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24 Portale für illegales Internetfernsehen gesperrt

Fernsehen Fernbedienung
24 illegale IPTV-Plattformen wurden gesperrt Foto: Getty Images
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Woon-Mo Sung
Redakteur

23. März 2026, 17:44 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Alles wird teurer, so auch bei der Unterhaltung. Wer gerne streamt oder fernsieht, muss seit einiger Zeit steigende Preise und eine Zerfaserung des Marktes beklagen. Wenig überraschend reagieren Kunden wie Kriminelle gleichermaßen mit einem erneuten Anstieg von Online-Piraterie. Behörden sind schwer mit der Löschung solcher Angebote beschäftigt. Nun ist ein großer Schlag gegen illegales IPTV gelungen.

Erfolgreicher Schlag gegen illegales IPTV

Brein, eine Anti-Piraterie-Organisation in den Niederlanden, hat jüngst in einer Pressemitteilung bestätigt, für die Sperrung von 24 illegalen IPTV-Portalen verantwortlich zu sein. Dies sei gelungen, nachdem man bereits zuvor 15 weitere Websites mit rechtswidrigem Internetfernsehen vom Netz genommen habe.

Welche Anbieter konkret betroffen sind und deren Namen, Domains oder Nutzerzahlen, erwähnt Brein allerdings nicht. Es ist demnach nicht bekannt, wie bekannt sie waren und ob sie international viel genutzt wurden. Da es sich aber um gleich 24 Plattformen handelt, ist eine große Gesamtreichweite anzunehmen.

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Falsche Registrierungsdaten überführten illegales IPTV

In der Mitteilung heißt es, dass wohl fehlerhafte Registrierungsdaten bei der SIDN, der niederländischen Stiftung für Internet-Domain-Registrierung, ausschlaggebend für die große Aufräumaktion waren. Falsche Angaben seien ein beliebtes Mittel von Cyberkriminellen, anonym zu bleiben.

Allerdings könne man bei Verdacht ein Verifizierungsverfahren bei der SIDN einleiten. Im Zuge dessen müsse der jeweilige Anbieter innerhalb von drei Werktagen die korrekten Daten mitteilen. Kommt er diesem Gesuch nicht nach, könne die SIDN die Domain sperren.

Auch im Ausland tätig

Brein kann auch Websites sperren lassen, wenn sie laut Domain-Namen keinen Bezug zu den Niederlanden haben, dort aber gehostet werden. In dem Fall könne man den Hosting-Anbieter dazu auffordern, das illegale IPTV einzustellen. Da die Stiftung außerdem als „vertrauenswürdiger Melder gemäß dem Europäischen Gesetz über digitale Dienste“ gilt, könne Brein auch Portale deaktivieren lassen, die im Ausland gehostet werden.

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Um eine möglichst umfassende Überprüfung zu gewährleisten, stützen sich die Verantwortlichen auf Hinweise von Mitgliedern. Zusätzlich helfen automatische Systeme, die das Netz und die Hosting-Angebote nach rechtswidrigen Angeboten durchforsten – das inkludiert neben illegalem IPTV auch Musik, E-Books, Spiele und mehr.

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