Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
News Streaming Alle Themen
War illegal

Dieser beliebte Streaming-Dienst stellt den Betrieb ein

Mehrere Fernbedienungen liegen auf einem Tisch vor einem Fernseher
Ein großer illegaler Streaming-Dienst verschwindet Foto: Getty Images
Artikel teilen
Woon-Mo Sung
Redakteur

19. August 2026, 12:45 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Steigende Preise und ein zerfasertes Angebot überfordern immer mehr Fans. Die Folge: Wachsender Frust, sogenannte Streaming-Müdigkeit und wiedererstarkende Online-Piraterie. Im Zuge dessen freuen sich Anbieter von illegalem Streaming und IPTV über massiven Zulauf. Allerdings wächst der Druck vonseiten der Gesetzeshüter. Der Anbieter Cineby will deshalb jetzt den Betrieb einstellen.

Cineby gibt illegales Streaming auf

Cineby ist aktuell noch einer der größten illegalen Streaming-Dienste im Netz mit mehr als 160 Millionen Zugriffen im Monat. Doch wie jetzt „Torrentfreak“ berichtet, planen die Betreiber die vollständige Abschaltung zum 26. August. Davon betroffen seien außerdem Partnerplattformen wie Cineplay und Fmovies+.

Wer jetzt Cineby ansteuert, bekommt einen entsprechenden Hinweis zur bevorstehenden Schließung ausgespielt. „Es war ein guter Lauf, aber jetzt ist die Zeit gekommen, aufzuhören“, heißt es darin. Zum Stichtag werden alle Server abgeschaltet und alle Nutzerkonten gelöscht. Eine offizielle Begründung liefern die Verantwortlichen nicht mit.

Weltweiter Druck wächst – auch aus Hollywood

Seit einiger Zeit wird der Betrieb illegaler Streaming- und IPTV-Plattformen immer riskanter, und auch Cineby ist international ins Visier geraten. So hatte etwa die Motion Picture Association (MPA), der Verband der großen Filmproduktionsgesellschaften in Hollywood, Cineby zuvor als Piraterie-Seite gelistet und zudem eine vermeintliche Verbindung zu Russland hergestellt. Auch im Vereinigten Königreich, Kanada oder Indien geriet Cineby zur Zielscheibe von juristischen Bemühungen von Studios, die Seite offline zu nehmen.

Es ist von daher anzunehmen, dass die Betreiber schlichtweg kalte Füße bekommen haben und ernsthaften juristischen Konsequenzen zuvorkommen wollen. Ob man den Plan vollzieht, bleibt abzuwarten. Auch ist denkbar, dass sich Cineby einfach neu erfindet, um Folgen aus dem Weg zu gehen – eine Strategie, die bereits für andere Portale funktionierte.

Auch interessant: 24 Portale für illegales Internetfernsehen gesperrt

Ferner ist zu erwarten, dass mit der Schließung von Cineby mehrere neue Alternativen entstehen, zumal die Nachfrage hoch bleiben dürfte. Der Domain-Name selbst könnte aufgrund des massiven Traffics ebenfalls von Interesse für andere sein.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.