Rund 700 Teile umfasst das Fan-Projekt, das den legendären Apple-Computer im typischen Bondi Blue zeigt Foto: terauma/Lego
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Charlotte Ziesing
17. Juli 2026, 11:30 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Der legendäre iMac G3 könnte bald sein Comeback feiern, allerdings nicht als Computer, sondern als Lego-Set. Ein von Fans entwickelter Nachbau des kultigen Apple-Rechners hat die nächste große Hürde im Lego-Ideas-Programm überwunden und damit gute Chancen, der nächste Nostalgie-Liebling zu werden.
Der Entwurf stammt vom Lego-Ideas-Nutzer „terauma“ und bildet den Apple iMac G3 aus dem Jahr 1998 nach. Wie das Original verfügt das Modell über das charakteristische transparente Gehäuse in Bondi Blue. Zudem gibt es eine Tastatur, Kabel sowie die berüchtigte, runde „Hockey-Puck“-Maus. Das Set besteht aus knapp 700 Teilen. Sogar das Innenleben des Computers mit Bildröhre und Hauptplatine wurde nachgebildet.
Zwischen Hoffnung und Warteschleife
Bereits im September 2025 hat das Projekt die 10.000 Unterstützer geknackt und qualifizierte sich damit für die offizielle Prüfung durch Lego. In den am 14. Juli 2026 veröffentlichten Ergebnissen der entsprechenden Prüfrunde hat Lego den Entwurf weder angenommen noch abgelehnt. Stattdessen wurde es in den sogenannten Parking Lot, also Parkplatz, verschoben.
Das bedeutet: Lego sieht Potenzial, braucht aber mehr Zeit für eine Entscheidung. Für Fans ist das grundsätzlich eine gute Nachricht. Gleichzeitig ist das Modell aber noch weit von einer offiziellen Aufnahme entfernt. Lego hat jetzt drei Prüfphasen lang Zeit, die Zukunft des Modells zu entscheiden.
Die größte Hürde dürfte weniger das Modell selbst sein als Apple. Für ein offizielles Set müsste Lego Marken- und Designrechte lizenzieren. Ob es bereits Gespräche zwischen den beiden Unternehmen gibt, ist nicht bekannt.
Der iMac G3 gilt als einer der wichtigsten Computer der Apple-Geschichte. Das transparente, farbige Gehäuse machte ihn zu einer Design-Ikone und spielte eine wichtige Rolle beim Comeback von Apple unter Steve Jobs.
Was ist eigentlich das Lego-Ideas-Programm?
Für Lego-Fans, die ihre eigenen Kreationen unter die Massen bringen möchten, ist das Lego-Ideas-Programm die erste Anlaufstelle. Die Community entscheidet hier mit ihren Stimmen, welche Projekte das Potenzial für eine offizielle Veröffentlichung haben. Sobald eine Idee 10.000 Unterstützer erreicht, prüft Lego sie in einer mehrstufigen Bewertungsphase. Dort prüft das Unternehmen unter anderem die Marktchancen, die Umsetzbarkeit als Bausatz sowie rechtliche und lizenzrechtliche Fragen. Besteht ein Projekt die Prüfung erfolgreich, bringt Lego es als reguläres Set auf den Markt.
Für viele Fans ist Lego Ideas deshalb die realistischste Möglichkeit, ungewöhnliche oder nischenhafte Themen als offizielles Set in die Regale zu bringen. In den vergangenen Jahren brachte Lego auf diesem Weg zahlreiche Modelle auf den Markt, die sonst vermutlich nie entstanden wären. Gleichzeitig schaffen es nur wenige Entwürfe von der Einreichung bis zur Veröffentlichung. Selbst Projekte mit Zehntausenden Unterstützern können noch scheitern, wenn Lego Zweifel an der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit hat oder notwendige Lizenzen fehlen.
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