4. September 2026, 13:47 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Ende August führte Sony den Dienst „Live TV on PS5“ ein. Das Angebot läuft direkt über die PlayStation 5 und stellt mehr als 100 kostenlose Kanäle sowie On-Demand-Inhalte bereit. Der Start erfolgte zunächst in den USA. Kanada soll laut Sony als nächster Markt folgen. Darüber hinaus prüft das Unternehmen die Ausweitung auf weitere Regionen.
Dienst setzt auf das FAST-Modell
„Live TV on PS5“ basiert auf dem FAST-Prinzip. Die Abkürzung steht für Free Ad-Supported Streaming TV. Dabei erhalten Nutzer kostenlosen Zugriff auf Inhalte, die durch Werbung finanziert werden.
Sony Pictures Television stellt das Programm gemeinsam mit Partnern wie Amazon MGM Studios, NBCUniversal, Fox und Crunchyroll zusammen. Zum Angebot gehören Filmkanäle wie MovieSphere von Lionsgate und Sony One Horror Hits. Hinzu kommen Serien wie „The Walking Dead“, „Community“ und „Hell’s Kitchen“.
Auch Anime-Fans finden bekannte Titel wie „Naruto“, „Sailor Moon“ und „Death Note“. Ergänzt wird das Programm durch Sportinhalte von Fox Sports, UFC und NASCAR. Nachrichtensender wie NBC News Now und Fox Weather gehören ebenfalls zum Angebot.
Kostenlose Dienste werden immer wichtiger
Werbefinanzierte Streaming-Angebote gewinnen zunehmend an Bedeutung. TECHBOOK berichtete zuletzt über die Schließung der illegalen Plattform Cineby, die vom Problem der sogenannten Streaming-Erschöpfung profitiert hatte.
Steigende Kosten und die Verteilung von Filmen und Serien auf viele verschiedene Dienste bewegen viele Nutzer dazu, nach kostenlosen Alternativen zu suchen. Dabei spielen sowohl legale als auch illegale Angebote eine Rolle.
In den USA erscheint der Dienst im Media-Bereich der PlayStation 5. Nach dem Aufruf des Symbols „Live TV on PS5“ müssen sich Nutzer lediglich mit ihrem PlayStation-Account anmelden.
Zusätzliche Downloads oder ein Abonnement sind laut Sony nicht erforderlich. Zudem will das Unternehmen das Angebot laufend um weitere Inhalte und Kanäle erweitern. Später im Jahr soll der Dienst auch auf Bravia-Fernsehern verfügbar werden.
Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ soll das neue Angebot zusätzliche Einnahmen aus der bestehenden Nutzerbasis schaffen. Sony setzt dabei auf ein werbefinanziertes Modell. CEO Hiroki Totoki erklärte, dass Werbung Umsätze durch die Aktivität der Nutzer ermöglichen könne. Bis Ende Juni 2026 verkaufte Sony weltweit mehr als 95 Millionen PlayStation-5-Konsolen.
Peter Wood, Executive Vice President bei Sony Pictures Entertainment, sieht in der PS5-Nutzerschaft eine Zielgruppe, die Video-Inhalte konsumiert, gleichzeitig aber häufig nicht in anderen Connected-TV-Umgebungen vertreten ist.
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