Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
Fernseher TV-Special Alle Themen
Fernseher, Receiver, Antenne?

Welche Geräte brauche ich für DVB-T2 HD?

Fernbedienung vor Fernseher
Diese Serien und Filme auf Netflix sind besonders beliebt Foto: Getty Images
Artikel teilen
Steven Plöger

27. Februar 2017, 15:18 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wer Fernsehen per Antenne schaut, braucht für den kommenden Standard DVB-T2 neue Geräte, etwa einen Receiver. Und was noch? TECHBOOK zeigt, was gekauft werden muss und wie viel der Umstieg auf DVB-T2 kostet.

Der neue Antennen-Standard DVB-T2 löst Ende März DVB-T ab. Der Zuschauer profitiert zunächst davon: TV-Sender gibt es endlich auch per Antenne in scharfer HD-Auflösung, die Senderauswahl wird zudem größer. Einen großen Nachteil gibt es allerdings auch: Zwangsläufig brauchen Antennen-Nutzer neue Empfangsgeräte. Warum? Der alte Standard DVB-T wird in Ballungsgebieten am 29. März abgeschaltet, in vielen anderen Regionen stückweise bis 2019. Muss ich Receiver & Co. nun neu kaufen? Und was kostet der Umstieg?

Top-Artikel zum Thema
internet-speed

Brauche ich eine neue Antenne?

Nein! Im Elektromarkt oder von den Herstellern sollte man sich nicht bequatschen lassen: Die alte Antenne kommt auch mit den neuen HD-Sendern klar, denn DVB-T2 nutzt die gleichen Frequenzen wie DVB-T.

Wer künftig auf Antennenfernsehen umsteigen möchte und den Kauf einer neuen Antenne plant, sollte vorher prüfen, ob eine Innenantenne für das Wohnzimmer ausreicht oder ob für guten Empfang eine Außenantenne nötig ist. Am besten gelingt das über das offizielle Informationsportal zu DVB-T2, auf dem ein Empfangscheck für das jeweilige Wohngebiet durchgeführt werden kann. Eine einfache Zimmerantenne gibt es bereits ab rund 15 Euro, Außenantennen ab etwa 30 Euro.

Brauche ich einen neuen Receiver?

Ja! Wer weiterhin Fernsehen über die Antenne schauen will, kommt um den Kauf eines neuen Receivers nicht herum. Der Grund: DVB-T2 nutzt einen anderen Videostandard als DVB-T, er hört auf den etwas sperrigen Namen H.265. Ältere DVB-T-Receiver können diesen nicht decodieren, aber auch von neueren Geräten kommt nicht jeder in Frage: Die Privatsender sind bei DVB-T2 verschlüsselt, wer sie sehen will, braucht ein jährliches Abo vom Netzbetreiber Freenet (69 Euro). Damit die Freischaltung gelingt, benötigt man entweder einen speziellen Freenet-Receiver (erkennbar an dem Freenet-Logo auf der Verpackung) mit eingebauter Entschlüsselung oder ein Modell mit einem sogenannten CI+-Kartenschacht. In diesen passt ein entsprechendes Modul für knapp 70 Euro, mit der sich Privatsender via Freenet freischalten lassen.

Bild konnte nicht geladen werden
Auf diese Logos sollten Sie achten: Das linke „DVB-T2 HD“-Logo zeigt, dass der Receiver oder TV tatsächlich DVB-T2 unterstützt. Das „Freenet TV“-Logo finden Sie auf Verpackungen von Receivern mit eingebauter Entschlüsselung für Privatsender. Ein CI+-Modul brauchen Sie dann nicht.Foto: Freenet / Initiative DVB-T2 HD

Gute Geräte wie der Xoro HRT 8720 mit eingebauter Freenet-Entschlüsselung liegen bei rund 60 Euro. Wer bereits jetzt weiß, dass er niemals Privatsender empfangen will, kann auch ein günstigeres Modell nehmen, etwa den Xoro HRM 7619 für 35 Euro. Wichtig: Beim Kauf sollte immer auf das grüne „DVB-T2 HD“-Logo auf dem Karton geachtet werden – nur Geräte mit diesem Logo können den neuen Standard tatsächlich empfangen.

Der Receiver Xoro 8720 kostet knapp 60 Euro und hat eine eingebaute Freenet-Entschlüsselung.Foto: Xoro
Der Receiver Xoro 8720 kostet knapp 60 Euro und hat eine eingebaute Freenet-Entschlüsselung.Foto: Xoro Foto: Xoro
Mehr zum Thema

Brauche ich einen neuen Fernseher?

Nein! Viele ältere Fernseher aus der Mittel- und Oberklasse haben bereits ab Werk ein Empfangsteil für DVB-T eingebaut, das mit dem neuen DVB-T2-Standard zwar nicht mehr kompatibel ist – einen neuen Fernseher braucht man deshalb allerdings nicht. Sollte der eingebaute Empfänger nicht mehr funktionieren, reicht auch wie oben beschrieben ein neuer Receiver, den man per HDMI-Kabel anschließt.

Viele neue TV-Modelle, etwa aus dem letzten Jahr, haben inzwischen jedoch DVB-T2-Receiver eingebaut. Wer sich nicht ganz sicher ist, sollte einen kurzen Blick in die Anleitung werfen.

Welche Programme gibt es bei DVB-T2 HD?

Mit DVB-T2 ändert sich auch die Auswahl an Programmen: Die Privatsender kosten in vielen Regionen Deutschlands ab dem 29. März zusätzliche Gebühren, andernfalls bleibt der Bildschirm schwarz. TECHBOOK verrät in diesem Artikel, welche weiteren Kosten nun auf die Zuschauer zukommen.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.