20. Februar 2026, 11:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Es gibt viele Wege und Anbieter, um aktuelle Sport-Partien zu schauen. Bei den vielen Rechten und Kosten, die anfallen können, kann man aber schon mal den Blick verlieren. Deswegen greifen viele zum illegalen Sport-Streaming. Doch Behörden haben das angeblich weltgrößte Netzwerk offenbar zerschlagen.
Illegales Sport-Streaming im Visier
Das schreibt die Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) in einem Blog-Beitrag. Eigenen Angaben nach habe man mit Behörden in Ägypten zusammengearbeitet, um das Streameast-Netzwerk für illegales Sport-Streaming aufzuhalten.
Es soll das weltweit größte seiner Art gewesen sein und erzielte mehr als 1,6 Milliarden Aufrufe allein 2024 auf 80 Domains verteilt. Zusätzlich berichtete die „New York Times“, dass im Zuge der Maßnahmen zwei Personen mit Verbindungen zum illegalen Sport-Streaming verhaftet wurden. Ferner habe man Laptops, Smartphones, Bargeld und mehrere Kreditkarten konfisziert.
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Bekannte Domains bereits abgeschaltet! Illegales Streaming nimmt dennoch zu
Viel Streameast-Traffic auch aus Deutschland
Interessenten konnten dank der vielen Domains auf illegales Sport-Streaming zugreifen und Wettbewerbe verschiedener Ligen aus unterschiedlichen Disziplinen verfolgen. US-Sport wie die NBA, MLB, NFL oder NHL gehörten ebenso zum Angebot wie diverse Fußball-Ligen wie die italienische Serie A, die englische Premier League oder die deutsche Bundesliga.
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Wie ACE angibt, kam der meiste Traffic der Streameast-Domains aus den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, den Philippinen und Deutschland. Hierzulande war das Netzwerk also äußerst beliebt. Wer aber jetzt etwas schauen möchte, wird auf eine ACE-Seite weitergeleitet, in der man Möglichkeiten für legales Streaming aufzeigt.
Verwirrung um Fälschung und Original
Es herrscht allerdings etwas Verwirrung darüber, welches Streameast-Netzwerk die Behörden und ACE wirklich zerschlagen haben. Tatsächlich gibt es ein Original und jede Menge Nachahmungen. Wie „Torrentfreak“ schreibt, soll es sich bei der jüngsten Strafverfolgungsaktion um eine dieser Kopien handeln. Das sei aber immer noch ein guter Fang, soll es sich hierbei um den „größten Fisch“ gehandelt haben, vermutlich, weil dieser sogar mehr Aufrufe auf sich zog als das Original.
Der Betreiber des Streameast-Originals habe sich kurze Zeit später zu Wort gemeldet und bestätigt, dass man selbst nicht betroffen war und den Betrieb normal fortsetzt. Ironischerweise rief er dazu auf, keine falschen Nachahmer-Seiten für illegales Sport-Streaming zu nutzen.

