test
Der Echo Studio (2025) im Test Foto: TECHBOOK
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Robert Ladenthin,

7. Dezember 2025, 16:17 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Amazon hat seinem Echo Studio ein umfassendes Upgrade verpasst. Die neue Version ist kompakter, liefert besseren 3D-Sound und überzeugt als zentrale Schaltstelle im Smart Home. Doch trotz starker Leistung zeigt der Test von TECHBOOK auch kritische Punkte beim Klangbild und der Konnektivität.

Mit dem neuen Echo Studio (2025) legt Amazon seinen Premium-Lautsprecher neu auf – kleiner, runder und smarter als zuvor. Doch hinter dem frischen Look steckt weit mehr als ein Design-Update. Der neueste Studio soll kraftvollen 3D-Sound, präzise Sprachsteuerung und ein komplettes Smart-Home-Herz in einem Gerät vereinen. Klingt nach der perfekten Schaltzentrale fürs Wohnzimmer – aber hält der Lautsprecher dieses Versprechen wirklich?

Design jetzt kompakter und kugelförmig

Amazon hat seinem leistungsstärksten Alexa-Lautsprecher ein neues Äußeres verpasst. Statt wie bisher zylindrisch (hier der Test des ersten Echo Studio), zeigt sich der Echo Studio (2025) nun rundlich und kompakter. Mit seinen Abmessungen von rund 15 x 14 Zentimetern und einem Gewicht von 1,63 Kilogramm passt er sich optisch stärker den übrigen Echo-Modellen an.

Der Lichtring befindet sich jetzt an der Vorderseite, umrahmt eine gewölbte Bedienfläche mit drei physischen Tasten für Lautstärke und Mikrofon. Die stoffartige Oberfläche wirkt hochwertig, der Lautsprecher macht insgesamt einen stabilen Eindruck.

Der alte vs. der neue Echo Studio – nicht nur Form und Größe haben sich geändert
Der alte vs. der neue Echo Studio – nicht nur Form und Größe haben sich geändert Foto: TECHBOOK

Allerdings bietet das mitgelieferte Stromkabel Anlass zur Kritik. Mit einer festen Steckverbindung und einer Länge von lediglich 1,5 Metern fällt es im Alltag deutlich zu kurz aus. Besonders wenn der Lautsprecher flexibel im Raum positioniert oder auf einem Möbelstück ohne unmittelbare Steckdosen­nähe betrieben werden soll, stößt man schnell an Grenzen. Ein abnehmbares oder längeres Kabel würde hier klar mehr Spielraum bieten und der ansonsten hochwertigen Gesamtanmutung des Geräts besser entsprechen.

Technische Merkmale des Amazon Echo Studio (2025)

  • Abmessungen: ca. 15 × 14 × 15 cm
  • Gewicht: 1,63 kg
  • Treiber: ein 9,5-cm-Tieftöner, drei 3,8-cm-Breitbandlautsprecher
  • Audio: 3D-Sound, Dolby Atmos, automatische Raumkalibrierung
  • Funkstandards: WLAN (Wi-Fi 6E), Bluetooth LE 5.3
  • Smart Home: Matter, Zigbee und Thread integriert
  • Mikrofone: verbesserte Fernfeld-Spracherkennung
  • Anschlüsse: nur Stromanschluss (festes Kabel, 1,5 m)
  • Besonderheiten: Multiroom, Stereo-Paar möglich, Fire-TV-Heimkino-Unterstützung
  • Unterstützte Dienste: Amazon Music, Spotify, Apple Music, Bluetooth-Streaming

Einfache Einrichtung und Bedienung

Wie gewohnt gelingt die Einrichtung über die Alexa-App schnell und problemlos. Einmal mit dem WLAN verbunden, ist der Lautsprecher innerhalb weniger Minuten betriebsbereit. Dabei leuchtet der Lichtring zur Orientierung je nach Status unterschiedlich.

Mehr dazu: Das bedeuten die Ring-Farben bei Amazon Alexa

In der App lassen sich viele Funktionen steuern – von Klangprofilen über Gerätegruppen bis hin zu Automationen. Etwas unpraktisch ist allerdings, dass der Equalizer erst über mehrere Menüs erreichbar ist. Direkt am Gerät kann man nur grundlegende Einstellungen vornehmen.

Zudem wirkt die Menüstruktur in der App stellenweise verschachtelt. Viele Optionen sind in Untermenüs verborgen, was spontane Anpassungen unnötig verkompliziert. Eine direktere Bedienung würde die Nutzung deutlich intuitiver machen.

Lediglich einen Anschluss für das Stromkabel bietet der Echo Studio (2025)
Lediglich einen Anschluss für das Stromkabel bietet der Echo Studio (2025) Foto: TECHBOOK

3D-Audio trotz kleinerer Bauweise

Trotz des verkleinerten Gehäuses und einem Lautsprecher weniger als beim Vorgänger liefert der Echo Studio (2025) überzeugenden Klang. Möglich machen das ein 9,5-Zentimeter-Tieftöner und drei 3,8-Zentimeter-Breitbandlautsprecher, die für raumfüllenden 3D-Sound sorgen. Unterstützt wird das durch Dolby Atmos und eine automatische Raumkalibrierung.

