24. April 2026, 15:33 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Microsoft reagiert auf massive Beschwerden aus der Community und passt die Preise für seinen Xbox Game Pass erneut an. Nachdem der Konzern im Oktober 2025 die Kosten deutlich angehoben hatte, folgte eine spürbare Gegenreaktion. Viele Nutzer kündigten ihr Abo, Berichten zufolge in so großer Zahl, dass es sogar zu technischen Problemen gekommen sein soll.
Schon Mitte April 2026 wurde intern eingeräumt, dass die Preisgestaltung zu hoch angesetzt war. Jetzt zieht Microsoft Konsequenzen und nimmt einen Teil der Erhöhung zurück.
Preise sinken bei wichtigen Abo-Modellen
Laut offizieller Mitteilung auf der Xbox-Website reduziert Microsoft die Kosten für ausgewählte Abostufen. Besonders deutlich fällt die Anpassung beim Xbox Game Pass Ultimate aus. Statt zuletzt 26,99 Euro im Monat werden nun 20,99 Euro verlangt. Damit liegt der Preis weiterhin über dem Niveau vor der Erhöhung, der Unterschied fällt aber geringer aus.
Auch der PC Game Pass wird günstiger. Hier sinkt der monatliche Preis von 14,99 Euro auf 12,99 Euro. Vor der Preisanpassung hatte das Abo noch 11,99 Euro gekostet. Andere Modelle bleiben unverändert, das Standard-Abo war ohnehin nicht betroffen.
Ganz ohne Gegenleistung erfolgt die Anpassung allerdings nicht. Microsoft reduziert gleichzeitig den Leistungsumfang des Angebots. Besonders relevant ist das für Fans der „Call of Duty“-Reihe. Neue Teile der Serie werden künftig nicht mehr direkt zum Release im Game Pass verfügbar sein. Stattdessen erscheinen sie erst mit Verzögerung im Abo. Geplant ist eine Aufnahme zum Weihnachtsgeschäft des jeweiligen Folgejahres, also rund ein Jahr nach Veröffentlichung.
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Weniger Vorteile für Spieler
Für viele Nutzer bedeutet diese Änderung einen klaren Nachteil. Seit der Übernahme von Activision Blizzard hatte Microsoft neue „Call of Duty“-Titel direkt zum Start im Game Pass bereitgestellt. Spieler konnten die Games ohne zusätzliche Kosten sofort nutzen. Diese Praxis wird nun beendet. Bestehende Titel der Reihe bleiben laut Microsoft weiterhin Teil des Angebots, sodass sich an der bisherigen Bibliothek nichts ändert.
Mit dem Schritt versucht Microsoft offenbar, einen Mittelweg zu finden. Einerseits reagiert das Unternehmen auf die Kritik an den gestiegenen Preisen und entlastet Nutzer finanziell. Andererseits wird der Umfang des Angebots angepasst. Die Entwicklung zeigt, dass Preiserhöhungen bei digitalen Diensten nicht unbegrenzt durchsetzbar sind. Gleichzeitig macht Microsoft deutlich, dass niedrigere Preise nicht ohne Veränderungen beim Inhalt möglich sind.