Musik klingt detailreich, Stimmen klar verständlich. Der Bass ist zwar nicht so kraftvoll wie beim Vorgänger, dafür überzeugen die Mitten und Höhen mit besserer Ausgewogenheit. Bei hoher Lautstärke bleibt der Klang stabil und verzerrungsfrei, allerdings ist die maximale Lautstärke auf 88 Dezibel begrenzt. Wer mehr Klangfülle wünscht, kann zwei Geräte zu einem Stereo-Paar koppeln.

Musikdienste und Heimkino-Funktionen

Der Echo Studio unterstützt gängige Streaming-Dienste wie Amazon Music, Spotify und Apple Music. Für besonders hochauflösende Musik empfiehlt sich Amazons eigener Dienst, da etwa Tidal nicht unterstützt wird. Alternativ kann man Musik auch per Bluetooth übertragen – klassische Anschlüsse wie ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker oder ein optischer Eingang fehlen.

Für Heimkino-Fans bietet der Lautsprecher eine optionale Integration mit Fire-TV-Geräten. In Kombination mit weiteren Echo Studios entsteht ein kabelloses Surround-Setup mit Dolby Atmos – allerdings nur bei Nutzung eines kompatiblen Fire TV Stick oder Cube.

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Smart-Home-Zentrale mit Matter und Thread

Als Smart-Home-Hub überzeugt der Echo Studio mit breiter Protokollunterstützung: Matter, Zigbee und Thread sind direkt integriert. Dadurch lassen sich viele Geräte ohne zusätzliche Bridge steuern, was vor allem für Einsteiger den Einstieg erleichtert. Praktisch ist zudem der integrierte Temperatursensor, der Automationen – etwa für Heizkörper – noch flexibler macht.

Im Vergleich zum regulären Echo Dot ist der Sudio deutlich größer
Im Vergleich zum regulären Echo Dot ist der Sudio deutlich größer Foto: TECHBOOK

Allerdings zeigte sich im Test, dass nicht alle Matter-Geräte problemlos eingebunden werden können. Besonders bei Geräten, die zuvor nicht in ihrer Hersteller-App eingerichtet worden waren, kam es wiederholt zu Abbrüchen im Pairing-Prozess. Im Alltag funktioniert die Steuerung aber stabil, sobald ein Gerät erfolgreich eingebunden wurde.

Insgesamt profitieren Bedienung und Steuerung spürbar von der verbesserten Mikrofontechnologie. Selbst in lauter Umgebung erkennt der Echo Studio Sprachbefehle zuverlässiger als seine Vorgänger. Auch kurze Befehle oder leises Sprechen werden präziser erfasst, was den Alltag deutlich erleichtert – egal, ob Musik läuft oder der Fernseher im Hintergrund spielt.

Auch interessant: Für besseren Sound – mehrere Amazon Echo in Gruppen schalten

Fazit: Starker Klang trifft auf clevere Vernetzung

Der Echo Studio (2025) zeigt, wie weit Amazons Premium-Lautsprecher gereift ist. Sein räumlicher Klang, die zuverlässige Sprachsteuerung und die breite Smart-Home-Unterstützung machen ihn zu einem vielseitigen Mittelpunkt im Wohnzimmer. Das kompaktere Design steht ihm gut, und auch beim Bedienkomfort legt er spürbar zu.

Doch trotz gelungener Weiterentwicklung bleibt Luft nach oben: Die begrenzte Anschlussvielfalt, das kurze Stromkabel und die etwas verhaltene Bassleistung bremsen das Gesamtpaket aus. Wer jedoch vor allem einen modernen, clever vernetzten Lautsprecher mit solidem 3D-Sound sucht, findet im neuen Echo Studio einen starken Begleiter – vielseitig, smart und im Alltag erstaunlich souverän.

Pro:

  • Raumfüllender 3D-Klang mit Dolby Atmos und automatischer Raumkalibrierung
  • Kompakteres, modernes Design im kugelförmigen Look
  • Sehr gute Sprachsteuerung, auch bei hoher Lautstärke zuverlässig
  • Umfangreiche Smart-Home-Zentrale dank Unterstützung von Matter, Zigbee und Thread
  • Einfache Einrichtung über die Alexa-App
  • Multiroom- und Stereopaar-Funktion möglich
  • Unterstützt gängige Musikdienste wie Amazon Music, Spotify und Apple Music
  • Bluetooth-Verbindung für kabelloses Streaming

Contra:

  • Stromkabel zu kurz und mit festem Stecker
  • Kein Aux- oder optischer Eingang
  • Bassleistung schwächer als beim Vorgängermodell
  • Maximale Lautstärke begrenzt (88 Dezibel)
  • Equalizer-Einstellungen tief im Menü versteckt
  • Matter-Geräte nicht immer zuverlässig koppelbar
  • Hoher Preis im Vergleich zu anderen Smart Speakern

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